LWL: Hohe Ambulantisierungsquote

In Herne wohnen über 500 Personen ambulant betreut

Marc Szykowiak sitzt im Rollstuhl und kann seinen Körper nicht zielgerecht bewegen. Mit ihm leben 15 weitere Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen im Apartmenthaus in Bochum-Weitmar, zwar unter einem Dach, aber jeweils in einer eigenen Wohnung - selbstbestimmt und selbständig.
Mehr als jeder zweite Mensch mit einer schweren körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung kann mittlerweile in den eigenen vier Wänden leben. Foto: LWL/ Martin Steffen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zahlt jährlich rund 2,5 Milliarden Euro Eingliederungshilfe an 74.700 Menschen mit einer schweren Behinderung.

„Die Eingliederungshilfe leistet einen sehr wichtigen Beitrag, um diesen Menschen trotz ihrer Beeinträchtigung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. „Nicht zuletzt durch diese finanzielle Unterstützung haben wir es geschafft, dass mittlerweile mehr als jeder zweite Mensch mit schweren Beeinträchtigungen in den eigenen vier Wänden leben kann.“

In Westfalen-Lippe erhalten 32.340 Menschen Unterstützung für das Ambulant Betreute Wohnen, in Herne sind es 514. Stationär wohnen 444, der Aufwand beträgt rund 25 Millionen Euro.

Münning: „Echte Inklusion ist nur möglich, wenn Menschen mit Behinderungen so selbstständig wie möglich leben können. Da sind wir auf einem guten Weg.“

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