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Blaulicht (Archivfoto).

Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidiums Bochum

Erfolgreicher Durchsuchungseinsatz

Witten, Herne, Herdecke. In einem seit Monaten verdeckt geführten Ermittlungsverfahren des Bochumer Rauschgiftkommissariats und der Bochumer Staatsanwaltschaft wurden am Donnerstag (29.9.2022) mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

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Erfolgreich durchsucht wurden von den Ermittlern ab 8 Uhr insgesamt neun Objekte in Witten (7), Herne (1) und Herdecke (1). Die Beamten fanden unter anderem mehrere Kilogramm Kokain, Marihuana, Amphetamine, Ecstasy, Steroide und Potenzmittel. Auch zwei Pistolen und Bargeld wurden sichergestellt.

Zu den genauen Mengen können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Ebenfalls gefunden wurden gefälschte Impfpässe und dazugehöriges Equipment.

In einer der Wittener Wohnungen stießen die Ermittler darüber hinaus auf eine große Menge von rechtsextremistischen Propagandamaterialien wie CDs und T-Shirts. Die Ermittlungen hierzu werden durch den Bochumer Staatsschutz geführt.

Die vier Tatverdächtigen sind im Alter zwischen 19 Jahren und 77 Jahren. Der Hauptverdächtige (49 Jahre) wurde aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Witten festgenommen und der Untersuchungshaft zugeführt.

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Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

| Quelle: Polizei Bochum

Wunschkarten hängen in der Paracelsus-Apotheke

Weihnachtswunschbaum für Senioren

Wunschbaumaktion für Senioren in der Paracelsus-Apotheke in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Herne und der WAZ: (v.li.) Marc Opitz (Ludwig-Steil-Haus), Mechthild Greifenberg (Caritasverband Herne) und Heike Sibbel (Paracelsus-Apotheke) hoffen, dass alle Weihnachtskarten vom Baum geholt werden.

Senioren mit kleinen, gar nicht teuren Geschenken etwas Gutes tun und ihnen ein schönes Weihnachtsfest bescheren: Das ist möglich durch den Weihnachtswunschbaum, der in der Paracelsus-Apotheke in Wanne an der Gerichtsstraße steht. Bei der gemeinsamen Aktion der Paracelsus-Apotheke, des Caritasverbandes Herne und der WAZ, einem Titel der Funke Mediengruppe, ist der riesige bunte Weihnachtsbaum mit 85 Wunschkarten von Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Ludwig-Steil-Haus im Evangelischen Johanneswerk geschmückt. In der Zeit von Freitag (25.11.2022) bis Dienstag, 13. Dezember 2022, sind Herner Bürger eingeladen, eine Karte vom Baum zu nehmen und einen Wunsch zu erfüllen. Die Geschenke können bis Abgabedatum – in einer Geschenktüte verpackt und mit der zugehörigen Wunschkarte versehen – in der Apotheke abgegeben werden. Bewohner des Ludwig-Steil-Hauses haben ihre Wünsche im Wert von jeweils 20 Euro auf die Karten geschrieben. Die bunte Palette reicht von Kuscheldecken über Pflegeprodukte, einen Wetzstein, warme Handschuhe und Schals bis zur Modell-Straßenbahn. Für die Beteiligten ist die Aktion ein Zeichen der Solidarität in einer schwierigen Zeit, denn der Krieg in der Ukraine, die Klimaveränderung und Corona belasten viele Menschen. „Gerade Menschen im höheren Alter machen sich Gedanken um ihre Angehörigen. Da ist eine solche Aktion eine gute Gelegenheit, schöne Erlebnisse und Kindheitserinnerungen ins Gedächtnis zu rufen“, berichtet Marc Opitz, Leiter vom Ludwig-Steil-Haus. „Die Resonanz war in den vergangenen Jahren immer riesig. Auch zum Start wurden bereits die ersten Karten vom Baum geholt. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann vorbeikommen und Karten vom Baum nehmen“, berichtet Apothekerin Heike Sibbel. 2021 waren die Karten schnell verteilt. „Wir hoffen natürlich, dass auch in diesem Jahr keine Karten übrigbleiben und viele Menschen in Herne Freude daran haben, einen Wunsch der Senioren zu erfüllen“, sagt Mechthild Greifenberg, Sozialarbeiterin beim Caritasverband Herne.

