Herner EV - ECC Preussen Berlin 11:3

Eishockey Oberliga Nord 2:1,3:2,6:0

HEV-Preussen Berlin, 18.12.2016.
HEV-Preussen Berlin (Archiv-Foto). Foto: Rüdiger Ungebauer

Auch das zweite Aufeinandertreffen innerhalb von vier Tagen war am Ende eine klare Angelegenheit und der Herner EV gewann am 2. Weihnachstag (26.12.2017) am heimischen Gysenberg mit 11:3 gegen Preussen Berlin. Zwei Drittel lang konnten die Gäste aus der Bundeshauptstadt die Partie ergebnismäßig noch relativ offen halten, in den letzten zwanzig Minuten sorgte der HEV mit sechs weiteren Treffern aber für klare Verhältnisse. Neben dem häufigen Torjubel gab es in der 28. Minute für die Herner Fans noch etwas zusätzlich zu feiern, denn da wurde das Endergebnis vom 4:3-Heimsieg der Icefighters Leipzig gegen die Saale Bulls Halle an den Videowänden eingeblendet.

Damit überflügelten die Gysenberger die Saale Bulls wieder in der Tabelle, rückten auf Platz sieben hoch und haben nun einen Punkt Vorsprung auf das Team aus Sachsen-Anhalt. Auch die Hannover Indians auf Rang sechs sind mit zwei Punkten Vorsprung theoretisch noch in Reichweite. Von Beginn an nahm der HEV wie schon beim Hinspiel das Heft in die Hand und holte sich schnell die ersten Chancen heraus. Der erste Treffer fiel in der 8. Spielminute durch Marcus Marsall, der in Überzahl von der linken Seite traf und somit gleich das erste Powerplay erfolgreich nutzte. Die Gäste spielten dennoch munter mit und kamen in der 13. Minute ebenfalls in Überzahl zum Ausgleich. Dazwischen lagen allerdings noch einige Herner Chancen die ungenutzt blieben. Der HEV ging dennoch mit einer Führung in die erste Pause, denn Aaron McLeod konnte in der 17. Minute einen Abpraller nutzen und das 2:1 erzielen.

Uli Egen - neuer Trainer beim HEV.
Uli Egen - neuer Trainer beim HEV. Foto: HEV

Im zweiten Abschnitt erwies sich der Herner EV als etwas treffsicherer. Lois Spitzner aus spitzem Winkel sorgte in der 22. Minute für das 3:1 und sechs Minuten später erhöhte Sebastian Eickmann, erneut in Überzahl, im Nachschuss auf 4:1. Auch Christian Wendler bekam zwischendurch immer wieder etwas zu tun. So in der 32. Minute, als er mit einer tollen Rettungstat das Ergebnis (noch) hielt. Eine Minute später war er aber machtlos und musste beim 4:2 erneut hinter sich greifen. Für den dritten Herner Überzahltreffer an diesem Abend sorgte Marcus Marsall in der 38. Minute mit einem tollen Alleingang zum 5:2. Kurz zuvor hatte Aaron McLeod nur den Pfosten getroffen. Noch einmal verkürzten die Berliner kurz vor der zweiten Pause mit einem trockenen Schuss von Christopher Lijdsman in die kurze Ecke auf 5:3.

Im Schlussabschnitt machten die Grün-Weiß-Roten dann auch ergebnismäßig schnell alles klar. Innerhalb von vier Minuten erhöhten Danny Albrecht, Brad Snetsinger (wie schon in Berlin mit einem Unterzahltreffer) und Aaron McLeod auf 8:3. Zwischen der 51. und 54. Minuten fielen die drei letzten HEV-Treffer dann in noch kürzeren Abständen, wobei Marcus Marsall mit dem 9:3 und dem 11:3 sein Trefferkonto auf insgesamt vier Tore erhöhte. Das 10:3 war der dritte Treffer von Aaron McLeod. Tobias Esch wirkte nach seiner schweren Gesichtsverletzung das erste Mal wieder mit und auch bei Verteidiger Maik Klingsporn stehen nach seiner Knieverletzung die Chancen gut dass auch er in Kürze wieder dabei sein kann.

Am Donnerstag, 28.Dezember 2017 kommt es nun zum Showdown in der Oberliga Nord Hauptrunde. Dann muss der Herner EV um 20 Uhr bei den Tilburg Trappers antreten. Um den 7. Platz abzusichern müssen zwei Punkte her, ansonsten ist das Team von Uli Egen auf fremde Hilfe angewiesen und muss dabei nach Halle schauen, wo die Essener Moskitos antreten. Spannender könnte also ein letzter Spieltag einer Runde nicht sein.

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