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In mehreren Gebäuden auf dem Gelände des Gewerbegebiets Südstraße 48 soll eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW für 800 Personen entstehen. Bestandsgebäude werden genutzt, dazu ist ein Neubau vorgesehen.

Stellungnahme der Grünen Fraktion

Grüne begrüßen Entscheidung für die ZUE des Landes

In einer Stellungnahme von Freitag (13.2.2026) äußern sich die Mitglieder der Grünen Fraktion im Rat der Stadt Herne zu der geplanten Zentralen Unterbringungseinrichtung (halloherne berichtete) wie folgt: „Die neue Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes an der Südstraße steht für eine verantwortungsvolle Entlastung der Stadt und eine nachhaltige Weiterentwicklung eines seit Jahren brachliegenden Standorts. Wir bewerten die Entscheidung für eine Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes an der Südstraße ausdrücklich positiv.

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Für uns ist entscheidend, dass das Land aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt hat und nun auf eine feste, qualitativ bessere und nachhaltigere Lösung setzt. Statt provisorischer Zeltstrukturen entsteht eine Einrichtung mit bestehenden Gebäuden, medizinischer Versorgung, Freizeit und Sportmöglichkeiten sowie schulnahen Angeboten für Kinder.

Zugleich ist klar: Es handelt sich um eine Landeseinrichtung. Die Kosten für den Betrieb trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Die dort untergebrachten Menschen werden auf das Aufnahmekontingent der Stadt Herne angerechnet. Das sorgt für Planungssicherheit und entlastet den städtischen Haushalt.

Die Umnutzung eines seit Jahren leerstehenden Gebäudekomplexes ist aus grüner Sicht zudem städtebaulich sinnvoll. Bestehende Strukturen werden genutzt und weiterentwickelt, es erfolgt keine neue Versieglung unberührter Flächen."

Anna Schwabe, Co-Fraktionsvorsitzende, erklärt: „Wir stehen konsequent für echte Willkommenskultur ein. Dazu zählt für uns, dass die Unterbringung von Geflüchteten in menschenwürdigen Strukturen gesichert ist. Die Planung für die neue Unterkunft sieht hohe Standards hinsichtlich der medizinischen Versorgung, Freizeitflächen und Betreuung vor und hebt sich damit teils deutlich von vergangenen Lösungen ab. Das begrüßen wir ausdrücklich! “

Justus Lichau, Co-Fraktionsvorsitzender, ergänzt: „Ein weiterer Aspekt, der aus unserer Perspektive zwingend gegeben sein muss, ist die Zugänglichkeit der Unterkunft für die Flüchtlingsberatungsstellen. Zum Zeitpunkt des Einzugs in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) befinden die Menschen sich im Regelfall am Beginn ihres Asylverfahrens, sodass häufig erheblicher Unterstützungsbedarf besteht. Die Erfahrungen mit der Einrichtung an der Dorstener Str. zeigen: Es braucht klare Ansprechpartner*innen auf der Seite der Einrichtungsleitung, damit die Bewohner*innen diese Unterstützung konsequent in Anspruch nehmen können. Auch das gehört für uns zur Willkommenskultur!“

Abschließend heißt es in der Stellungnahme: „Die Grüne Fraktion wird die Errichtung der neuen Unterkunft somit positiv begleiten und zugleich im Blick behalten, dass neben den baulichen auch die weiteren Anforderungen an eine gute Unterkunft erfüllt werden.“

Freitag, 13. Februar 2026 | Quelle: Sebastian Smith / Die Grünen