Areal soll beim 5-Standorte-Programm zentrale Rolle spielen

Planungen für Blumenthal-Gelände

Das Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal.

Als Teil des 5-Standorte-Programms, das vom Ausstieg aus der Kohleverstromung betroffene Städte und Kreise unterstützt, sollen in Herne verschiedene Projekte gefördert werden (halloherne berichtete). Eine wichtige Rolle in der Herner Strategie spielt hierbei die ehemalige Bergwerksfläche General Blumenthal. Wie genau die Strategie aussieht, stellten die städtischen Akteure bei einem Pressegespräch am Freitag (25.11.2022) vor. Geplant sei für das Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal eine ganzheitlich integrierte Entwicklungsstrategie. „Das 5-Standorte-Programm ist ohne Klippen nicht zu bewältigen. Wir hoffen, dass wir für unsere Ideen bezüglich der Fläche des Areals Blumenthal eine Förderung aus dem Programm erhalten können", berichtete Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. „Der Strukturstärkungsrat tagt am Donnerstag, 15. Dezember 2022, erstmals in Herne und wir wollen Blumenthal dort platzieren." Weiter führte Dudda aus: „Wir hoffen, dass wir dort einen Start beginnen können. Jedoch, und das ist mir wichtig zu betonen, ist der Kommunale Entwicklungsrat gerade dabei, seine Stellungnahme zu Ende zu bringen. Diese ist ein wichtiger Faktor und wird Berücksichtigung finden." Dr. Svenja Rebsch, Leiterin des Projektbüros für das 5-Standorte-Programm bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne (Herne.Business), erläuterte die Komplexität des Programms. „Es ist ein sehr komplexes Verfahren. Zunächst mussten wir unsere Projektskizze einreichen. Nach der Prüfung kommt sie nun in den Strukturstärkungsrat und wird dort diskutiert." Der Strukturstärkungsrat sei aktiv an der Projektqualifizierung und an der Auswahl beteiligt. Nach einer eingängigen Prüfung werde dann im besten Fall eine Förderempfehlung ausgesprochen. Die Stadt möchte für den ersten Schritt eine Förderung in Höhe von 3,5 Millionen Euro beantragen. „Damit wollen wir personelle Kapazitäten schaffen", so Dirk Drenk, Geschäftsführer von Herne.Business. „Unser Ziel ist es, dass ganz am Ende eine Entwicklungsstrategie steht. Dadurch können wir dann die Gesamtkosten für den Umbau, den Zeitplan und die Beschäftigungseffekte erfahren." Der neue Arbeitstitel für das Areal Blumenthal laute nun Techno Ruhr International. „Wir planen eine ganzheitliche integrierte Entwicklungsstrategie. Wir denken größer und schauen zusätzlich noch auf die Fläche des ehemaligen Kraftwerks Shamrock und dem brachliegenden Heitkamp-Gelände", so Stadtrat Karlheinz Friedrichs. Weiter führte er aus: „Im nächsten Jahr wollen wir dazu einen Rahmenplan ausarbeiten, weiterhin soll eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden, die unter anderem den Artenschutz, die Natur, das Mikroklima und die Verkehrssituation berücksichtigen soll. Dazu setzen wir außerdem auf eine große Öffentlichkeitsbeteiligung." Mit dem geplanten Projekt sollen circa 3.900 bis 5.400 Arbeitsplätze geschaffen werden, die Stadtreparatur und außerdem der Wunsch, die grünste Region der Welt zu werden, vorangebracht werden. Geplant sei die Entstehung eines Ortes, der lebens- und liebenswert sei. Um dies aber alles zukünftig realisieren zu können, müsse eine eigene Entwicklungsgesellschaft gegründet und das Grundstück von der Ruhrkohle AG (RAG) erworben werden. „Noch ist es im Besitz der RAG. Wir sind in Gesprächen über den Verkauf, warten aber noch auf den richtigen Zeitpunkt", erläuterte Stadtdirektor und Kämmerer Dr. Hans Werner Klee. Denn zunächst muss die RAG das sogenannte Abschlussbetriebsverfahren vollziehen. Dieses Verfahren ist nötig, wenn man eine ehemalige Bergbaufläche für eine Folgenutzung aufbereiten will. „Wir erwarten, dass das Verfahren Mitte 2023 abgeschlossen ist und die RAG das Grundstück entlassen kann. Danach werden wir mit der RAG über den Verkauf verhandeln", so OB Dr. Dudda. „Vorher müssen wir aber wissen, was auf dem Grundstück los ist, dazu sollen dann zunächst die Förderungen dienen." All das ist aber vorläufig noch Zukunftsmusik. Zunächst müsse personelle Kompetenz aufgebaut, die Grundlage für zukünftige Nutzung und Beschäftigungseffekte im Detail, Schätzung der Entwicklungskosten, Schaffung von Baurecht und die bauliche Umsetzung geschaffen werden. Damit aber überhaupt mit den Planungen begonnen werden könne, muss die Projektidee erstmal vom Strukturstärkungsrat abgesegnet werden. Danach könne man mit der Beantragung der Förderung den ersten Baustein zur Erschließung des Areals umsetzen.

