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Der Verkehrsbereich Cranger Straße, Westring, Bahnhofsplatz, Funkenbergstraße und Baumstraße in Herne-Mitte wird großflächig umgebaut: Gestartet wird mit einer Sperrung der Funkenbergstraße (im Bild), die in zwei Teilabschnitten erfolgt.

Umbau und Sperrungen auf Straßen, Rad- und Gehwegen um den Bahnhof

In Herne-Mitte: Größte Baustelle seit der U-Bahn

Als nicht weniger als das „größte Verkehrsprojekt seit dem Bau der U-Bahn“ bezeichnet Stadtbaurat Stefan Thabe das geplante Vorhaben, welches für die nächsten zweieinhalb Jahre den Bereich in Herne-Mitte um den Bahnhofsplatz, zwischen Funkenberggelände und Cranger Straße, betreffen wird. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda richtet eine Vorwarnung an die Bürger: „Genießen Sie die Ruhe.“

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Was ist damit gemeint? Die Verkehrswende Herne-Mitte soll geschaffen werden, um ab Herbst 2027 rund 5.000 Personen (4.600 Studierende und 250 Beschäftigte) der neuen Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) von und zur HSPV zu bringen. Durch die angestrebte Dauer ist aber klar, dass die Studenten und Lehrkräfte in einem Umfeld mit zahlreichen Baustellen auf den Straßen starten werden.

Zweieinhalb Jahre statt neuneinhalb Jahre

Zweieinhalb Jahre mit insgesamt sechs Bauabschnitten, der erste startet am Montag, 20. Juli 2026, klingen erstmal schon einigermaßen lang. Aber: „Unter normalen Umständen dauert so eine Baustelle samt Vergabeverfahren neuneinhalb Jahre. Durch eine sorgfältige Planung und Absprache können wir die Zeit nun erheblich eindämmen“, erläutert der Dezernent, der damit einen sogenannten wettbewerblichen Dialog meint.

Die Kreuzung Westring/ Cranger Straße/ Bahnhofsplatz (im Hintergrund) ist ein zentraler Punkt in den Umbauplanungen.

Die Zeit drängt dennoch. Befragungen hätten ergeben, dass viele der HSPV-Personen mit dem Auto nach Herne kommen wollen, also nicht unbedingt die ÖPNV-Angebote nutzen werden. Zudem wird in absehbarer Zeit das geplante EschparkQuartier (halloherne berichtete) zusätzlich verkehrliche Belastungen mit sich bringen.

Viele Dinge gibt es in den Planungen zu berücksichtigen

Die Planungen hätten schon Mitte 2025 begonnen. Dabei galt es zahlreiche Dinge zu berücksichtigen: Kommen die Busse der HCR und der Bogestra überall, vor allem zur Cranger Kirmes, durch? Wo kann die Müllabfuhr von Entsorgung Herne fahren und halten? Können Rettungsdienst und Feuerwehr problemlos alle Stellen erreichen? Welche Umleitungsstrecken gibt es und wie sieht es dort mit Baustellen aus?

Thorsten Rupp, Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr, betont auf diese Fragen: „Auf sämtlichen Umleitungsstrecken wird es keine Baustellen geben. Ausnahmen kann es nur bei unvorhergesehenen Geschehnissen, wie Wasserrohrbrüchen, geben.“ Auch mit der Autobahn GmbH habe man sich abgesprochen.

24 Millionen Euro werden investiert

Stadtbaurat Stefan Thabe skizziert das Vorhaben, welches zusammen mit der Baufirma Eurovia realisiert wird: „Die Kosten liegen bei rund 24 Millionen Euro. Es werden 24.000 Quadratmeter Asphalt verbaut, 14.000 Quadratmeter Geh- und Radwege und 4.000 Quadratmeter Grünfläche. Zudem entstehen 2.700 Meter neue Radwege.“ Insgesamt soll es auch mehr Linksabbiegerspuren geben, zudem wird der Kreisverkehr verkehrssicherer gestaltet, da es hier zu einer Häufung an Unfällen gekommen sei. „Ich halte die geplanten Lösungen für sehr gut“, lobt er die Mitarbeiter des zuständigen Fachbereichs.

Der Kreisverkehr am Bahnhof wird umgebaut.

Eine Förderung für die Kosten sei bei der Bezirksregierung beantragt, man habe auch schon positive Signale erhalten, aber eben noch keine endgültige Bestätigung. Eine der Auflagen für eine Zusage seien aber beispielsweise neue Radwege, erklärt Thabe weiter. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ergänzt: „Einfach die Augen zu machen und die Situation vor Ort so lassen, wie sie ist, war für uns keine Alternative. Wir wollen eine moderne europäische Großstadt werden und müssen deshalb eine Stadt wie Herne verändern.“

Das sind die ersten Sperrungen und Umleitungen

Los geht es, wie oben genannt Mitte Juli, mit den Sperrungen und Umleitungen in der Funkenbergstraße, zunächst die Westseite, anschließend bis Mitte November 2026 die östliche Seite. Es folgte in zwei Teilabschnitten die Baumstraße bis Mitte Januar 2027. Hier werden sich Autofahrer aber auf eine große Umleitung über die Roonstraße, Horsthauser Straße, Vinckestraße und Schulstraße einstellen müssen.

Der nächste Abschnitt betrifft die Ostseite des Kreisverkehrs, bevor bis Mitte März 2027 die westliche Seite dicht ist. Die größte Vollsperrung betrifft den Bahnhofsplatz in der Zeit von Anfang März bis Mitte August 2027 - dann wenn die HSPV ungefähr starten soll. Die Verantwortlichen sind optimistisch, die zeitlichen Planungen einzuhalten, sofern kein extremer Wintereinbruch die Arbeiten in den kalten Monaten behindert. Im Anschluss folgen noch die Arbeiten am Westring und der Cranger Straße.

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Newsletter, Homepage und Sprechstunde

Wichtig ist der Verwaltung, aber auch der Firma Eurovia, die Anwohner, Gewerbetreibenden und die Öffentlichkeit einzubinden. Dazu gibt es die Möglichkeit, einen E-Mail Newsletter zu bestellen, Flyer werden verteilt und ausgehangen und eine Homepage unter www.herne.de/vehm liefert aktuelle Infos. Zudem gibt es am Baucontainer Cranger Straße eine wöchentliche Sprechstunde.

Die Straße Bahnhofsplatz wird nicht mehr mit einer leichten Kurve, sondern gerade verlaufen.
Dienstag, 7. Juli 2026 | Autor: Marcel Gruteser