Quinoa-Sekundarschule verabschiedet ihren ersten 10. Jahrgang
Keiner geht ohne Abschluss
Als die Quinoa-Sekundarschule 2022 ihren Betrieb aufnahm, war sie mehr als ein neues Gebäude im Herner Schulgefüge: Sie war ein Versprechen. 2023 brachte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda dieses Versprechen auf den Punkt: „Eine gute Investition für die Zukunft der jungen Menschen. Wir eröffnen wertvolle Chancen für die Zukunft.“
Auch der CDU-Bildungspolitiker Markus Mähler verband mit der Schule die Hoffnung auf „eine Entlastung der Herner Schullandschaft sowie die Reduzierung der Schüler ohne Abschluss“.
Aus einem Versprechen wurde ein Ergebnis
Nun ist aus diesem Versprechen ein erstes Ergebnis geworden: Die Schule hat ihren ersten Jahrgang verabschiedet, und die wichtigste Nachricht steht gleich am Anfang: Niemand verlässt das Haus ohne Abschluss. 63 Prozent erzielten einen Mittleren Schulabschluss; aus dieser Gruppe erhielten sogar 60 Prozent die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.
19 Prozent meisterten den Erweiterten Ersten Schulabschluss (Hauptschulabschluss Klasse 10), 12 Prozent legten erfolgreich den Ersten Schulabschluss (Hauptschulabschluss Klasse 9) ab, und 6 Prozent der Klasse erhielten den Abschluss des Bildungsgangs Lernen. Bemerkenswert ist dieses Ergebnis auch deshalb, weil kein einziger der genannten Schüler*innen die Quinoa-Schule ursprünglich als Wunschschule auf dem Plan hatte.
Alle Absolventen kamen seinerzeit als Quereinsteiger von anderen Bildungshäusern der Stadt und mussten ab der 7. Klasse einen Neuanfang wagen. Das bedeutete, viele brachten schwierige Bildungserfahrungen mit und standen vor der Aufgabe, sich noch einmal als Schüler zu erfinden. Dass es vor diesem Hintergrund am Ende zu den angestrebten Abschlüssen gekommen ist, sagt viel über die Arbeit der Schule. Sie hat gehalten, was man sich von ihr versprach — und vielleicht sogar ein wenig mehr. Sie hat Chancen nicht nur angekündigt, sondern möglich gemacht.