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Käthe Ratajczak (Mitte) erhält von Hannah Fricke (re.) vom St. Josef-Hospital, die Kopfhörer für den Hörtest. Dr. Gero Lueg, Leitender Oberarzt der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation des Marien Hospital Herne begleitete den Hörtest.

Tag des Hörens am Marien Hospital

Hören bei Senioren in den Fokus gerückt

„Hast du gehört, was ich gesagt habe?“ – Besonders mit steigendem Alter hören Senioren diesen Satz häufig. Eine aktuelle Studie zeigt, dass zu wenig Senioren ein Hörgerät tragen, obwohl sie es bräuchten. Um darauf und auf die zahlreichen technischen Möglichkeiten im Bereich der Hörakustik hinzuweisen, gab es in der Tagesklinik für Altersmedizin des Marien Hospital Herne einen Aktionstag anlässlich des Tag des Hörens am Freitag (3.3.2023), heißt es in einer Mitteilung von Montag (13.3.2023).

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Ein interdisziplinäres Team aus Geriatern des Marien Hospital Herne, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten des St. Josef-Hospital und Hörakustikern testete das Hörvermögen bei Senioren und machte darauf aufmerksam, wie wichtig es ist ein Hörgerät zu nutzen.

Regelmäßige Überprüfung

Viele Patienten nahmen das Angebot in Anspruch und machten in der Tagesklinik einen Hörtest. Eine von ihnen war die 86-Jährige Käthe Ratajczak, die bereits ein Hörgerät trägt. Dieses lässt sie jedoch regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls neu einstellen. Beim Hörtest erhielt die Recklinghäuserin einen Kopfhörer und zeigte über einen Drücker an, ob sie ein Geräusch gehört hat.

Käthe Ratajczak ist jedoch eine Ausnahme – nur rund ein Drittel der über 80-Jährigen, die ein Hörgerät tragen müssten, tragen auch eines. „Dabei sind der Verlust der Hörfähigkeit und die Abnahme der kognitiven Fähigkeiten eng verbunden“, erklärt Prof. Dr. Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation des Marien Hospital Herne.

Viele bemerken einen Hörverlust nicht

Der Hörverlust kann darüber hinaus ein Faktor für die Entwicklung von Demenz oder Depression sowie die Begünstigung anderer geriatrischer Krankheitsbilder sein, mit denen ältere Menschen und somit auch die Patienten der Tagesklinik sich konfrontiert sehen. Da sich ein altersbedingter Hörverlust langsam und über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt, bemerken viele Senioren nicht, dass sie Hörvermögen verlieren.

„Das Tragen eines Hörgerätes und damit der Gewinn von akustischer Wahrnehmung kann ältere Menschen im Alltag unterstützen, ihnen neue Sicherheit und Lebensqualität bringen und einen positiven Einfluss auf andere Erkrankungen wie eine Demenz nehmen“, erklärt Dr. Gero Lueg, Leitender Oberarzt der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation, warum der Hörtest auch für Patienten der Tagesklinik so wichtig ist.

| Quelle: St. Elisabeth-Pressedienst