Nach der Diagnose Krebs

Neue, zielgerichtete Behandlungskonzepte

Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (r.), informierte die Teilnehmerinnen gemeinsam mit Susanne Ernst, Psychologin der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr, über aktuelle Perspektiven in der Therapie von gynäkologischen Krebserkrankungen.
Psychologin Susanne Ernst und Prof. Dr. Clemens Tempfer. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Am vergangenen Samstag (20. 4. 2019) erhielten Patientinnen und deren Angehörige im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum einen umfassenden Überblick über die aktuellen therapeutischen Perspektiven im Bereich gynäkologische Krebserkrankungen. Leider sind sie weit verbreitet und nicht immer ist den Betroffenen sofort klar, wie es nach der Diagnose weitergeht.

Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs und Vulvakrebs sind nur einige Beispiele für die gynäkologischen Krebserkrankungen, die verschiedene innere und äußere Geschlechtsorgane der Frau betreffen können. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt jährlich an. Um Informationen über die neuesten Therapiemöglichkeiten zu erhalten, besuchten Interessierte die Patientinnenveranstaltung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum.

In den vergangenen Jahren entwickelten sich die traditionellen Therapiekonzepte, wie Chemo- und Strahlentherapie, weiter. „Technische, therapeutische und wissenschaftliche Fortschritte helfen dabei, den Aufbau des Tumors besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse unterstützen die zielgerichtete Therapie, da die Eigenschaften bösartiger Erkrankungen der Geschlechtsorgane genauer diagnostiziert und somit individueller behandelt werden können“, erklärte Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Doch der Umgang mit der Diagnose Krebs ist nicht einfach und betrifft nicht ausschließlich die Patientinnen, sondern oft auch deren Verwandte und Bekannte.

Umfassende Informationen und offene Diskussionen helfen dabei, mit der Erkrankung im Alltag zurecht zu kommen. Im Rahmen der Veranstaltung informierten Psychologinnen der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr daher die Teilnehmer über unterstützende psychologische Angebote für die Zeit nach der Krebsdiagnose. Dazu zählt unter anderem die Vermittlung von Entspannungstechniken oder das Angebot, Hilfestellungen für die Kommunikation innerhalb der Familie zu bieten.

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