Orgelvespern Jahr der Orgel 2021

Orgelmusikvesper mit Horn und Orgel in der St. Pius Kirche Herne

Symbolbild orgel
St. Pius Gemeinde lädt zum Orgelkonzert. Foto: Pixabay

Zu einem besonderen Highlight in der Reihe Orgelmusikvesper um 6 unter dem Titel „Und es leuchteten die Sterne“ lädt die St. Pius Kirche in der Werftstr. 25 (Pantringshof) in Herne am Sonntag, 10. Oktober 2021, um 18 Uhr mit Prof. Peter Arnold Horn (Mannheim) und Prof. Torsten Laux Orgel (Düsseldorf/Bayreuth) ein. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei – um eine Spende wird gebeten.

Darum geht es

Nein, es soll nicht Giacomo Puccinis Oper Tosca aufgeführt werden, aus der diese Worte seiner gleichnamigen Arie „Und es leuchteten die Sterne“, welche als eine der bekanntesten und beliebtesten Opernarien gilt, entnommen sind. Aber an diesem Abend sollen auch die Sterne in Herne zum Leuchten gebracht werden. Den Rahmen dieses Programms mit Horn und Orgel bilden Johann Sebastian Bachs sechs Schübler Choräle zusammen mit Mozarts wohl berühmtesten Hornkonzert Nr. 3 in ES-Dur KV 447 und korrespondieren jeweils miteinander sowie mit anderen Werken von August Körling, Christoph Weinhart, Georg Vlademir Høeberg und Sergej Rachmaninow.

Mitwirkende

Prof. Torsten Laux ist Professor für Orgel und Improvisation an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth. Torsten Laux ist Preisträger renommierter internationaler Orgelwettbewerbe und hat zahlreiche Aufnahmen für CD, Rundfunk und Fernsehen eingespielt. Konzertreisen führten ihn nach Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Schweden, Finnland, Italien, Polen, Ungarn, Rumänien, USA, China, Japan, Korea, Australien, Neuseeland u.a. Gemeinsam mit Intendant Herbert H. Ludwig und Andreas Petersen gründete Torsten Laux 2006 das jährlich im Herbst stattfindende Internationale Düsseldorfer Orgelfestival, das sich seitdem zu einem der größten und renommiertesten Musikfestivals entwickelt hat. Außerdem hat er den Krummhörner Orgelfrühling als Künstlerischer Leiter betreut.

Im 4. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival wurden einige Stücke von Torsten Laux uraufgeführt („Magnificat" für Big Band und Orgel, „Fünf Psalmen“ für Klavier und Orgel, „Schalom" für Trompete und Orgel, „Zwölf Psalmen" für Percussion und Orgel). In der „Langen Nacht der Neuen Musik“ in der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf wurden 2010 seine „Meditation“ für Querflöte und Klavier uraufgeführt, außerdem sein „Naomi, Ruth und Boas“ für zwei Soprane, Bariton und Klavier (komponiert für „Jugend musiziert"). Seit 2011 folgten weitere Uraufführungen weiterer Werke: "Vater unser“ für Sopran und Orchester, „Fünf Balladen über Joseph“ für Sopran, Querflöte und Orgel, Psalm 118 für Sopran, Chor und Orchester, Psalm 130 für Chor und Orchester u. v. a. m. Seit 2020 wird sein Orgel-EG mit Kompositionen zu allen Liedern im Stammteil des Evangelischen Gesangbuches veröffentlicht.

Peter Arnold wurde in eine Künstlerfamilie hineingeboren, die sicherlich sein Leben prägte. Der Vater war Musiker, der Opa Zirkusartist, die Tante Tänzerin und ein Onkel Sänger. In Baden-Baden aufwachsend, wo sein Vater Karl Arnold Solo-Hornist im SWF Sinfonieorchester war, hatte er das Glück von solch namhaften Dirigenten wie Hans Rosbaud, Pierre Boulez und Ernest Bour gefördert und geleitet zu werden. Die Bühne war für Arnold schon ab den Kinderjahren ein Zuhause und so sammelte er Erfahrungen durch Jugendorchester, Rock Musik Aktivitäten, als Liedermacher bis hin zum Laienschauspiel sowie einem einjährigen Gastspiel als jugendlicher Darsteller im Schauspielensemble des Theaters Baden-Baden. Ein Musikstudium nahm er schließlich an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim auf, wo sein Vater auch Dozent für Horn war. Während dieser Zeit war er Preisträger mehrerer Musikwettbewerbe (Kammermusikpreis der Stadt Colmar, Mannheimer Hochschulwettbewerb u.a.) 1974 wurde Peter Arnold Solo-Hornist im Philharmonischen Orchester der Stadt Essen und gleichzeitig ergänzte er seine Studien bei Prof. Hermann Baumann an der Folkwang Musikhochschule.

