Musik für Herz und Gefäße - Herztöne 3

Trappe bringt das Herz auf Trab

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Saint-Sulpice in Paris.
Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Saint-Sulpice in Paris. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Der Herner Kardiologe und Organist Professor Dr. Hans-Joachim Trappe stellt neue Benefiz-CD zugunsten der Herzstiftung vor: Musik kann sich positiv auf das Wohlbefinden und auch auf Herz und Gefäße auswirken. Auf den Blutdruck und die Herzfrequenz etwa. Wissenschaftler haben diese Effekte durch Untersuchungen belegt. Anknüpfend an die Edition der Benefiz-CD Herztöne – Musik für die Gesundheit zugunsten der Deutschen Herzstiftung, stellt der Kardiologe und passionierte Organist Trappe vom Vorstand der Herzstiftung die aktuelle neue CD „Herztöne 3“ vor.

Die CD ist unter herzstiftung.de/herztoene-3 mit der Expertenschrift des Herzspezialisten Die Heilkraft der Musik erhältlich. Alle Stücke der neuen Herztöne-CD sind musikalisch hoch anspruchsvoll. Darunter sind Werke berühmter Komponisten wie Bach, Händel, Tartini und Schubert. Alle Stücke hat der Professor für Innere Medizin und Kardiologie an der RuhrUniversität Bochum und Direktor der Medizinischen Universitätsklinik II am Marien Hospital Herne gemeinsam mit dem Solotrompeter Markus Mester im Altenberger Dom an der berühmten Klais-Orgel eingesp

Dr. Hans-Joachim Trappe.
Dr. Hans-Joachim Trappe. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Welche Musik beeinflusst Blutdruck und Herzfrequenz?

Unbestritten ist, dass unter einer Beschallung mit klassischer Musik messbare Effekte am Gefäßsystem und am Blutdruckverhalten nachgewiesen werden konnten“, betont der Spezialist für Herzrhythmusstörungen. „Wir konnten in eigenen Untersuchungen in der Klinik nachweisen, dass besonders klassische Musik zu einer Senkung des Blutdrucks führte. Diese Blutdrucksenkungen waren unter Bach am stärksten ausgeprägt.“ (1) Mit „Herztöne 3“ stellen der Organist Trppe und der Trompeter Markus Mester Kompositionen vor, die zu einer positiven Beeinflussung von Blutdruck und Herzfrequenz führen sollen. „Wir haben bewusst Kompositionen aus der Barockzeit und auch von italienischen Komponisten ausgewählt, die nach bisher vorliegenden Studienergebnissen die günstigsten Effekte von Musik auf die Gesundheit haben“, erläutert Trappe.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten Effekte auch bei anderen Komponisten. So steigert Mozarts Musik das räumliche Vorstellungsvermögen und wirkt sich beispielsweise positiv bei Tinnitus aus. Auch wurde nachgewiesen, dass es unter der Musik von Mozart bei Patienten mit Herzinfarkt im Vergleich zur Musik der Beatles zu einer deutlichenBlutdrucksenkung gekommen ist. „Effekte wie diese können aber auch von ganz anderen Musikstilen ausgehen, sogar von Heavy Metal-Musik.“ Jede Musik wirkt ganz individuell. Sie ruft bei jedem Menschen andere Assoziationen hervor, weckt Bilder und Erinnerungen. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, Musik individuell auszuwählen. „Wir wollen mit der Musik in ,Herztöne 3‘ den Alltag von Herz-Kreislauf-Patienten und den von Musikliebhabern mit klassischer Musik für Orgel und Trompete bereichern.“

Quelle: