Rheumazentrum Ruhrgebiet

203. Fortbildungsveranstaltung

Rheumazentrum Ruhrgebiet.
Rheumazentrum Ruhrgebiet. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Der Ärztliche Direktor des Rheumazentrums Ruhrgebiet, Prof. Dr. Jürgen Braun, lädt am Mittwoch, 5. Februar 2020, zur 203. Fortbildungsveranstaltung in das Rheumazentrum ein. Während der Fortbildungsveranstaltung informieren Experten zu neuesten Entwicklungen und Behandlungsmöglichkeiten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die Veranstaltung richtet sich an medizinisches Fachpublikum.

Zu Beginn der Veranstaltung gibt Dr. Andreas Altenburg, MVZ Städtisches Klinikum Dessau, einen Einblick in die Autoimmunerkrankung Morbus Behçet. Diese Erkrankung lässt sich unter dem Oberbegriff der Vaskulitis einordnen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung in Blutgefäßen verschiedener Größe. Charakteristisch für die Erkrankung sind wiederkehrende, zum Teil sehr schmerzhafte orale und genitale Geschwüre, Hautläsionen sowie Entzündungen der Augen, die zur Erblindung führen können. Die Ursachen der Erkrankung sind bislang nicht eindeutig geklärt, eine Beteiligung bestimmter Gene wie HLA B51 wurde nachgewiesen. Wie man den Morbus Behçet behandeln kann, wird in dem Vortrag erläutert.

Anschließend informiert Prof. Dr. Jürgen Braun über die neuesten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. zur Diagnose und Behandlung der axialen Spondyloarthritis, der häufigsten entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung. Betroffene Patienten, die meist jünger als 45 Jahre alt sind, leiden an chronischen Rückenschmerzen. Da die rheumatische Erkrankung nicht vollständig heilbar ist, zielt die medikamentöse und auch die physikalische Bewegungs- und Physiotherapie darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und die Beschwerden zu lindern. Darüber hinaus geht es darum, die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten und zu fördern.

Eine weitere rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule stellt die Psoriasis-Arthritis dar. Bei der Psoriasis-Arthritis verursachen die Entzündungen der Gelenke und auch der Wirbelsäule Versteifungen und Schmerzen in den betroffenen Bereichen. Zudem weisen Patienten Entzündungsreaktionen der Haut, die sogenannte Schuppenflechte, auf. Priv.-Doz. Dr. Xenofon Baraliakos, Leitender Oberarzt des Rheumazentrum Ruhrgebiet, stellt dazu aktuelle Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie vor.

Bei der Diagnose und Therapie rheumatischer Erkrankungen arbeiten die medizinischen Fachgebiete der Rheumatologie und Onkologie eng zusammen. Vor diesem Hintergrund werden auch die Auswirkungen moderner Krebstherapien auf muskuloskeletale Symptome rheumatischer Erkrankungen diskutiert.

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