Tri Team Ruhrpott Herne trotzt der Hitze auf der Langstrecke
Höllentrip mit Rekordkulisse bei 'Düsseldorf 300'
Kein Wettkampf, kein Zeitdruck, aber eine extreme sportliche Herausforderung: Das Langstrecken-Rad-Event „Düsseldorf 300“ hat in diesem Jahr alle Rekorde gebrochen. Insgesamt 750 begeisterte Radsportler gingen gemeinsam an den Start, um die traditionsreiche 300-Kilometer-Strecke zu bezwingen – eine historische Höchstmarke für die Veranstaltung. Mitten im Rekordfeld: Dirk Kreß und Frank Zenzen vom Tri Team Ruhrpott Herne.
Der Startschuss fiel morgens um 6 Uhr bei noch angenehmen 22 Grad. Von Düsseldorf aus führte die Route die Athleten auf landschaftlich reizvollen, abgelegenen Wegen in Richtung Bergisches Land zur Bevertalsperre. Die erste Hälfte der Strecke forderte den Herner Triathleten alles ab: Rund 2.500 Höhenmeter, verteilt auf 14 knackige Anstiege, mussten auf den ersten 150 Kilometern überwunden werden.
Zwischenstopps an Tankstellen und Kiosken
Mit fortschreitender Dauer entwickelte sich das Event jedoch zu einer extremen Hitzeschlacht. Steigende Temperaturen zwangen die Fahrer zu zahlreichen logistischen Zwischenstopps an Tankstellen und Kiosken, um den enormen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Auf dem Rückweg führte die Strecke über den Rhein per Fähre nahe Monheim. Obwohl die Topografie auf der linksrheinischen Seite deutlich flacher ausfiel, machte die unerbittliche Sonne den Sportlern schwer zu schaffen. Aufgeheizter Asphalt verwandelte die Straßen in einen regelrechten Glutofen, der Mensch und Material an die absoluten Leistungsgrenzen brachte.
Bei Kilometer 240 hinterließ die extreme Hitze ihre Spuren: Aufgrund des totalen Energieverlusts entschieden sich Dirk Kreß und Frank Zenzen gemeinsam für eine „Abkürzung“ direkt nach Düsseldorf. Nach 262 Kilometern und einer reinen Fahrzeit von 11 Stunden und 30 Minuten erreichten die beiden Herner um 20 Uhr erschöpft, aber glücklich das Ziel.
Besonderes Erlebnis
Trotz einer Gesamtdauer von 14 Stunden auf den Beinen und einem echten „Höllentrip“ stand für die beiden Starter des Tri Team Ruhrpott Herne das gemeinsame Erlebnis und der Teamgeist im Vordergrund. „Düsseldorf 300“ hat einmal mehr bewiesen, dass der Sport vom Zusammenhalt und dem Bezwingen extremer Bedingungen lebt.