LWL unterstützt Fusion der Museumsverbände

Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin Foto: Björn Koch

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird einen neuen Museumsverband NRW mit jährlich 100.000 Euro unterstützen. Der neue Verband soll aus der westfälischen Interessenvertretung und dem rheinischen Zusammenschluss der Museen hervorgehen (Vereinigung Westfälischer Museen und Verband Rheinischer Museen). Der neue fusionierte Verband für NRW wird zunächst für drei Jahre mitfinanziert. Das beschlossen am Freitag (15.5.2020) in Münster die Abgeordneten im LWL-Landschaftsausschuss.

„Wir versprechen uns von der Fusion eine weitere Stärkung der vielfältigen Museumslandschaft in Westfalen-Lippe - und eine laute Stimme der Museen, die im ganzen Land zu hören ist“, so LWL-Direktor Matthias Löb. Der neue Verband soll die Interessen der Museen in Nordrhein-Westfalen vertreten, von denen insgesamt 260 in den beiden bisherigen regionalen Museumsverbänden organisiert sind. „Der LWL hat als größter Museumsträger der Region auch den Auftrag, die kommunalen und ehrenamtlich getragenen Museen in Westfalen-Lippe zu unterstützen, wir beraten und wir fördern sie. Ein starker Museumsverband für ganz NRW ist eine zusätzliche museumspolitische Kraft, in der die Anliegen aller Museumsgattungen gebündelt sind.“ Bisher arbeiten das LWL- Museumsamt und die 18 LWL-Museen eng mit der Vereinigung Westfälischer Museen zusammen. Jetzt solle die Verbandsarbeit weiter verbessert werden.

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: „Der Bedarf und die Forderungen der kleinen und mittelgroßen Museen Nordrhein-Westfalens können im neuen 'Museumsverband NRW' noch besser ermittelt und artikuliert werden. Mit seinem Sitz in Vorstand und Beirat des neuen Museumsverbandes wird sich der LWL für die spezifischen Interessenlagen gerade dieser Häuser stark machen.“

Es werde nach der Gründung darauf ankommen, möglichst viele kleine und teilregionale Akteure zur Mitwirkung in dem neuen Verband zu ermutigen, um den häufig etwas einseitigen Blick auf die großen und international ausgerichteten Häuser zu korrigieren. „Unsere Museumslandschaft lebt von der Vielfalt der Themen und Strukturen.“

Der Museumsverband NRW mit Sitz in Dortmund wird eine hauptamtliche Geschäftsführung bekommen, dadurch wird die Kontinuität der Verbandsarbeit erheblich verbessert. Auch eine Vernetzung mit anderen Akteuren in Kultur und Bildung ist erst unter den neuen Rahmenbedingungen möglich. Die Gründung ist für Herbst 2020 geplant. Auch der Landschaftsverband Rheinland und das NRW-Kulturministerium beteiligen sich an der Finanzierung des fusionierten Verbandes mit jeweils 100.000 Euro.

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