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Die Gelsenkirchener Schriftstellerin Inge Meyer-Dietrich ist Trägerin des Literaturpreises Ruhr.

Drei Literaturtipps: Wie wahr - Dem Himmel sei Dank

Dienst an Büchern

Winterzeit ist Lesezeit. Wenn dann noch Corona pandemisch in Erscheinung tritt, ist dies noch ein Grund mehr, mal wieder ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Im Folgenden seien Arbeiten von zwei Trägern des Literaturpreises Ruhr vorgestellt, dem Bochumer Autor und Bibliothekar Hugo Ernst Käufer (2002) und der Gelsenkirchener Schriftstellerin Inge Meyer-Dietrich (1995), sowie die Verschriftung des Lebenswerkes des Sauerländers Wolfgang Thiele „Der Himmel ist unter uns“.

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Hugo Ernst Käufer, gebürtiger Wittener vom Jahrgang 1927, ist mit der Literatur im Ruhrgebiet auf dreifache Weise eng verbunden: Zum einen ist er als Autor über sechs Jahrzehnte hinweg mit einer Vielzahl an Publikationen präsent. Von 1954 bis 1965 in Wanne-Eickel lebend und aus nächster Nähe 1963 den damals vorbildlichen und wegweisenden Neubau der Bibliothek dortselbst beobachtend hat Käufer zum anderen als Organisator einen prägenden Einfluss auf die Literaturlandschaft Ruhrgebiet gehabt.

Große Bedeutung für das Ruhrgebiet

Seine Gründung der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen 1967 war für die Entwicklung der Literatur im Ruhrgebiet von großer Bedeutung. Nicht wenigen damals noch unbekannten Autoren wurde hier ein Forum geboten, das einige auf ihrem Weg zur Professionalisierung nutzen konnten, der Herner Volker W. Degener zum Beispiel. Mit verschiedenen Co-Herausgebern hat Käufer mit den „Sie schreiben in … -Bänden“ Übersichten über die aktuelle Literaturlandschaft in unserer Region erarbeitet. Sein Engagement in der nach Liselotte und Walter Rauner benannten Stiftung galt der Förderung von schreibendem „Nachwuchs“.

Zum dritten hat der begnadete Aphorismen-Schreiber als Bibliothekar dazu beigetragen, Bibliotheken als Orte des lebenslangen Lernens und der sozialen Begegnung auszugestalten. Dabei hat er in dieser Tätigkeit stets auch die Möglichkeit gesehen, Produzenten und Rezipienten der Literatur miteinander ins Gespräch zu bringen. Sein Engagement als Autor, Organisator und Bibliothekar bildet daher eine Einheit. Insbesondere der Organisator, der Literatur-Manager Hugo Ernst Käufer hat einen bleibenden Platz in der Geschichte der Literatur im Ruhrgebiet.

Herausgeber gebürtig aus Röhlinghausen

Der Band „Für das Paradies gibt es keinen Berechtigungsschein“, Ende Dezember 2021 im Bielefelder Aisthesis-Verlag erschienen, ermöglicht zusammen mit den vorangegangenen vier Bänden der Werkausgabe nicht nur einen Überblick über das literarische Schaffen, sondern auch über seine wegweisende Arbeit als Bibliothekar. Diesen historischen Wert Käufers, der 2014 im Münsterland verstarb, festzuhalten und sorgsam dokumentiert zu haben, ist ein nicht zu unterschätzender Verdienst des Herausgebers Dr. Joachim Wittkowski, einem gebürtigen Röhlinghausener. Viel Fleiß und Engagement des Lehrbeauftragten der Ruhr-Uni Bochum, promovierten Germanisten und Gymnasiallehrers waren dazu erforderlich: Sozusagen Literaturfreunde unter sich.

Der gebürtige Röhlinghausener Dr. Joachim Wittkowski hat den Käufer-Band „Für das Paradies…“ herausgegeben.

Am 28. August 2006 starb Wolfgang Thiele im Alter von nur 57 Jahren. Thiele war derjenige, der den „Himmel unter uns“, unter unseren Füßen, 1994 in Südwestfalen entdeckt hat. Fast zwei Jahrzehnte seines Lebens hat er diesem Thema gewidmet. Sein Name wird immer mit dieser außergewöhnlichen Entdeckung verbunden sein: Mittels 237 ältester Kirchorte des alten südlichen Westfalens (Kölnisches Westfalen) wurde ein System von siebzehn Sternbildern und hellen Einzelsternen auf dem Erdboden nachgezeichnet, das sich als nördlicher Sternenhimmel erwies.

Alle Sternbilder nachgewiesen

Angefangen vom Löwen, über Jungfrau und Waage, über Bärenhüter, den Großen und Kleinen Wagen, bis hin zum Drachen sind alle wichtigen Sternbilder des Nordhimmels mittels der Standorte von frühen Kirchen (Nachfolgerinnen neolithischer Kultstätten) nachgewiesen. Die Sternbilder des gefundenen Bodensystems stehen untereinander nicht beliebig. Sie stehen auf dem Boden so, wie sie grundsätzlich zu allen Zeiten am Himmel zueinanderstehen.

Dieses Abbild des Himmels – viele Tausende von Quadratkilometern groß – wurde mittels offizieller topographischer Karten vermessen. Mit den ermittelten Daten ließen sich die wichtigsten Achsen und Himmelsmarken (z. B. alle Horizontmarken, Himmelsäquator, nördlicher und südlicher Himmelspol) errechnen, vorhersagen und auf dem Boden finden. So konnte dieser Bodenhimmel positioniert und datiert werden, und zwar auf das Kernjahr 2800 v. Chr. (neolithische Zeit).

Viel Enthusiasmus und Ausdauer

Es ist ein ganz besonders zu würdigendes Unterfangen des Bottroper Verlags Henselowsky Boschmann, dieses einzigartige Lebenswerk um eine herausragende Entdeckung in unseren Breitengraden als Buch veröffentlicht zu haben. Denn Thiele und sein Privatforschungsverbündeter Herbert Knorr waren zeitlich wie mental mit viel Enthusiasmus und Ausdauer engagiert.

So richtig zum Schmökern lädt das „Lesebuch Inge Meyer-Dietrich“ ein. In der Reihe „Nylands kleine westfälische Bibliothek“ im Bielefelder Aisthesis-Verlag erschienen, enthält dieses Büchlein auf 155 Seiten in Auszügen Werke dieser vielfach ausgezeichneten 77-Jährigen. Was wirklich beeindruckend ist: Die Exzerpte aus den Romanen „Leben und Träume der Mimi H.“ und „Eisengarn“. Meyer-Dietrich versteht es in einem ganz unprätentiöser Erzählstil, dennoch packend und mit viel Empathie die Sorgen und Nöte, Hoffnungen und Träume einer Generation zu schildern, die zwei Kriege mitmachen musste – ein Zeitpanorama, das nachdenklich macht.

Namen und Verlage

Wolfgang Thiele & Herbert Knorr: Der Himmel ist unter uns. Die faszinierende Entdeckung des ersten Weltwunders zwischen Rhein und Weser, Lippe, Ruhr und Main 600 Seiten · 2. Auflage gebunden · mit vielen Fotos, 24,80 Euro, ISBN 3-922750-48-6

Hugo Ernst Käufer: Für das Paradies gibt es keinen Berechtigungsschein. Gedichte, Aphorismen und Notate. Essays Interview 2007-2014 Hrsg. Joachim Wittkowski. Aisthesis Verlag Bielefeld 2021

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Lesebuch Inge Meyer-Dietrich, Nylands kleine westfälische Bibliothek, Aisthesis Verlag Bielefeld 2020.

| Quelle: Sabine Herrmann

Sparkasse zu Selbstbedienungsstandorte

Angepasste nächtliche Öffnungszeiten

Die Filiale in Holsterhausen ist seit dem 1.1.2022 geschlossen, der SB-Foyer schließt zum 16.10.2022.

Die Herner Sparkasse reagiert auf die gegenwärtigen Anforderungen zum Energiesparen und teilt in einer Pressemitteilung von Freitag (30.9.2022) mit, dass das bislang übergangsweise weiterbetriebene SB-Foyer der ehemaligen Geschäftsstelle Holthausen nach einer Übergangszeit - wie angekündigt - geschlossen wird. Nach Abstimmung mit dem Vermieter des Standortes betreibt die Sparkasse ihre SB-Technik an diesem Standort daher nur noch bis Sonntag, 16. Oktober 2022, weiter. Die nächstgelegenen Selbstbedienungsgeräte hält die Sparkasse für ihre Kunden in der Geschäftsstelle Sodingen vor. In der Mont-Cenis-Straße 267a bietet die Herner Sparkasse darüber hinaus auch umfassende Serviceangebote und eine persönliche und individuelle Beratung vor Ort. Neben verschiedenen Maßnahmen wie der Absenkung der Raumtemperatur in den Räumen des Kreditinstituts schränkt die Sparkasse künftig nachts auch die Öffnungszeiten ihrer Selbstbedienungsstandorte an weniger frequentierten Standorten ein. Aus diesem Grunde schließt die Geschäftsstelle Röhlinghausen den Zugang zu den Selbstbedienungsgeräten ab Anfang Oktober zwischen 0:00 und 5:30 Uhr und schaltet die vorgehaltene SB-Technik in diesem Zeitraum ab. Auch die beiden SB-Standorte Elpes Hof und Wanne-Nord schließen künftig im selben Zeitraum in der Nacht. In den Geschäftsstellen Horsthausen und Holsterhausen wird diese Regelung für den nächtlichen Zugang zu den Selbstbedienungsgeräten bereits seit eineinhalb Jahren umgesetzt. Die SB-Foyers der Hauptstelle, der Niederlassung Wanne sowie der Geschäftsstellen Sodingen, City und Eickel hält die Sparkasse aufgrund einer höheren nächtlichen Kundenfrequenz weiterhin durchgehend geöffnet. Gleiches gilt für den SB-Standort am Bahnhof. Allerdings wird an diesen Standorten in der Zeit von 0:00 und 5:30 Uhr ein Teil der SB-Geräte ausgeschaltet. Neben der Einsparung von Energie für Geräte, Beleuchtung und Heizung kommt die Sparkasse damit auch gestiegenen Sicherheitsanforderungen nach. Aufgrund der Zunahme von Geldautomaten-Sprengungen bei Nachbarsparkassen folgt die Herner Sparkasse mit den Nachtschließungen damit zusätzlich auch den Empfehlungen des Landeskriminalamtes sowie des Versicherers. Bereits angekündigt war, dass das bislang übergangsweise weiterbetriebene SB-Foyer der ehemaligen Geschäftsstelle Holthausen nach einer Übergangszeit geschlossen wird. Nach Abstimmung mit dem Vermieter des Standortes betreibt die Sparkasse ihre SB-Technik an diesem Standort daher nur noch bis zum 16.10.2022 weiter. Die nächstgelegenen Selbstbedienungsgeräte hält die Sparkasse für ihre Kunden in der Geschäftsstelle Sodingen vor. In der Mont-Cenis-Straße 267a bietet die Herner Sparkasse darüber hinaus auch umfassende Serviceangebote und eine persönliche und individuelle Beratung vor Ort.

1,67 Millionen Unterstützung vom Bund

Förderung des Wasserstoff-Netzwerkes

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird das Wasserstoff-Netzwerk in den kommenden Jahren mit bis zu 1,67 Millionen Euro fördern.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird das Wasserstoff-Netzwerk, dem alle 53 Kommunen in der Metropole angehören, in den kommenden Jahren mit bis zu 1,67 Millionen Euro fördern. Das Netzwerk soll den interkommunalen Austausch über aktuelle Entwicklungen zu Wasserstoff-Themen in der Metropole Ruhr fördern, um gemeinsame infrastrukturelle Voraussetzungen schaffen zu können. Ein IT-Tool soll eingerichtet werden, mit dem die bereits erreichte Treibhausgasminderung sichtbar gemacht und geplante Minderungsstrategien simuliert werden können. Darüber hinaus sei eine Beratung der Kommunen zum Einsatz von grünem Wasserstoff geplant. Für die Koordination des Netzwerkes wurde ein Förderantrag als Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative gestellt. Den Eigenmittelanteil wird der Regionalverband Ruhr (RVR) über die Wasserstoff-Koordinierungsstelle (HyMR) beisteuern. Der RVR übernehme das Netzwerkmanagement. „Mit der großen Bereitschaft der Kommunen im Klimaschutznetzwerk Wasserstoff mitzuwirken, macht die Metropole Ruhr deutlich, dass das Ziel Klimaneutralität nur zusammen gelingen kann“, betont RVR- Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. „Mit Hilfe der Bundesmittel werden wir die industrielle und klimafreundliche Erneuerung unserer Region gemeinsam vorantreiben.“ Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne und zugleich Vorsitzender der RVR- Verbandsversammlung erklärt: „Für Herne wird Frau Dr. Rebsch als Bereichsleitung des 5-StandorteProgramms Herne am Klimaschutznetzwerk Wasserstoff mitwirken, um das Thema Wasserstoff mit Herner Projekten aus dem 5-StandorteProgramm zu verknüpfen.“ Um die im Klimaschutzgesetz verankerte Klimaneutralität im Jahre 2045 zu erreichen, sei es erforderlich, dass alle Sektoren von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umrüsten. Dem Einsatz von grünem Wasserstoff komme dabei vor allem in der Industrie eine Schlüsselrolle zu. Die RVR-Verbandsversammlung habe daher Ende letzten Jahres beschlossen, eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff in der Metropole Ruhr (HYMR) einzurichten. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiere und fördere die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas-emissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen

we-house ist noch Baustelle

Verschenkeladen in Sodingen

Das we-house-Team vom Verschenkeladen.

In das we-house, dem ehemaligen Sodinger Hochbunker am Kurt-Edelhagen-Platz, sind mittlerweile fast alle Bewohner eingezogen. Rund 50 Menschen - von schwanger bis zu 65 Jahren - wohnen nun im Oktober 2022 in den 25 Wohnungen und fühlen sich hinter den dicken Wänden eigentlich pudelwohl. Ja, eigentlich! Denn der Bunker gleicht an vielen Stellen immer noch einer Baustelle. Aber das Miteinander in dem gemeinschaftlichen Wohnprojekt funktioniert und so lässt sich das Leben mit dem Gerüst, der unvollständigen Fassade und der Baustelle im Treppenhaus besser aushalten. Gemeinsam und nachhaltig, das sind zwei Adjektive, die den (Bunker-) Menschen wichtig sind. Darum ist ein Aspekt des Zusammenlebens auch, dass nicht jeder alles besitzen muss, sondern das gegenseitige Ausleihen wird groß geschrieben. So hat jeder von ihnen seine Dinge gesichtet und das, was nicht benötigt, wird nun in dem Verschenkeladen angeboten. Der befindet sich auf der andern Straßenseite des Bunkers, Mont-Cenis-Straße 313, und hat seit Sonntag (18.9.2022) geöffnet. Jutta Büschkes, eine Bewohnerin, sagt gegenüber halloherne: „Wir haben die Öffnungszeiten unseres kleinen Lädchens der Galerie vis-à-vis angepasst und wechseln uns mit dem Ladendienst ab.“ Mittwochs und sonntags kann nun jeder in der Zeit von 15 bis 18 Uhr erst 'Kunst gucken' und dann shoppen oder andersherum. Gegen eine Spende wechseln dann die Gegenstände ihren Besitzer. Das ist erstmal bis Ende des Jahres möglich, da der Laden in dem (Bunker-) Baubüro untergebracht ist, dessen Räume bis Ende des Jahres angemietet sind. Wenn denn der Bunker einmal komplett fertig und die Baustelle verschwunden sein sollte, dann könne sich die Gemeinschaft eine kleine Tauschecke im Erdgeschoss vorstellen. Auf jeden Fall kommt in das Erdgeschoss aber ein Bistro mit einem Bio-Angebot und einem günstigen Mittagstisch - für die Bewohner, aber auch für die Sodinger. Zudem könne sich die Gemeinschaft vorstellen, dass das Bistro als Begegnungsstätte für die Bewohner und die Nachbarschaft fungiert und sich hier ein kleine Kulturprogramm etabliert. Dazu wird noch ein Pächter gesucht, der das Bistro zwar in Eigenverantwortung - aber in Absprache mit der Hausgemeinschaft - führt. Wer sich vorstellen könnte, das Bistro zu führen, der kann sich bei Alex Timm, we-house Herne GmbH & Co. KG, Mont-Cenis-Straße 294, 44627 Herne, oder aber auch per Tel 02323 3689 363 melden.

Erstes Netzwerktreffen des Projektes 'Herner Brücke'

Gemeinsam Suchterkrankten helfen

Das Projekt 'Herner Brücke' will Hilfsangebote vernetzen. Projektleiter Dr. Florian Ternes (10.v.l) und Stefanie Thomczyk (12.v.l.) freuen sich über den Start.

Menschen, die an einer Suchterkrankung leiden oder kurz davorstehen, in eine Abhängigkeit zu fallen, benötigen Unterstützung und Hilfestellung. Jedoch ist es für viele schwer, den Weg ins Hilfesystem zu finden, da eine Suchterkrankung oftmals immer noch mit einer Stigmatisierung verbunden ist. Das Projekt „Herner Brücke“, welches die unterschiedlichen Herner Sozial- und Gesundheitshilfen miteinander vernetzen will, setzt genau hier an. Die Akteure möchten Betroffenen und Angehörigen, die ihrerseits den Weg ins Hilfesystem noch nicht gefunden haben, einen niederschwelligen Zugang zu Hilfsangeboten bieten. Am Freitag (30.9.2022) fand das erste Netzwerktreffen, der 16 beteiligten Partner statt. Im Anschluss dran präsentierten die Akteure ihr Ziele und Planungen. „Der Ursprung des Projektes liegt im Jahr 2019. Die Stadt Herne hat beschlossen, das bestehende Suchthilfe-Angebot zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren noch besser zu gestalten", berichtete Projektleiter, Dr. Florian Ternes. Die derzeitigen Netzwerkpartner bestehen aus der Arbeiterwohlfahrt, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Bürger-Selbsthilfe-Zentrum Herne, dem Caritasverband Herne, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Herne, der Gesellschaft freie Sozialarbeit, der Jugend,-Konflikt-und Drogenberatung, der Kadesch gGmbh, dem Kommunalen Integrationszentrum, Nachbarn e.V., der wewole Stiftung, dem Zeppelin-Zentrum/Kirchenkreis Herne und den Fachbereichen der Stadt Herne für Gesundheitsmanagement, dem Fachbereich Soziales und Kinder-Jugend-Familie. Dr. Florian Ternes: „Mit dem Projekt möchten wir einen niederschwelligen Zugang zum Hilfssystem ermöglichen. Es soll im Kern, um die Beratung und Vermittlung von Hilfe gehen. Dazu beschäftigen wir uns mit den Fragen: Wie finden Menschen Zugang zu den Suchthilfesystemen und wie kann die gesundheitliche sowie soziale Versorgung auf kommunaler Ebene durch ganzheitliche Hilfeprozesse verbessert werden?" Das Projekt sei zunächst für zwei Jahre angelegt und in zwei Phasen untergliedert. Die erste Phase sei bereits gestartet. Hierbei gehe es zunächst um die Planung und Theorie. Ab Anfang 2023 soll es dann in die praktische Phase gehen. Es wird durch das Ministerium Arbeit, Gesundheit, Soziales des Landes NRW als Teil des Aktionsplans gegen Sucht NRW gefördert. Dazu soll unter anderem im Februar 2023 eine App an den Start gehen, die Betroffenen und Angehörigen dabei helfen soll, das passende Hilfsangebot zu finden, das in einfacher Sprache verfasst sein wird. Die Menschen finden hier passgenau zu ihrer Suchterkrankung ein Angebot. Außerdem möchten die Akteure Handlungsempfehlungen entwickeln, wie man mit schwierigen Situationen wie Rückfällen, Therapieabbruch oder auch Gewalt umgehen kann. Stefanie Thomczyk, Mitarbeiterin des Projekts „Herner Brücke“: „Heute ist ein ganz tolles Datum. Ich freue mich sehr über das Projekt mit den vielen tollen beteiligten Akteuren. Mit der Herner Brücke wollen wir uns direkt an die Menschen richten. Keiner soll Hemmungen haben, sich an uns zu wenden. Ähnlich sah es auch Kristin Pfotenhauer, Geschäftsführerin der Kadesch gGmbH und Jugend-, Konflikt- und Drogenberatung. Ihr ist die Vernetzung der einzelnen Stellen wichtig. „Der Austausch mit den einzelnen Hilfsangeboten ist wichtig. Deshalb finde ich dieses Projekt so großartig." Claudia Bartsch vom Soziotherapeutischen Zentrum Heyermanns Hof des ASB: „Die enge Zusammenarbeit bietet eine tolle Hilfestellung für betroffene Menschen und kann auch ein stückweit entstigmatisierend wirken." Pia Plattner vom Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Herne sprach gegenüber halloherne von der Bedeutung des Netzwerkes für Suchterkrankte. „Es gibt immer noch Menschen, die den Weg ins Hilfesystem nicht finden. Deshalb ist es so maßgebend, dass diese Vernetzung stattfindet. Denn jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, Hilfe zu bekommen. Daher ist es toll, dass wir mit dem Projekt Hand in Hand arbeiten."

Bier, Brezel, Weißwurst, Tracht und Co. in der City

Oktoberfest im Wirtshaus Herne

Ein Prosit auf die Gemütlichkeit: Das Herner Wirtshaus veranstaltet am 1. Oktober 2022 sein eigenes Oktoberfest.

„O'zapft is!“ heißt es nicht nur ab Samstag, 17. September 2022, in der bayerischen Landeshauptstadt München, wenn die 187. Wiesn eröffnet werden. Auch Herne kann Oktoberfest. Daher lädt das Herner Wirtshaus in den Neuen Höfen Herne am Robert-Brauner-Platz die Ruhrpott-Bajuwaren am Samstag, 1. Oktober 2022, ab 17 Uhr ein. Der Eintritt ist frei - das freut den Geldbeutel. Die Gäste erwartet bayerische Festzeltstimmung samt DJ und Tanzfläche - ein Prosit der Gemütlichkeit ist hier nahezu garantiert. Aus den Zapfhähnen läuft literweise das Löwenbräu Oktoberfestbier, um die durstigen Teilzeit-Bayern zu versorgen. Zur deftigen Stärkung gibt es allerhand Kulinarisches aus dem Süden der Republik: Brezel, Weißwurst, Haxen oder Kaiserschmarrn stehen an diesem Abend auf der Wirtshaus-Speisekarte. Denn jeder weiß: Auf leeren Magen trinkt (und feiert) es sich nicht besonders gut. Natürlich ist auch die Trachtenmode mit feschen Dirndln, karierten Hemden und den Lederhosen sehr gerne gesehen. „Es ist aber kein Muss“, stellt die Wirtshaus-Geschäftsführerin Britta Rommel klar und öffnet somit auch für modisch anders gekleidete Besucher gerne die Türen. Dementsprechend steht einem Abend mit Schunkeln, Singen und gegenseitig Zuprosten nichts im Wege - so kann man sich die rund 650 Kilometer bis zum Original auf der Münchner Theresienwiese sparen.

Bildungskonferenz 2022

'Kultur bildet'

In der städtischen Musikschule trafen sich Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Institutionen zur Konferenz.

Unter dem Motto „Kultur bildet!“ fand am Mittwoch, 28. September 2022, die Bildungskonferenz 2022 statt. In der städtischen Musikschule trafen sich Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Institutionen zur Konferenz. Der Hausherr der Musikschule, Christian Ribbe, begrüßte die Teilnehmenden und übergab das Wort an Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, der eine Videobotschaft geschickt hatte. Dudda unterstrich den Wert, den die Kultur für die Bildung hat. „Insbesondere in den Schulen gewinnt kulturelle Bildung immer mehr an Bedeutung. Denn gerade nach der Pandemie haben wir festgestellt: Die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen sind noch weiter auseinandergedriftet. Damit diese Schere nicht noch weiter aufgeht, kann kulturelle Bildung Schüler in ihrer sozio-emotionalen Entwicklung zu unterstützen.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzte das Stadtoberhaupt: „Wir glauben, dass Kultur, Architektur und Datenorientierung Motoren einer guten zukünftigen Stadtentwicklung sein werden. Von daher kann man nicht früh genug dafür ein Bewusstsein wecken.“ Als nächstes richtete Andrea Christoph-Martini, Schulamtsdirektorin, das Wort an die Anwesenden. „Heute reden wir über kulturelle Bildung, die kein unwichtiger Appendix ist, sondern entscheidender Faktor für gelingende Lebens- und Bildungsbiografien. Davon bin ich, nicht allein aus meiner eigenen Biografie heraus, überzeugt.“ Schul- und Kulturdezernent Andreas Merkendorf freute sich darüber, dass die Bildungskonferenz wieder stattfinden konnte. „Wir haben alle gemeinsam eine große Aufgabe zu stemmen, damit kulturelle Bildung wieder in Fahrt kommt. Ich freue mich, dass gerade die drei Fachbereiche Schule, Kultur und Kinder, Jugend und Familie in dieser herausfordernden Zeit mit knappen Ressourcen in den letzten Monaten viele tolle Dinge auf die Beine gestellt haben." Simone Hoberg von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW gab einen Impulsvortrag mit dem Titel „Das Potential der kulturellen Bildung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum?“ und eröffnete die erste Workshop-Runde. Mit einer Podiumsdiskussion und einem Ausblick auf die nächsten Monate und Jahre ging die Bildungskonferenz zu Ende.

