Philippinische Verstärkung für Pflegeteams

Ev. Krankenhausgemeinschaft heißt 15 examinierte Kräfte willkommen

Yvonne Löffler (EvK Castrop-Rauxel), Dennis Klaebe (EvK Witten), Beate Schlüter (Pflegedirektorin Ev. Krankenhausgemeinschaft) und Mirka Fehring (EvK Herne) begrüßen die neuen .
Yvonne Löffler (EvK Castrop-Rauxel), Dennis Klaebe (EvK Witten), Beate Schlüter (Pflegedirektorin Ev. Krankenhausgemeinschaft) und Mirka Fehring (EvK Herne) begrüßen die neuen . Foto: EvK

Mit einem „Herzlich-Willkommen“-Banner empfingen Pflegedirektorin Beate Schlüter und die Pflegedienstleitungen der Ev. Krankenhäuser Castrop-Rauxel, Herne und Witten 15 philippinische Pflegekräfte auf dem Düsseldorfer Flughafen. Die Freude war auf beiden Seiten groß: die Ev. Krankenhausgemeinschaft gewinnt wichtige Arbeitskräfte und die Philippiner erwartet ein sicheres Einkommen.

Der leergefegte Arbeitsmarkt für gut ausgebildete Pflegende hatte Pflegedirektorin Beate Schlüter dazu veranlasst, sich auch jenseits der deutschen Grenzen nach passenden Kandidaten umzusehen. „Bei der Wahl war es mir wichtig, dass wir keine ethischen Grenzen verletzen“, betont sie. „Ich hätte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können, Pflegekräfte aus Ländern zu uns zu holen, in denen sie noch dringender gebraucht werden als bei uns.“

Nach langem Flug: Glückliche Ankunft in Düsseldorf.
Nach langem Flug: Glückliche Ankunft in Düsseldorf. Foto: EvK

Ihre Wahl fiel nach eingehender Recherche auf die Philippinen. Dafür sprachen zwei gute Gründe: Auf der einen Seite ist die Ausbildung mit einem Bachelor-Studiengang qualitativ sehr hochwertig, Auf der anderen Seite gibt es keine Arbeitsplätze. Die 14 jungen Frauen und ein Mann, alle etwa Mitte 30 Jahre alt, waren deshalb froh, dass sich ihnen eine berufliche Zukunft in Deutschland eröffnete. „Uns erscheint es befremdlich, aber auf den Philippinen ist es für die Menschen selbstverständlich, ihre Heimat zu verlassen, um das Einkommen der Familie zu sichern“, berichtet Beate Schlüter. Geht ein Familienmitglied ins Ausland, so bedeute dies nicht nur eine Sicherung der Existenz, sondern auch gleichzeitig eine Steigerung des sozialen Ansehens für die gesamte Familie.

So sind es drei hochmotivierte Gruppen von jeweils fünf Personen, die an den Standorten in Herne, Castrop-Rauxel und Witten ihren Dienst antreten. Auf den jeweiligen Stationen werden sie von „Paten“ betreut, die ihnen die Eingewöhnung erleichtern und als feste Ansprechpartner fungieren. Die halbjährige Einarbeitungsphase bereitet die Philippiner auf die Erlangung der deutschen Anerkennung ihres philippinischen Abschlusses vor.

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