Checker Tobi zum Dritten
Preview in der Filmwelt Herne
Nach „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ (2019) und „Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen“, den 2023 rund 1,4 Millionen Besucher in die Kinos lockte, geht der KiKa-Moderator Tobias Krell in „Die heimlichen Herrscher der Erde“ zusammen mit Marina der Frage nach, wer die mächtigste Spur auf der Erde hinterlässt. Weil er beim Aufräumen im Keller eine alte Videoaufnahme von sich als Achtjähriger entdeckt hat, in der sich Tobi in einer selbst erfundenen Show mit dem Element Erde beschäftigt und Fragen stellt, die er damals natürlich noch nicht beantworten konnte.
Die erste Spur führt Tobi in die einzigartige endemische, also nur hier vorkommende Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Mit der seit vielen Jahren in Deutschland lebenden Biologin Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina, die einst in Göttingen studiert hat und immer wieder in ihre Heimat zurückkehrt, wo sie das Umweltprojekt „Chances for Nature“ mitgegründet hat, erkundet Tobi u.a. Flora und Fauna zwischen messerscharfen Felsen im Westen des ostafrikanischen Inselstaates.
Der wichtigste Ort der Welt
Die zweite Reise ist nicht nur temperaturmäßig ein gewaltiger Kontrast, führt sie Tobi doch zusammen mit dem deutschen Geologen Malte tief in den Permafrostboden Spitzbergens. Bei minus 20 Grad C. bringen Huskies genannte Schlittenhunde beide zum „wichtigsten Ort der Welt“, einem Saatgut-Tresor in der Arktis. Hier lagern in einem Hochsicherheitstrakt mehr als eine Million Samen von Nutzpflanzen, der nur von einem ganz kleinen Kreis hochspezialisierter Wissenschaftler betreten werden darf. Malte, der seit mehr als 20 Jahren auf Spitzbergen lebt und dort an der Renaturierung des letzten norwegischen Kohlebergwerks mitwirkt, gehört nicht dazu. Obwohl auch Tobi draußen bleiben muss, ist die zweite, voller Geheimnisse steckende Station die spannendste des 93-minütigen Hybrids aus Dokumentation und Spielfilmszenen.
Zurück zu den Wurzeln
Mit Samara Sánchez Pöll, einer in Mexiko geborenen und in Österreich aufgewachsenen Anthropologie-Studentin, besucht Tobi die Maya-Pyramiden im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Dort engagiert sich Samara, die als Köchin in Österreich lebt, neben ihrer zeitraubenden Arbeit in einem sozialen Landwirtschaftsprojekt. Unweit der archäologische Maya-Stätten an der Grenze zu Guatemala lernt Tobi die Milpa kennen – eine traditionelle, umweltschonende Anbauweise der Maya.
Dritter im Bunde ist der deutsche Archäologe Dr. Nicolaus Seefeld, der in seiner Wahlheimat Mexiko mehrere Ausgrabungen leitet. Auch sein besonderes Interesse gilt alten, fast vergessenen landwirtschaftlichen Methoden. Im Film führt er Tobi durch Calakmul, eine der größten Maya-Stätten Mexikos, die bereits in der Präklassik entstand: Vor mehreren tausend Jahren errichteten die Mayas monumentale Bauten ohne maschinelle Unterstützung.
Abenteuer, Witz und Wissen
In „Checker Tobi 3 – Die heimlichen Herrscher der Erde“ von Antonia Simm (Buch und Regie) wird zwar, Achtung: Spoiler!, die Ausgangsfrage beantwortet: Es ist die Zeit, welche die mächtigsten Spuren im Erdreich hinterlässt. Im Mittelpunkt aber steht diesmal der sorgsame Umgang mit unserer Umwelt, wofür auch der Wertstoffhof-Mitarbeiter Gustl steht, der vom Schauspieler, Synchronsprecher und Stand-Up-Comedian Simon Pearce verkörpert wird. Der zukunftsoptimistische Checker-Tobi-Dreiklang aus Abenteuer, Witz und Wissen kommt einmal mehr ohne erhobenen Zeigefinger aus – und macht richtig Spaß!
Noch vor dem Kinostart am 8. Januar 2026 lädt die Filmwelt Herne am Sonntag, 4. Januar 2026, um 15:15 Uhr zur Preview.