Ostbachtal erhält zusätzliche Uferbepflanzung

Stadtgrün berichtete über weitere Entwicklung

Während der Bürgersprechstunde von Mathias Grunert berichtete Stadtgrün-Mitarbeiter Thilo Sengupta von einer zusätzlichen Uferbepflanzung am Ostbachteich.
Während der Bürgersprechstunde von Mathias Grunert berichtete Stadtgrün-Mitarbeiter Thilo Sengupta von einer zusätzlichen Uferbepflanzung am Ostbachteich. Foto: Mathias Grunert
Der Ostbachteich an der Sodinger Straße in Herne (NW), am Sonntag (30.06.19). Das Gewässer ist stark mit Algen bewachsen, an der Wasseroberfläche treiben inzwischen viele tote Fische.
Der Ostbachteich vor einem Jahr. Algenbefall und tote Fische trieben an der Wasseroberfläche. Foto: Stefan Kuhn

Bürgersprechstunde vor Ort, mit dem Sodinger Bezirksbürgermeister, Mathias Grunert, am Mittwoch (10.6.2020). Seit die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr – nach den Protesten aus Politik und Bürgerschaft angesichts von Algenteppich und Fischsterben im nördlichen Ostbachteich – erste Maßnahmen ergriff, um die Wasserqualität und Sauerstoffversorgung des Gewässers wieder zu verbessern, zeigen sich nun deutliche Erfolge. Dies stellten auch die teilnehmenden Anwohner des Gewässers fest.

Algenbefall Ostbachteich.
Algenbefall im Ostbachteich im Juni 2019.. Foto: Carola Quickels

Bei der Bürgersprechstunde berichtete der stellvertretende Stadtgrün-Leiter Thilo Sengupta, welche der Maßnahmen besonders und welche weniger erfolgreich waren. Vor allem hat sich der Uferbewuchs noch nicht wie erhofft entwickelt. Dafür montierte Stadtgrün bereits in den vergangenen Tagen weitere Schutzgitter, die die Jungpflanzen effizienter vor dem übergroßen Appetit der Wasservögel schützen sollen. „Die Fachfirma, die die Pflanzen im vergangenen Jahr eingepflanzt, war selber überrascht, wie schlecht die Pflanzen sich entwickelten.“ so Thilo Sengupta. „Aus diesem Grund wird die Firma in den nächsten Tagen massiv nachbessern und die Kosten für die neu zu setzenden Wasser- und Sumpfpflanzen aus Kulanz übernehmen, so dass für die Stadt hierdurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.“

Während der Bürgersprechstunde von Mathias Grunert berichtete Stadtgrün-Mitarbeiter Thilo Sengupta von einer zusätzlichen Uferbepflanzung am Ostbachteich.
Während der Bürgersprechstunde von Mathias Grunert berichtete Stadtgrün-Mitarbeiter Thilo Sengupta von einer zusätzlichen Uferbepflanzung am Ostbachteich. Foto: Mathias Grunert

Algen wachsen zwar noch immer auf dem nördlichen Ostbachteich, aber bei weitem nicht mehr so viele wie im vergangenen Jahr, als sich ein übelriechender Algenteppich ausbreitete und zahlreiche Fische verendeten (halloherne berichtete am 1. Juli 2019). Auch ist das Wasser im Vergleich zu den Vorjahren erfreulich klar. Die Erfolge der Neuanpflanzungen sollte man dann in den nächsten Wochen sehen, so Thilo Sengupta. Eine Hoffnung ist zudem, dass sich nach dem Abfangen der größeren Fische im vergangenen Jahr auch der Bestand an Friedfischen erholt, von denen einige Arten auch zur Reduktion des Algenwachstums beitragen. Erfolgreich waren auch die Baumpflanzungen im Umfeld der Teiche sowie die Pflanzung von Sumpfschwertlilien.

Während der Bürgersprechstunde von Mathias Grunert berichtete Stadtgrün-Mitarbeiter Thilo Sengupta von einer zusätzlichen Uferbepflanzung am Ostbachteich.
Während der Bürgersprechstunde im Juni 2020 von Mathias Grunert berichtete Stadtgrün-Mitarbeiter Thilo Sengupta von einer zusätzlichen Uferbepflanzung am Ostbachteich. Foto: Mathias Grunert

In einem Punkt konnte allerdings keine Verbesserung registriert werden: Angesichts der zahlreichen Küken hat leider auch die Fütterung der Wasservögel wieder zugenommen. Bezirksbürgermeister Grunert dankte ausdrücklich jenen Anwohnern, die immer wieder entsprechende Mitbürger freundlich auf ihr Fehlverhalten ansprechen: „Man kann es gar nicht oft genug sagen: In diesen Mengen schadet das Füttern unseren Teichen, aber vor allem auch den Vögeln! Zerschnittene Brote oder gar ganze Tüten mit Brotresten in oder an einen Teich zu kippen oder einen Sack Sonnenblumenkerne in die Wiese zu streuen ist keine Tierliebe! Leider gibt es einen harten Kern an Unbelehrbaren, die anscheinend nur durch Strafen davon abgehalten werden, ihre Brotabfälle in den Teichen zu entsorgen.“