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Diese Ringelnatter entdeckte halloherne-Leserin Lea im Rhein-Herne-Kanal

halloherne-Leserin entdeckt Ringelnatter im Rhein-Herne-Kanal

Schlange sorgt für Schreckmoment

An heißen Tagen im kühlen Nass eine Abkühlung finden, ist etwas Herrliches. Für viele Menschen ist es das Wohltuendste im Sommer, doch was halloherne-Leserin Lea während ihrer Abkühlung erlebte, wird ihr sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Denn sie entdeckte im Rhein-Herne-Kanal, in der Nähe der Gastronomie Oskar am Kanal, eine Schlange.

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'Wir sind schreiend aufgesprungen'

Am Dienstag (16.6.2026) wollte Lea mit ihren Freundinnen eigentlich nur ein bisschen die Füße im Kanalwasser abkühlen, doch plötzlich erblickten sie eine Schlange, die sich den jungen Frauen näherte. „Wir sind erstmal schreiend aufgesprungen und weggerannt. Es war ein echter Schockmoment“, berichtete Lea im halloherne-Gespräch.

Die Frauengruppe wartete einen Moment, um zu sehen, ob die Schlange verschwinden würde, doch das Reptil hatte anscheinend gefallen an der Gruppe gefunden und schwamm vorwitzig immer wieder in ihre Nähe. „Das fanden wir schon ein wenig ungewöhnlich, weil wir dachten, sie müsste eigentlich scheu sein, aber da haben wir uns geirrt“, so die junge Frau.

Die Frauen entschieden sich, den Kanal zu verlassen und der Schlange ihre Ruhe zu gönnen. „Ich bin hier auch öfter mit meinem Hund unterwegs und habe gehört, dass es Schlangen am Kanal geben soll, aber selbst habe ich bis zu diesem Tag nie eine gesehen. Es war schon sehr gruselig“, erinnerte sich Lea zurück.

Lea machte ein Foto der Schlange und schickte sie an die halloherne-Redaktion, da sie erfahren wollte, um was für ein Reptil es sich handelt und ob, Schlangen öfter am Kanal anzutreffen seien.

'Es handelt sich um eine Barren-Ringelnatter'

halloherne legte Martin Schlüpmann vom Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW und AG Feldherpetologie und Artenschutz in der DGHT das Bild der Schlange vor. Er bestätigte, dass es sich um eine Ringelnatter handelt. Dies sei unschwer an den hellen Flecken am Hinterkopf zu erkennen.

„Seit 2016 werden in Deutschland zwei sehr nahe verwandte Arten unterschieden. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Barren-Ringelnatter, die in Westeuropa und Westdeutschland heimisch ist. Stellenweise ist sie auch im Kern-Ruhrgebiet nachgewiesen: Emscherbruch, südliches Essen und südliches Mülheim an der Ruhr, sowie vereinzelt in Dortmund“, berichtete Schlüpmann auf Nachfrage von halloherne.

Laut Schlüpmann kann der Rhein-Herne-Kanal tatsächlich Teil ihres Lebensraumes sein. „Ringelnattern entfernen sich aber auch weit von den Gewässern. Weitere heimische Schlangen sind in unseren Kanälen nicht zu finden. In anderen Gebieten, nicht im Ruhrgebiet, können aber immerhin die Uferböschungen der Kanäle auch von einer anderen Art besiedelt werden“, weiß das Mitglied des Arbeitskreises.

'Ringelnattern sind harmlos'

Ähnlich sieht es auch die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet. Im Gespräch mit einer Mitarbeiterin erläuterte diese gegenüber halloherne, dass die Ringelnattern tatsächlich auch im Rhein-Herne-Kanal anzutreffen sind. Es bestehe aber kein Grund zur Panik, da die Ringelnattern harmlos seien, macht die Mitarbeiterin deutlich.

Wichtig sei außerdem, dass die Ringelnatter in der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist und somit unter Artenschutz stehe. Man könne sie beobachten und fotografieren, ansonsten wäre es wichtig, sie in Ruhe zu lassen.

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„Ringelnattern werden landesweit erfasst. Unser Arbeitskreis, sowie der Naturschutz und die Wissenschaft allgemein, freuen sich, wenn Beobachtungen gemeldet werden. Man kann solche Beobachtungen zum Beispiel über Observation.org oder die Observation-App melden“, bittet Martin Schlüpmann vom Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW, abschließend um die Meldung solcher Sichtungen.

Montag, 22. Juni 2026 | Autor: Julia Blesgen