Laubzeit

Die Entsorgung informiert

Laubentsorgung in Herten.

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter sich verfärben, bereiten sich die Straßenbäume auf ihren „Winterurlaub“ vor. Spätestens wenn die ersten Herbstböen an den Ästen rütteln, fällt die bunte Pracht auf Straßen und Gehwege und das große Fegen geht los... Darum informiert die Entsorgung Herne in einer Pressemitteilung vom Mittwoch (28.9.2022) welche Regeln für wen gültig sind. Die Pflicht zur Gehwegreinigung für Grundstückseigentümer, die in der Straßenreinigungssatzung geregelt wird, gilt auch für die Laubbeseitigung. Mindestens einmal in der Woche, bei Bedarf auch häufiger, ist der Blättersegen aufzunehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wind die herbstliche Pracht aus dem eigenen Vorgarten, von den Straßenbäumen oder aus dem Nachbargarten auf den Gehweg vor dem Grundstück geweht hat. Entsorgung Herne hilft bei der Reinigungspflicht mit dem Aufstellen von Laubbehältern. Am 21. September wurde mit der Aufstellung begonnen. Im letzten Jahr standen 440 Laubbehälter in Straßen mit hoher Baumdichte. In diesem Herbst werden noch mehr Behälter für Straßenlaub an neuen Standorten dazukommen. Die Laubgefäße haben ein Volumen von 1.100 L und dienen ausschließlich der Aufnahme von Straßenlaub. Übrigens: Der Laubbehälter, der vor einem Grundstück steht, darf selbstverständlich auch von allen anderen Nachbarinnen und Nachbarn aus der Umgebung benutzt werden! Auf keinen Fall darf das Laub in die Straßenrinne gefegt werden. Das kann zu Verstopfung der Gullys führen. Jeder Laubbehälter wird zweimal in der Woche geleert. Dazu werden zwei Müllwagen auf Tour geschickt. Etwa acht Wochen lang bleiben die Laubbehälter in den Revieren. Rund 2000 Tonnen Straßenlaub werden jährlich in Herne eingesammelt und einer Firma zur Verwertung übergeben. Laub aus Gärten sowie Strauch-und Grünschnitt darf nicht über Behälter für Straßenlaub entsorgt werden. Die Blätterpracht kann genauso wie das andere Grüngut aus dem eigenen Garten in die Biotonne gegeben werden. Bei Grundstücken, die nicht an die Biotonne angeschlossen sind, gehört das Laub in die Restmülltonne. Bei Laubanfall auf großen Grundstücken bietet Entsorgung Herne Container für Garten- und Parkabfälle in verschiedenen Größen gegen Entgelt an. Auch bei den kostenlosen Gartenabfallaktionen im Oktober und November kann man das Grüngut zur Verwertung abgegeben. So gelangt es in den Kreislauf der Natur zurück. Etwa 30 bis 35 Tonnen Laub werden täglich von den Teams der Straßenreinigung mit großen und kleinen Kehrmaschinen von den Straßen aufgenommen. Die Zahl der wöchentlichen Reinigungen ist unterschiedlich: Zwischen einer Reinigung in der Woche in reinen Wohnstraßen bis zu sieben Reinigungen in der Woche in den Fußgängerzonen in Herne und Wanne. Weil es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer geht, hat die Laubbeseitigung immer Vorrang vor der üblichen Straßenreinigung, d. h. der „gewohnte“ Reinigungstag kann sich in der „Laubzeit“ verschieben.

Spielstadt 2022

Hier geben die Kinder den Ton

Bibi Buntstrumpf lädt zur Spielstadt 2022 ein.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) von Dienstag, 4., bis Samstag, 17. Oktober 2022, in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, den 6.10.22 wird gewählt, Bürgermeister*in Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.