Büchlein haben eine Auflage von je 1.000 Stück

Eigene Pixi-Bücher des Emschertalmuseums

Das Schloss Strünkede und das Heimatmuseum Unser Fritz haben jeweils ein eigenes Pixi-Buch.

Schloss Strünkede und das Heimatmuseum Unser Fritz haben jeweils ein eigenes Pixi-Buch. In Kooperation mit dem Carlsen- Verlag ermöglichte es der Deutsche Museumsbund den teilnehmenden Museen, ihre Häuser zum Schauplatz einer spannenden Geschichte zu machen Die Büchlein in einer Auflage von je 1.000 Stück sind zum Preis von 0,99 Euro ab sofort in den Häusern des Emschertal-Museums an der Kasse erhältlich. „Die Geschichte ist für alle Museen gleich, einige Seiten wurden in Zusammenarbeit mit dem Emschertal-Museum personalisiert“, so Andrea Prislan bei der Vorstellung der limitierten Auflage mit dem Titel „Lola und Leonardo im Museum“. Individualisiert sind auch die Namen der Museumsmitarbeitenden im Buch: Mustafa und Angelika sind nicht nur im Buch, sondern auch in den jeweiligen Museen anzutreffen. Auf der Grundlage von Fotos wurden Ausstellungsräume und besondere Exponate von Zeichnern des Verlags in das Buch eingebracht.

Selbstgebastelter Weihnachtsschmuck am Robert-Brauner-Platz

160 Kita-Kinder schmücken Tannenbäume

160 Kinder aus elf Kitas schmücken am Robert-Brauner-Platz mehrere Tannenbäume: Mit dabei war auch Elionor (vorne).

Viel Trubel und Aufgeregtheit war am Freitagvormittag (25.11.2022) bei Sonnenschein am Robert-Brauner-Platz zu vernehmen. Dort hatten sich rund 160 Kinder aus elf Kitas und Kindergärten samt ihren Erziehern versammelt. Der Grund dafür war aus alter Tradition heraus ein ganz besonderer: Alle Kinder hatten selbstgebastelten Weihnachtsschmuck mitgebracht. Pünktlich um 11 Uhr hieß: Die Deko kann starten. Malen, Ausschneiden, Falten, Zusammenkleben – die kreativen Techniken und Ideen waren in diesem Jahr besonders vielfältig. Flink machten sich die kleinen Kinder nach dem Startschuss an die Arbeit. Die Freude ließ sich an den Gesichtern der Kleinsten rund um die Tannenbäume ablesen. Manche kamen selbst an die Tannenzweige, andere ließen sich von den Erziehern helfen oder wurden kurzerhand einfach hochgehoben, um dann viele bunte Sterne, Kreise, die einlaminiert waren, und weitere Anhänger aus Holz anzubringen. Die kleine Elionor freut sich im Gespräch mit halloherne besonders: „Das ist schön, dass wir das hier dran hängen dürfen. Jetzt sehen die Tannenbäume viel besser aus.“ Zur Tannenbaumlandschaft gehören wie in den Vorjahren auch die Krippenfiguren des Essener Künstlers Roger Löcherbach. „Diese Aktion hat schon Tradition und das macht sie so besonders. Das hier ist ein kleiner und familiärer Weihnachtsmarkt und durch den eigenen Weihnachtsschmuck wird alles noch viel persönlicher“, freut sich auch Tina Dzierla, die zuständige Projektleiterin beim Stadtmarketing Herne, über das gemeinsame Schmücken. „Jedes Jahr sind wir fasziniert, dass die Kinder komplett neue Ideen für die Deko haben. Mit diesem süßen Termin läutet man auch immer die Weihnachtszeit ein, daher sind wir alle sehr froh, dass es wieder funktioniert hat und die Kinder so toll mitgemacht haben. Hier bleiben auch die Passanten stehen und schauen zu“, erläutert Dzierla gegenüber halloherne. „So fühlt man sich auch immer selbst ein bisschen in die Kindheit zurückversetzt.“ So viele Kinder wie 2022 hätten sich zuletzt vor vier Jahren beteiligt, merkte Dzierla noch an. Allzu lange dürfe man aber nicht warten, wenn die Kinder langsam am Robert-Brauner-Platz eintrudeln würden. „Sie sind dann alle aufgeregt und wollen am liebsten direkt loslegen“, schildert die Projektleiterin vom Stadtmarketing. Nach knapp zehn Minuten waren dann auch alle Sterne und die weiteren Dekoartikel an den Bäumen. Als Belohnung für die Arbeit gab es für alle Kinder Kakao oder Kinderpunsch sowie eine süße Überraschung von der Crêpes Lounge, bevor es langsam wieder zurück in die Kitas ging. Die beteiligten Kindergärten bzw. Kindertageseinrichtungen:

Vorläufige Vereinbarung für Gelände an der Hunbergstraße

Waterkotte plant Neubau von Hallen

Unterzeichnung einer "Exklusivitätsvereinbarung" für ein Gelände an der Hunbergstraße: (v.li.) Marcell Jansen-Wallraven (Bereichsleiter Vertrieb und Service Waterkotte), OB Dr. Frank Dudda, Thomas Wazynski (Geschäftsführer Waterkotte) und Kadir Karabulut (Bereichsleiter Vertrieb und Service Waterkotte).

Noch ist es nur eine sogenannte "Exklusivitätsvereinbarung" für eine Fläche an der Hunbergstraße, die Vertreter der Firma Waterkotte am Donnerstag (24.11.2022) zusammen mit Hernes OB Dr. Frank Dudda im Rathaus unterzeichneten. Bis Ende Januar 2023 soll dann ein Kaufvertrag stehen. Die Firma, die an der Gewerkenstraße sitzt und die erdgebundene Wärmepumpe erfunden hat, plant neue Produktions- sowie Logistikhallen und ein Bürogebäude, da die bisherigen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen. Wärmepumpen haben in den vergangenen Jahren eine erhöhte Nachfrage in Bezug auf Gebäudeheizungen erhalten - diese Nachfrage wurde durch den russischen Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Problemen der Gas- und Energiekrise nochmal vergrößert. Da die Verantwortlichen von Waterkotte mit einem weiter steigenden Interesse rechnen - aktuell habe das Unternehmen ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent jährlich - müssen größere Produktionshallen her. In Zusammenarbeit mit der Stadt Herne wurde dafür die Fläche in der Nähe vom Technischen Hilfswerk (THW) ins Auge gefasst. Diese ist rund 44.000 Quadratmeter groß und frei. Bis Ende Januar hat Waterkotte bzw. der schwedische Mutterkonzern NIBE nun noch Zeit, Gutachten einzuholen, das Unterfangen zu prüfen sowie rechtliche Fragen zu klären, da es an der Börse notiert ist. Die Stadt bereitet in dieser Zeit den Kaufvertrag für das Gelände, welches sich in ihrer Hand befindet, vor. Beide Parteien sind zuversichtlich, dass es zu einem Abschluss kommt. So könnten dann zügig die Bagger rollen und ab 2025 bereits an diesem Standort bis zu 20.000 Wärmepumpen pro Jahr produziert werden - aktuell sind es rund 4.000. Als Alleinstellungsmerkmal in der NIBE-Gruppe hätte der Herner Standort dann die Produktion von Wärmepumpen mit 50 kW. „Das Thema Wärmepumpe ist in aller Munde, daher stoßen wir am bisherigen Standort langsam an unsere Grenzen. Wir wollen aber auf Linienfertigung umstellen und jedes Jahr rund 25 neue Mitarbeiter einstellen. Dafür brauchen wir neuen Platz“, fasst Thomas Wazynski, Geschäftsführer der Waterkotte GmbH, zusammen. Aktuell habe das Unternehmen rund 140 Mitarbeiter, das mittelfristige Ziel wären 300. Auch deshalb soll hier ausgebildet werden, zudem werden weiter Fachkräfte gesucht - die „Hochleveln!“-Kampagne der Stadt (halloherne berichtete) kann dabei helfen. Frank Dudda sieht in der Vergrößerung der Produktionsstätte eine Menge Potenzial. „Das ist ein Meilenstein für die industrielle Unternehmenslandschaft in Herne. In einem solchen zukunftsträchtigen Bereich bin ich überzeugt, dass das ein gutes Engagement ist“, sagt der Oberbürgermeister. „Die Firma ist hier schon beheimatet – das neue Vorhaben zeigt, dass man Herne als Standort ernst nimmt.“ So sei auch das Wechselspiel zwischen Forschung und Anwendung gegeben – Dudda erinnert hier an die Möglichkeiten mit dem Forschungsverbund ruhrvalley (halloherne berichtete und berichtete). Die Investitionssumme sei noch nicht bekannt, es ist aber mindestens von einer stattlichen zweistelligen Millionensumme auszugehen. „Mitten im Ruhrgebiet diese Zukunftsindustrie anzusiedeln ist etwas ganz Besonderes – im kleineren Umfang ist uns das schon mit dem Werk von Tropos Motors (mittlerweile Cenntro Motors, Anm. d. Red.) gelungen“, freut sich Dudda. „Uns gefällt der neue Standort auch sehr, da er fußläufig vom bisherigen entfernt ist. Dort wollen wir das alte Gebäude weiter als Akademie- und Ausbildungsstandort nutzen“, erläutert Marcell Jansen-Wallraven, Bereichsleiter für Vertrieb und Service bei Waterkotte. „Uns war es auch wichtig in Herne zu bleiben, damit alle Mitarbeiter mitkommen können.“

Heimatmuseum lädt zur Zeitreise ein

Zurück in die 80er-Jahre

Die Kuratoren haben allerhand Schätze der 80er zusammengestellt.

„Wir wollen mit dieser Ausstellung jenseits der ganzen 80er-Jahre-Erinnerungsshows einen realistischeren Blick auf das Jahrzehnt werfen. Denn die ganzen Fernsehshows haben ein völlig falsches Bild des Jahrzehnts vermittelt. Es war nicht alles klasse. Die 80er waren ebenso geprägt von wirtschaftlichen Problemen, der Tschernobyl-Katastrophe, Aids sowie den Ostermärschen", berichtet der Historiker und Kurator Ralf Piorr anlässlich der neuen Ausstellung – „Immer wieder aufstehn - Die neue Stadt Herne 1980 -1989“ – im Heimatmuseum 'Unser Fritz', die am Donnerstag, 24. November 2022, um 19 Uhr eröffnet wird. Die Ausstellung spiegelt die wichtigsten Ereignisse des Jahrzehnts und der Geschichte der Stadt wider. „Herne hatte damals mit der wirtschaftlichen Rezension zu kämpfen. Eigentlich wurden in dieser Zeit nur zwei wichtige strukturelle Dinge vorangebracht: Der Logistikpark Friedrich der Große und die damalige Einkaufspassage I-Punkt an der Bahnhofstraße", so Piorr. Weiter führt er aus: „Arbeitslosigkeit war ein großes Thema in Herne, besonders bei den jungen Menschen. Die Zahl der Jugendarbeitslosen im Jahr 1987 lag bei 23 Prozent." So finden sich in der Ausstellung auch Werke aus der Fotoserie 'Brockenhaus' des Fotojournalisten und halloherne-Mitbegründer Wolfgang Quickels (2014 verstorben) wieder. Er begleitete zwischen 1983/84 arbeitslose Jugendliche, die mit einem uralten Ford-Transit unterwegs waren, um alte Möbel aus Haushaltsauflösungen einzusammeln und diese aufgearbeitet weiterzugeben. Ferner zeigen die Verantwortlichen Ausschnitte aus der siebenteiligen Serie Hans im Glück, die in Herne spielte und 1983 im ZDF ausgestrahlt wurde. Im Mittelpunkt der Serie standen auch hier die Jugendarbeitslosigkeit und das damalige Lebensgefühl im Ruhrgebiet. „Die Serie wurde überwiegend mit Laiendarstellern realisiert. Hauptdrehort war die Emscherstraße. Die Serie sorgte für viele Diskussionen. Es wurde unter anderem die Darstellung Hernes kritisiert", so der Journalist und Filmemacher Peter Hesse, der Ralf Piorr bei der Ausstellung mit seiner Expertise unterstützt. Zudem wird in der Ausstellung auch die Hausbesetzerszene von 1981 und der Umgang der Stadt mit jenen Jugendlichen thematisiert. Dazu findet sich auf den zwei Ausstellungsebenen alles, was den Zeitgeist der 80er-Jahre einfängt. So gibt es beispielsweise einen Bereich, in dem alte Schätze das Herz von Zeitzeugen höherschlagen lassen. 80er-Jahre-Fans werden hier sicher bei dem einen oder anderen Schätzchen fündig: Eine Alf-Figur, Teile des Kultautos Opel Manta, der gute alte Gettoblaster oder auch Rollschuhe werden den ein oder anderen Besucher in Erinnerungen schwelgen lassen. Das, gepaart mit historischen Fakten, bringt sicherlich auch jüngeren Besuchern das Lebensgefühl dieses Jahrzehntes näher. Im Hof des Heimatmuseums erwartet die Besucher ein 'Panic-Room' in einer kleinen Hütte. „Hier zeigen wir einen Film, in dem die düsteren Aspekte des Jahrzehnts dargestellt werden", so Hesse. Da es bei solchen Jahrzehnten-Ausstellungen ja immer etwas gibt, was Besucher vermissen könnten oder sich noch gewünscht hätten zu sehen, haben sich die Kuratoren etwas Besonderes ausgedacht. „Wir haben Postkarten, die die Besucher mit Verbesserungswünschen beschriften und in einen Briefkasten einwerfen können. Diesen Briefkasten durften wir uns im Übrigen von der Restaurationswerkstatt Bochum für die Dauer der Ausstellung ausleihen", berichtete Piorr. Zur Ausstellung gibt es noch einen 104-seitigen Katalog, in dem die Chronik einer Stadt erzählt wird. Wer nun Lust bekommen hat, seine Erinnerungen an die 80er-Jahre aufzufrischen: Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, 26. Februar 2023. Sie kann immer zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene 1,50 und für Kinder ab sechs Jahren 0,50 Euro.

Stadtbibliothek möchte mit Spenden helfen

Weihnachtswunschbaum für Kinder und Tiere

Weihnachtswunschbaumaktion der Stadtbibliothek Herne für Kinder sowie Tiere.

