Grüne zum Abschuss der Kanadagäns

Stellungnahme

Kanada-Gänse im Revierpark Gysenberg.
Wohin mit den Kanada- und Nilgänsen? Foto: Carola Quickels

Die Grüne Fraktion nimmt wie folgt Stellung zum Abschuss der Kanada- und Nilgänse: Eine Begrenzung der Populationen von Kanada- und Nilgänsen ist notwendig. Der Abschuss der Gänse ist aber keine geeignete Maßnahme.

  • Die Grünen unterstützen jede sinnvolle Maßnahme zur Kontrolle und Begrenzung der Populationen von Kanada- und Nilgänsen. Diese invasiven Tierarten verdrängen massiv einheimische Brutvögel. Aus Gründen des Artenschutzes muss hier eingegriffen werden.
  • Ein Abschießen der Gänse halten wir nicht für sinnvoll. Immerhin befinden wir uns im Siedlungsgebiet und der Bejagung sind damit enge Grenzen gesetzt. Aufgescheuchten Tiere kann nicht einfach hinterhergeschossen werden. Die Jagd ist eher für das freie Feld geeignet. Zudem werden bei dieser Art der Jagd viele Tiere verletzt und nicht direkt getötet. Auf freiem Feld werden die angeschossenen Tiere in der Regel aufgefunden und erlegt. In der Stadt ist das häufig nicht der Fall.
  • Sinnvoll erscheint uns eher der Austausch der Eier gegen Gipsattrappen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen hier, dass die Populationen gut kontrolliert werden können.
  • Der häufig vorgetragene Kostenvorteil der Jagd gegenüber dem Eieraustausch halten wir wenig überzeugend, da dieser nur eintritt, wenn eine große Anzahl der Tiere tatsächlich abgeschossen wird.
  • Grundsätzlich muss man aber auch anmerken, dass die explodierenden Populationen stark durch das Füttern der Tiere verursacht werden. Städtische Maßnahmen gegen die Gänse stehen erst am Ende einer langen Kette von Fehlentwicklungen. Die Stadt ist hier aufgefordert, das Fütterungsverbot strikter durchzusetzen.
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