Leser-Brief zu Schottergärten
'Mehr Grün statt Stein - für ein lebenswertes Herne'
halloherne-Leserin Nina wandte sich mit einem Leserbrief an die Redaktion, in dem sie die Stein- und Schottergärten kritisiert. In dem Brief heißt es wie folgt:
„Mit Sorge beobachte ich, dass in Herne immer mehr Stein- und Schottergärten entstehen, Bäume gefällt werden und natürliche Grünflächen versiegelt werden. Diese Entwicklung ist aus ökologischer Sicht problematisch und passt nicht zu den Herausforderungen unserer Zeit.
Naturnahe Gärten leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere, die in unseren Städten ohnehin immer weniger geeignete Rückzugsorte finden. Stein- und Schotterflächen hingegen sind nahezu wertlos für die Natur und tragen zusätzlich dazu bei, dass sich Städte im Sommer stärker aufheizen. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden sollten wir alles daransetzen, Grünflächen zu erhalten und auszubauen. Bäume, Sträucher, Blumenwiesen und begrünte Vorgärten sorgen für ein besseres Stadtklima, speichern Regenwasser und verbessern die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger.
Herne gilt zu Recht als grüne Stadt. Dieses positive Bild sollten wir bewahren und weiterentwickeln. Dazu gehört auch, Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sowie Wohnungsgesellschaften stärker über die Vorteile naturnaher Gestaltung aufzuklären. Gleichzeitig sollten bestehende Regelungen konsequenter umgesetzt werden, damit unnötige Versiegelungen vermieden werden. Eine lebenswerte, klimaangepasste und artenreiche Stadt beginnt oft direkt vor der eigenen Haustür. Deshalb sollte das Motto lauten: Mehr Grün statt Stein – für ein schönes und zukunftsfähiges Herne.“