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Fachkräfte schulen sich bei einer Fortbildung mit dem Kinderschutzparcours für den Kinderschutz. Im Bild (v.li.) Projektkoordinatorin „Kinderschutzparcours“ Gundis Jansen-Garz, Martina Göhring, Netzwerkkoordinatorin „Kinderschutz“, Anke Pietka, Schulsozialarbeiterin, Ilka Brambrink, „Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz NRW“.

Als erste Kommune in NRW Parcours entwickelt

Fachkräfte schulen sich im Kinderschutz

Die Stadt Herne verfügt, als erste Kommune in NRW, seit kurzem über einen eigenen Kinderschutzparcours. Für die Nutzung an Schulen ist eine Fortbildung des pädagogischen Personals erforderlich. Am Montag (27.5.2024) fand die erste Multiplikatoren-Schulung für Interessierte statt, die zukünftig zur Nutzung des Parcours fortbilden dürfen. Der Kinderschutzparcours thematisiert Kinderrechte, Gewalt, Wut, Macht, Nähe und Distanz, Gefühle und zeigt, wie und wo Kinder Hilfe erhalten können.

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Der Kauf des Kinderschutzparcours wurde durch das Netzwerk „Kinderschutz“ finanziert. Netzwerkkoordinatorin Martina Göhring weiß, wie wichtig das Thema ist: „Kinderschutz und Kinderrechte können nur zusammen gedacht werden. Kinder sind per se Träger eigener Rechte, diese müssen weder erworben noch verdient werden.“

Erwachsene sind in der Verantwortung

Besonders die Erwachsenen sieht sie hierbei in der Verantwortung, sich für die Rechte der Kleinen stark zu machen. „Kinder können ihre Rechte erst dann nutzen, wenn sie ihnen bekannt sind. So sind Kinder beispielsweise besser geschützt, wenn sie ihre Rechte kennen und auch an den Entscheidungen beteiligt werden, die sie betreffen.“

Der Kinderschutzparcours soll Kindern zwischen acht und zwölf Jahren ihre Rechte deutlich machen und aufzeigen, wie sie sich selber stärken können. Außerdem wird auf die Gefühlswelt eingegangen und auf gute und schlechte Geheimnisse. Auch Anlaufstellen, wenn Kinder Hilfe benötigen, werden besprochen.

Für die Fortbildung wurden beispielsweise Karten ausgelegt.

In kleinen Gruppen durchlaufen jeweils sechs bis acht Schüler die fünf Stationen und setzen sich gemeinsam mit dem geschulten Personal mit den Themen auseinander. Die Kinder erhalten alle wichtigsten Informationen in einem Heft, das gleichzeitig als Stempel-Sammelheft dient. Dort können sie ihren Fortschritt im Parcours notieren und verfolgen. Pro Station sind 20 bis 45 Minuten eingeplant.

Parcours stammt aus Thüringen

Als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen hat Herne einen eigenen Kinderschutzparcours angeschafft. Der Parcours stammt ursprünglich aus Thüringen, kann jedoch schon länger auch in NRW ausgeliehen werden. Die Idee, einen eigenen Parcours nach Herne zu holen hatte Schulsozialarbeiterin Anke Pietka. Gemeinsam mit Martina Göhring wurde der weitere Ablauf geplant. Göhring konnte die Lizenzen für Herne über das Netzwerk „Kinderschutz“ sichern.

Fünf Säulen gibt es.

„Das ist ein landesfinanziertes Projekt seit 2021. Die Stadt Herne ist jetzt der erste Träger, der einen eigenen Kinderschutzparcours hat“, erklärte Gundis Jansen-Garz, Projektkoordinatorin „Kinderschutzparcours“ von der „Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW“.

Durchführen können den Kinderschutzparcours alle Fachkräfte aus Schulen, offenen Ganztagsbetreuungen oder anderen Einrichtungen, die an der vorgesehenen Schulung teilgenommen haben. Die Fachkräfte werden bei der Fortbildung damit vertraut gemacht, den Kindern diese Themen angemessen nahe zu bringen. Die Multiplikatoren-Schulung legt den Fachkräften die Kompetenzen zur Durchführung dieser Fortbildung nahe. Da bei manchen Kindern im Zuge des Kinderschutzparcours sensible Themen aufkommen können, müssen die Fachkräfte auch für diesen Fall vorbereitet werden.

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Die Schulung ist für die Teilnehmenden kostenfrei, wie auch die anschließende Ausleihe und Nutzung an der eigenen Schule. Ab dem nächsten Jahr ist geplant, dass Teile des Parcours ebenfalls im Kita- Bereich eingesetzt werden können. Die Organisation wird durch eine Steuerungsgruppe übernommen.

Die Steuerungsgruppe des Kinderschutzparcours: (v.l.) Linda Lüdtke, Usch Zörnig, Paula Kleversaat, Martina Göhring, Anke Pietka und Janine Badey.
| Quelle: Jasmin Stüting / Stadt Herne
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