Die Stadtbibliothek baut in diesem Jahr zum zweiten Mal den „Wunschweihnachtsbaum“ auf, teilte sie am Dienstag (22.11.2022) mit. Start der Wohltätigkeitsaktion ist Montag, 28. November 2022. Auch in diesem Jahr möchte die Stadtbibliothek Herne Kinderaugen zum Leuchten bringen und Tieren helfen. Daher bittet sie Bürger um Spenden. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne hat die Stadtbibliothek Wünsche von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus der Region gesammelt. Die Wünsche sind ganz unterschiedlich und mit einem Budget von maximal 30 Euro oder weniger erfüllbar. Interessierte finden die Wunschkarten an den Weihnachtsbäumen im Foyer der Stadtbibliothek Herne-Mitte, Willi-Pohlmann-Platz 1. Auch in der Stadtbibliothek Herne-Wanne, Wanner Straße 21, liegen die Karten aus. Es können eine oder mehrere Wunschkarten vom Baum genommen werden. Spendende werden gebeten, den entsprechenden Wunsch zu kaufen, als Geschenk zu verpacken und in der Stadtbibliothek Herne-Mitte oder Herne-Wanne bis Samstag, 10. Dezember 2022, abzugeben. Wichtig ist, dass die Wunschkarte gut sichtbar am jeweiligen Geschenk angebracht wird, damit der Wunsch das passende Kind erreicht. Auch die tierischen Bewohner des Tierschutzvereins Herne-Wanne sollen nicht leer ausgehen. Von Futter über Spielzeuge und Leinen bis hin zu Einstreu – vieles wird dringend im Tierheim Herne-Wanne benötigt und kann als Wunsch von einem der Weihnachtsbäume in Herne-Mitte oder Herne-Wanne entnommen werden. Die Spendenden werden gebeten, den ausgesuchten Wunsch des Tieres zu kaufen und ihn bis Dienstag, 20. Dezember 2022, in der Stadtbibliothek Herne-Mitte oder Herne-Wanne abzugeben. Sowohl die Sachspenden für Kinder und Jugendliche als auch für Tiere können ausschließlich innerhalb der regulären Öffnungszeiten der Stadtbibliothek abgegeben werden. Insbesondere die Präsente für die Kinder und Jugendlichen sollten rechtzeitig abgegeben werden, damit diese auch am Heiligabend die Kinder erreichen. Sachspenden für das Tierheim Herne-Wanne nimmt die Stadtbibliothek auch noch bis Freitag, 30. Dezember 2022, entgegen. Alle Spenden kommen dem jeweiligen Kind und den Tieren des Tierheims Herne-Wanne zugute und werden von Mitarbeitenden der Stadtbibliothek oder dem Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne überreicht. Passend zur Weihnachtswunschbaum-Aktion erscheint auch das neuste Abenteuer der Maskottchen „Herni“, „Wannda“ und „Julius“ als Comic. Der Comic ist kostenlos in der Stadtbibliothek Herne-Mitte und Herne-Wanne oder im Tierheim Herne-Wanne ab Dezember erhältlich. Die Stadtbibliothek Herne freut sich über eine rege Beteiligung des Herzensprojekts und wünscht eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Die Stadtbibliothek Herne bedankt sich bei allen Unterstützenden. Rückfragen und Anliegen können unter Tel 0 23 23 / 16 - 28 03 oder per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de gestellt werden.

Werke werden im Rathaus gezeigt

Jahresausstellung des HKB

Die Künstler des HKB zeigen ihre Werke.

Seit 2008 ist die Jahresausstellung des Herner Künstlerbundes (HKB) im Herner Rathaus eine feste Größe. Sie musste nur einmal, im Jahr 2020, coronabedingt ausfallen. Die aktuelle Jahresausstellung wird am Freitag, 25. November 2022, um 17 Uhr im Herner Rathaus, Friedrich-Ebert-Platz 6, eröffnet. In 54 Werken zeigen 20 Künstler einen repräsentativen Querschnitt ihres Schaffens des vergangenen Jahres. Auf zwei Rathausetagen präsentiert der HKB eine breite Palette ganz unterschiedlicher Werke, Portraits, Landschaften, Stillleben, Fotografien, grafische Arbeiten, reliefartige Collagen, abstrakte, plastische und textile Arbeiten, Ansichten der Industriekultur. Dabei bedienen sich die Künstler ganz verschiedener Techniken beziehungsweise Materialien wie Öl und Acryl, Filzpappe, Mischtechniken, Bleistift, Graphit und Pastell, Collagen, Wolle und Baumrinden. Die Ausstellung ist von Freitag, 25. November 2022, bis Freitag, 27. Januar 2023, zu den Öffnungszeiten des Rathauses, Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, zu sehen.