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Denkmal für verunglückte im Jahr 1882 Bergleute restauriert. v.l. Pfarrer Hans-Paul Ulrich, Timo Pokropowitz (Gärtnerei Klumpen), Kerstin Stahr Friedhofsverwaltung der Kirchengemeinde Wanne-Eickel), Hans-Heinrich Klumpen und Jan-Dirk Grimstein.

Stahlkreuze erinnern an die Schlagwetterexplosion von 1882

Denkmal für verunglückte Bergleute restauriert

Die Evangelische Kirchengemeinde Wanne-Eickel hat mit Förderung der RAG- Stiftung ein Denkmal restaurieren lassen, mit dem der Opfer einer Schlagwetterexplosion auf der Zeche Pluto am 10. Mai 1882 gedacht wird. Drei meterhohe Stahlkreuze auf dem Alten Evangelischen Friedhof in Eickel erinnern an das schwere Grubenunglück, bei dem rund 60 Bergleute ihr Leben verloren. In den Sockel des Denkmals sind die Namen der 23 evangelischen Opfer eingraviert.

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Weil der bauliche Zustand des Denkmals deutlich sanierungsbedürftig war, hatte das Presbyterium der Kirchengemeinde vor gut einem Jahr beschlossen, die Restaurierung in Angriff zu nehmen. Die RAG-Stiftung unterstützte das Vorhaben finanziell und trug so wesentlich dazu bei, dass das Denkmal erhalten und instandgesetzt werden konnte. „Wir sind der RAG-Stiftung außerordentlich dankbar für die großzügige Förderung der Restaurierung“, sagte der Wanne-Eickeler Gemeindepfarrer Hans-Paul Ullrich. „Für uns als Kirchengemeinde im Herzen des Ruhrgebiets ist das Andenken der verunglückten Bergleute bleibend wichtig – zumal bis heute Nachfahren der 1882 Verunglückten in unserer Gemeinde leben.“

Denkmal für im Jahr1882 verunglückte Bergleute auf dem Ev. Friedhof in Eickel restauriert

Für die RAG-Stiftung ist die Unterstützung solcher Projekte Teil ihres Selbstverständnisses. „Es ist unser Auftrag, die bergmännische Tradition zu pflegen“, sagte Jan-Dirk Grimstein. „Dazu gehört auch die Bewahrung von Denkmälern, die an Grubenunglücke erinnern.“ Gerade nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus bleibe es eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die Erinnerung an die Geschichte, die Leistungen und auch die Opfer des Bergbaus wachzuhalten.

Ergänzt wurde die Restaurierung durch eine Neugestaltung des Umfelds. Die Bepflanzung rund um das Denkmal hat die Friedhofsgärtnerei Klumpen Junior übernommen. Zwei Trauerweiden, blühende Stauden sowie ein neues Urnengrabfeld in unmittelbarer Nähe schaffen nun einen würdigen Rahmen für den Erinnerungsort. „Es zeigt die bleibende Verbindung zwischen 1882 und heute“, so Pfarrer Ullrich.

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Mit der Restaurierung ist das Denkmal nun wieder ein sichtbarer Ort des Gedenkens – und ein Zeichen dafür, dass die Erinnerung an das Grubenunglück auf der Zeche Pluto und an die Bergbaugeschichte Wanne-Eickels lebendig bleibt.

Freitag, 26. Juni 2026 | Autor: Arnd Röbbelen/ Evangelischer Kirchenkreis