Erkältung vermeiden

AOK gibt Tipps

Ein gut funktionierendes Immunsystem ist die Grundlage, um Erkältungen abzuwehren. Aber auch eine gute Handhygiene ist wichtig
Ein gut funktionierendes Immunsystem wehrt Erkältungen ab. Gute Handhygiene ist wichtig. Foto: AOK

Die Nase läuft, Frösteln, Halskratzen und der Kopf tut weh - Erkältungsviren haben jetzt Hochsaison. Deshalb gibt die AOK NordWest Tipps, wie man möglichst gesund durch die kalte Jahreszeit 2020 kommt. Die Übertragung der Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch durch die sogenannte Tröpfcheninfektion. Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz gibt, mit einer gute Handhygiene und ausreichend Abstand kann der Körper geschützt werden.

Jörg Kock.
Jörg Kock. Foto: AOK/hfr

Keime lauern fast überall, wo andere Menschen angefasst haben: an Rolltreppen, auf Türgriffen, in Aufzügen, am Einkaufswagen - oder beim Händeschütteln. „Oftmals reicht es schon aus, sich unbewusst an Mund, Nase oder Augen zu fassen. So können die Erreger über die Schleimhäute in unseren Körper eindringen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Regelmäßig Hände waschen

Erkältungs-Viren fliegen beim Niesen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometer sehr weit und landen auf vielen neuen‚Kontaktstellen. Enger Kontakt erleichtert die Übertragung der Erreger. Bei großen Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen, haben die Viren ein leichtes Spiel. Auch wenn sich ein Kontakt mit Krankheitserregern nicht immer ganz vermeiden lässt: Regelmäßiges und gründliches Hände waschen hilft, die Erreger abzuspülen und auf ein Minimum zu reduzieren. Das Händewaschen sollte hautschonend mit pH-neutraler Seife durchgeführt werden. Als Faustregel für die Dauer gelten 20 Sekunden Waschzeit. Am besten die Hände nach jedem Körperkontakt mit bereits Erkrankten waschen, nach Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln, nach dem Nach-Hause-kommen, vor jeder Mahlzeit, natürlich nach jedem Toilettengang – und ruhig auch mal zwischendurch.

Für unterwegs gibt es auch handliche Desinfektions-Lösungen oder -tücher. Je fitter das eigene Immunsystem ist, umso mehr hat der Körper den Erregern entgegenzusetzen. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden, um an die frische Luft zu kommen. Es ist wichtig, zweckmäßig und warm angezogen nach draußen zu gehen. Die Zwiebel-Methode ist dabei sehr praktisch, weil man dadurch schnell auf innere oder äußere Temperaturveränderungen reagieren kann. Kalte Füße oder nasse Kleidung sollte es möglichst nicht geben, denn beide sind eine Herausforderung für das Immunsystem und können das Sprungbrett für eine Erkältung sein.

Immunsystem stärken

Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie viel Flüssigkeit stärken das Immunsystem. Regelmäßige Saunagänge und Wechselduschen wirken gleichzeitig fördernd und entspannend auf den Körper. In geschlossenen und geheizten Räumen steigt die Menge an Erregern in der Luft stark an. Auch wenn regelmäßig gelüftet wird, ist die Raumluft häufig sehr trocken. Die Schleimhäute trocknen im Nasen-Rachen-Bereich aus und bieten Viren und Bakterien die Möglichkeit, sich zu vermehren. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält auch die Schleimhäute feucht. Zum Beispiel in Form von Wasser oder heißen Tees, verdünnten Fruchtsäften. Alkohol ist dagegen keine so gute Idee. Er belastet die körpereigene Abwehr zusätzlich durch seine Wirkung auf das Immunsystem und das Temperaturempfinden. „Wen es am Ende dann doch erwischt hat, der kann dafür sorgen, möglichst wenig andere anzustecken: Also direkten Kontakt vermeiden, Abstand halten, Hände waschen. Und wenn’s nicht besser wird: zu Hause bleiben und sich auskurieren“, empfiehlt Kock. mehr Infos AKO-Homepage.

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