'Energiesparen macht Schule'

Trotz Pandemie lernen die Kinder weiter den richtigen Umgang

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"Energiesparen macht Schule": Projektupdate nach dem Corona-Jahr mit (v.li.) Schuldezernent Andreas Merkendorf, Bettina Baron vom e&u Energiebüro, Peter Wiedeholz vom Immobilienmanagement der Stadt, Kämmerer Hans Werner Klee und der Schulleiter vom Otto-Hahn-Gymnasium, Dennis Robertz. Foto: Marcel Gruteser

Wie kann man in Schulen mit einfachen Mitteln etwas für den Klimaschutz tun? Das lernen Kinder in Herne nun schon seit neun Jahren durch das Projekt "Energiesparen macht Schule". Das fängt schon in der Kita an, wird in der Grundschule fortgesetzt und auch an den weiterführenden Schulen weiter gelehrt.

Durch Corona und Lockdown stand vor allem richtiges Lüften im Vordergrund. „Durch die Pandemie hat sich der Schwerpunkt mehr auf den pädagogischen Aspekt verschoben“, sagte Stadtdirektor Hans Werner Klee beim Pressegespräch am Montag (20.9.2021). „Wir haben nun 27 Schulen und 19 Kitas dabei und wir sind froh, dass wir damit bereits 2012 angefangen haben.“

Eigentlich werden auch Prämien für besonders energiesparende Schulen verteilt. Doch im Corona-Jahr richtet sich das eher nach den pädagogischen vermittelten Inhalten. Für das Jahr 2020 gibt es 40.000 Euro, die je nach Aufwand gedeckelt verteilt werden.

Stoßlüften bringt etwas

Wichtig sei, Energie sparen und pädagogische Effekte zu verknüpfen. „Natürlich ging durch das Lüften viel Energie buchstäblich durchs Fenster. Jedoch gilt es, Ansporn zu liefern und Vorbild zu sein, den Kindern diesen Beitrag zum Klimaschutz näher zu bringen“, sagte Klee. Dazu ergänzte Bettina Baron vom e&u Energiebüro: „Stoßlüften bringt etwas, wenn danach die Fenster wieder geschlossen werden.“

Themenbild Energie, Wärme und Strom sparen.
Wie man gut Energie sparen kann, lernen die Kinder in der Kita, in der Grundschule und den weiterführenden Schulen. Foto: Pixabay

Dennis Robertz, Schulleiter am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG), erklärte, dass dies sich mittlerweile bei Schülern und Lehrern eingespielt hätte und kaum noch Wecker oder Ähnliches gestellt werden müssten, um nach 20 Minuten zu reagieren. Ralph Stenzel, Lehrer am OHG und zuständig für das Projekt, sagte: „Dinge, die eigentlich bekannt sind, müssen ständig wieder ins Gedächtnis gerufen werden. Man merkt aber, dass die Schüler ein großes Interesse an diesen Themen haben. Ich freue mich auf die nächste Phase.“

Praktische Beispiele

Schuldezernent Andreas Merkendorf zählte praktische Beispiele für Nachhaltigkeit und besonderes Augenmerk wie ein Tauschregal, Energiedetektive und eine Fahrradwerkstatt auf, die als kleine und größere Projekte an verschiedenen Schulen bereits den Sinn hinter der Aktion verdeutlichen. Die Rückmeldungen der Schulen seien durchweg positiv. Auch seine Tochter hätte schon während der Grundschulzeit ihre Eltern ständig daran erinnert, Energie zu sparen.

Peter Wiedeholz vom Immobilienmanagement der Stadt berichtete, dass mittlerweile rund drei Viertel des Projekts aus pädagogischen Aspekten bestehen würde. „Durch Corona war auch kein direktes Kommunizieren möglich. Es ist aber wichtig, dass die Inhalte trotz Kita- sowie Schüler- und Lehrerwechsel in den verschiedenen Einrichtungen weiter besprochen werden.“

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