Von 1976 bis 2006 war Peter Arnold Hornsolist im SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, vom Jahre 2007 bis 2011 bekleidete er die gleiche Position in der Deutschen Radiophilharmonie. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Bernard Haiting, Pierre Boulez, Stanisław Skrowaczewski, Kirill Petrovich Kondrashin, Ernest Bour, Jiri Starek, Herbert Blomstedt aber auch Instrumentalsolisten wie Martha Argerich, Rudolf Buchbinder, Alfred Brendel, Emil Gilels, Maurice André, Ida Haendel, Gidon Kremer, Hermann Baumann, Aurèle Nicolet, Barry Tuckwell, James Galway u.a. waren in all diesen Jahren künstlerisch prägende Erlebnisse. Mittlerweile widmet sich Arnold schwerpunktmäßig pädagogischen Projekten, kammermusikalischen und solistischen Aufgaben sowie der Tätigkeit als Dirigent. Eine Vielzahl von CD, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen unterstreichen seine musikalischen Aktivitäten. Als Solist gastierte er mit renommierten Orchestern in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, in Luxembourg, Spanien,Tschechien, Bulgarien, Nordmazedonien, Italien, Israel, den USA, Japan sowie in der ehemaligen UdSSR (Ukraine, Kasachstan, Russland ), darunter ein Konzert im berühmten Moskauer Tschaikowskysaal. Konzertreisen als Kammermusiker (z.B. Mithras-Oktett, Palatina Hornensemble, Ensemble 13, Württembergisches Kammerorchester u.a.) führten ihn durch Europa, Asien, Südafrika und Südamerika.

Das Repertoire Arnolds umfasst die gängige Konzert- und Kammermusikliteratur bis hin zu speziellen Anforderungen für das Waldhorn. Komponisten wie Aldo Rafael Forte, Wolfgang Hofmann, Rolf Schweizer, Gerhard Zeumer, Wal Berg und Klaus Arp widmeten ihm neue Werke für sein Instrument. 1981 erhielt Peter Arnold eine Berufung als Dozent für Horn an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Es folgten Einladungen, Kurse in Deutschland, der Schweiz, Luxembourg, Nordmazedonien, Korea, den USA und in der UdSSR zu geben. Seit 1998 ist er der künstlerische Leiter der „Internationalen Glottertäler Horntage“ und der „Schwarzwälder Horntage“. 1999 wurde Peter Arnold vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden - Württemberg der Titel „Professor “ verliehen. Zum Präsidenten der Pfälzischen Musikgesellschaft wurde Arnold 2016 gewählt. Ein Dirigierstudium absolvierte Arnold bei Claudio Santoro und Ernest Bour. Neben der hornistischen Laufbahn gab es immer auch dirigentische Tätigkeiten, z.B. als Studienleiter an der Musikhochschule Mannheim, bei Palatina und Mannheimer Wind, bei den Landesjugendorchestern Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg, beim Landes Blasorchester Baden – Württemberg, dem SO Kaiserslautern, dem Stamitzorchester Mannheim, dem Kammerorchester der Schwarzwälder Horntage, verschiedenen Blasorchestern sowie als Solist und Dirigent bei diversen Kammermusikprojekten ( z.B„ Orchestre de Chambre JF Palliard, Südwestdeutsche Rundfunksolisten ).

Peter Arnold hat sich nie einer musikalischen Stilrichtung verschlossen. Als Solist auf Horn und Wagnertube (das klassische Tenorhorn) war er oft in populären TV- und Radiosendungen sowie auch mit verschiedenen Blasorchestern zu hören. Er hat zudem als Studiomusiker mit Künstlern wie Joy Fleming, Peter Herbolzheimer, Dieter Reith, Udo Jürgens und vielen anderen zusammengearbeitet

Oktober
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Sonntag
Sonntag, 10. Oktober 2021, um 18 Uhr St. Pius Kirche , Werftstraße 25 , 44628 Herne
Quelle: