"Dat is vielleicht ein Dingen"

Tegtmeier-Abend im Depot Dortmund

Bleibense Mensch: Jürgen von Manger.
Bleibense Mensch: Jürgen von Manger. Foto: Privat

Dortmund. „Bleibense Mensch!“: Jürgen von Manger, am 6. März 1923 auf dem Ehrenbreitstein oberhalb von Koblenz geboren und am 15. März 1994 in seiner Wahl-Heimat Herne gestorben, hat durch die von ihm erfundene Kunstfigur Adolf Tegtmeier Kultstatus weit über unsere Region, ja man kann ohne Übertreibung behaupten: im ganzen deutschsprachigen Raum besessen.

„Wenn ich Sie mir so anguck, könnt ich mir vorstellen, dat die Fantasie von so mancher Herr ganz schön am Kochen fängt!“: Im Jahr des 25. Todestages dieses großen Sympathieträgers des Ruhrgebietes erinnern der Dortmunder Schauspieler Carsten Bülow und Monika von Manger, die Nichte Jürgen von Mangers, an Person und Werk dieses einzigartigen Schauspielers, literarischen Kabarettisten und Komikers. Der sowohl an den Städtischen Bühnen Gelsenkirchen, als es dort noch kein Musiktheater gab, als auch am Schauspielhaus Bochum zusammen mit einer weiteren Wahl-Hernerin, Tana Schanzara, auf den Brettern stand.

Der Tegtmeier-Abend „Dat is vielleicht ein Dingen“, der auf eine Idee von Sven Söhnchen zurückgeht, feierte nicht von ungefähr am 22. März 2019 Premiere im Emster Kulturhof in Hagen: Jürgen von Manger hat seine Jugendzeit in dieser Stadt verbracht, am Albrecht-Dürer-Gymnasium sein Abitur gemacht und nach dem Zweiten Weltkrieg am Theater Hagen seine Schauspielkarriere begonnen. Im Sommer 1947 wechselte er nach Bochum, drei Jahre später nach Gelsenkirchen. Daneben holte er von 1954 bis 1958 das ursprünglich angestrebte Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten in Köln und Münster nach, statt eines Abschlusses absolvierte er jedoch lieber eine Schauspiel- und Gesangsausbildung.

Zur Dortmunder Premiere am 29. September 2019 war die Nachfrage so groß, dass nun am Samstag, 12. Oktober 2019, um 20 Uhr im Depot an der Immermannstraße 39 im Dortmunder Norden eine Wiederholungsvorstellung beginnt. Regisseur Carsten Bülow spielt und liest Tegtmeiers „Stückskes“ und singt die Klassiker der beliebten Bühnenfigur Jürgen von Mangers. Natürlich dürfen auch so berühmte Szenen wie „Der Schwiegermuttermörder“ oder „Die Fahrprüfung“ ebenso wenig fehlen wie der Sketch vom „gestohlenen Autoschlüssel“, den Bülow zusammen mit Monika von Manger, Patin beim Herner Bühnenpreis „Tegtmeiers Erben“, spielt. Sie öffnet auch das private Fotoalbum der Familie und spricht mit Carsten Bülow über Leben und Arbeit ihres Onkels.

Karten zum Preis von 14/ermäßigt 8 Euro im Vorverkauf (16/ermäßigt 10 Euro an der Abendkasse) sind unter ticket@theaterimdepot.de oder unter Tel 0231 / 98 22 336 (AB) erhältlich.

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