Die LINKE zum Black Friday

Stellungnahme

Die NRW LINKE nimmt zu dem Black Friday- Aktion wie folgt Stellung: „Am 29. November ist Black Friday, am Montag darauf steht der Cyber Monday an. Stationäre und Online-Händler locken rund um diese beiden Tage mit Sonderangeboten und Rabatten, US-Internetgigant Amazon wirbt in diesem Jahr sogar erstmals mit einer ganzen Black Friday-Woche in Deutschland. Während sich mehr als die Hälfte der NRW-Bevölkerung in diesem Monat über ein 13. Monatsgehalt freuen konnte, wissen 1,16 Millionen Hartz IV-Empfänger nicht einmal, wie sie die Kosten des alltäglichen Lebens stemmen sollen oder ob sie sich in diesem Jahr einen Weihnachtsbaum werden leisten können.

Mehr als eine halbe Million Kinder und Jugendliche in NRW leben mit ihren Familien in prekären Lebensverhältnissen. Der von den Händlern aufgebaute Konsumdruck rund um Black Friday und Cyber Monday ist für sie höchst problematisch: Können sie ihm nicht standhalten, erfahren sie häufig soziale Ausgrenzung. Hinter dem Black Friday steckt vor allem eine profitable Marketing-Strategie und die nutzt allein den Unternehmen, selten aber den Käufern und schon gar nicht der Umwelt. Der Shopping-Rabatttag bedeutet nämlich mehr Ressourcen-Verbrauch, mehr Müll, mehr Transport und ob die Kunden wirklich ein Schnäppchen machen, ist fraglich. Denn häufig werden in nicht einsehbaren ‚Black Boxes‘ Ladenhüter verkauft. Zudem heben einige Händler wenige Wochen vor dem Black Friday Preise an, um sie dann rechtzeitig zum Aktionstag zu rabattieren, oder der scheinbar große Rabatt bezieht sich auf den Originalpreis nicht aber auf den aktuellen. Die Verbraucher werden also vielfältig in die Irre geführt. DIE LINKE. NRW empfiehlt allen Schnäppchenjägern, sich vor dem Black Friday genau zu informieren, Preise zu vergleichen und Aktionen zu hinterfragen. Besser noch: Nur das zu kaufen, was man wirklich braucht und dabei auf Nachhaltigkeit zu achten. So wird aus dem Black Friday ein Red Friday!"

Quelle: