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Das „Cabaret“-Team ( v.l. hinten) Lesley-Ann Eisenhardt, Léon van Leeuwenberg, Marvin Moers, Arikia Orbán, (v. l. Mitte) Melanie López López, Gabriele Brüning, Tankred Schleinschock, Markus Kopf, Mike Kühne, Kathrin Marén Enders, Mario Thomanek, Mike Kühne (v.l. vorne) Sabrina Pankrath, Mario Thomanek und Tobias Schwieger.

Open Air-Knüller in Castrop

'Cabaret' und 'Alice im Wunderland'

Es gibt Spielstätten, die ein solches Flair haben, dass es eigentlich egal ist, was dort gerade auf dem Programm steht. Das Parkbad Süd in Castrop-Rauxel ist eine solche, und das naturgemäß vor allem im Sommer. Weshalb das Westfälische Landestheater stets zum Saisonende zur dreitägigen „Bühne raus…!-Aktion einlädt.

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In diesem Jahr stehen von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. Juni 2024, die musikalische Produktion „Cabaret“ und das Kinderstück „Alice im Wunderland“ auf dem Programm. Wie gewohnt hat das Stück für Erwachsene am Freitagabend Premiere und wird am Samstagabend ein weiteres Mal aufgeführt, während sich für das Familienstück am frühen Sonntagnachmittag der Vorhang hebt.

Cabaret – ein Musical unserer Zeit

Berlin um 1930, die Stadt vibriert, die Lebenslust kennt keine Grenzen, in den legendären Clubs wird getanzt bis die Sohlen rauchen, die Freizügigkeit pulsiert von Höhepunkt zu Höhepunkt. So auch im Kit-Kat-Club mit Léon van Leeuwenberg als Conférencier, wo sich Abend für Abend die Gäste von der mitreißenden Musik und der fantastischen Sängerin Sally Bowles (Sabrina Pankrath) die Alltagssorgen vertreiben lassen.

Ihr verfällt der amerikanische Schriftsteller Cliff Bradshaw (Tobias Schwieger), der auf der Suche nach Inspiration staunend einem neuen Lebenssinn zu finden glaubt. Es ist ein Tanz auf dem Pulverfass. Der Horizont ist bereits voll dunkler Wolken, die Lebensfreude erstickt, der aufkommende Nationalsozialismus zerstört die Hoffnung einer ganzen Generation. Während Sally Bowles noch voller Inbrunst „Das ganze Leben ist ein Cabaret“ singt, breitet sich der Faschismus aus und vernichtet, was sich ihm in den Weg stellt…

„Cabaret“ von Joe Masteroff (Buch), Fred Ebb (Gesangstexte) und John Kander (Musik), entstanden nach dem Stück „Ich bin eine Kamera“ von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood, ist ein Musical unserer Zeit, das mit der enormen Aktualität des Stoffes immer wieder von Neuem verblüfft. In der Ausstattung von Manfred Kaderk (Bühne) und Maud Herrlein (Kostüme) inszeniert Markus Kopf die deutsche Fassung von Robert Gilbert und der musikalische Leiter Tankred Schleinschock lässt das siebenköpfige Lippe-Saiten-Orchester die reduzierte Fassung von Chris Walker spielen. Premiere ist am Freitag, 14. Juni 2024, um 19:30 Uhr, die zweite Aufführung am Samstag, 15. Juni 2024, beginnt ebenfalls um 19:30 Uhr.

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  • Freitag, 14. Juni 2024, um 19:30 Uhr
  • Samstag, 15. Juni 2024, um 19:30 Uhr

Alice im Wunderland

v.l. Silvia Schmidt als Alice, dahinterAnnamae Endtinger, Christian Zell, Vincent Bermel, David Kiefer und Nina Holtvoeth.

„Ich komme zu spät!“ sind die letzten Worte, die Alice (Silvia Schmidt) hört, als sie dem weißen Kaninchen (Christian Zell) folgt und durch einen Schacht ins Wunderland fällt. In der Unterwelt angekommen, beginnt ihr Abenteuer. Alice begegnet einer rauchenden Raupe, einem teetrinkenden Hutmacher (David Kiefer) und einer grinsenden Katze (Nina Holtvoeth). Dieser verrückten Gesellschaft entflohen, gelangt sie zu einem merkwürdigen Hofstaat mit Spielkarten-Soldaten und einer autoritären Herzkönigin (Annamae Endtinger).

Alice stellt sich der Königin unerschrocken entgegen. Kraft ihrer Phantasie beschreitet die kleine Heldin unbeirrbar die verworrenen Wege des Wunderlands. Durch ihre Begegnungen mit allerlei Irrwitz und Paradoxien dieser Welt, wachsen Alices Zuversicht, Selbstsicherheit und Courage…

Lewis Carroll war 30 Jahre alt, als er mit seinem Dekan und dessen Töchtern Lorina, Edith und Alice eine Bootsfahrt auf der Themse unternahm. Um die Mädchen zu unterhalten, begann er ihnen von den Abenteuern eines kleinen Mädchens zu erzählen. Sein richtiger Name war Charles Lutwidge Dodgson, er war kein professioneller Schriftsteller, sondern Mathematiker. Dennoch begann er im November 1862 mit der Niederschrift von „Alices Abenteuer im Wunderland“ und schenkte das Manuskript 1863 der „echten“ Alice zu Weihnachten.

Mittlerweile gilt der Roman als Klassiker der Kinderliteratur. Das teuerste Buch aller Zeiten ist es in jedem Fall: 1998 wurde ein Exemplar der Erstausgabe für 1,5 Millionen US-Dollar versteigert. Der britische Guardian setzte das Buch 2009 auf die Liste der Bücher, die man unbedingt gelesen haben muss, und auch die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ nahm es in die Bibliothek der 100 wichtigsten Bücher auf.

Karin Eppler inszeniert in der Ausstattung von Philipp Kiefer ein Theaterstück für Kinder ab sechs Jahren, das am Sonntag, 16. Juni 2024, um 14 Uhr Premiere feiert. Davor beginnt um 12 Uhr ein Begleitprogramm der WLT-Theaterpädagoginnen. An einem Kreativstand haben die jüngsten Besucher die Möglichkeit, Kopfbedeckungen zu malen und zu basteln.

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  • Sonntag, 16. Juni 2024, um 14 Uhr

Tickets now!

Das Parkbad Süd, Am Stadtgarten 20 in Castrop-Rauxel, hat kaum eigene Parkplätze. Weshalb empfohlen wird, die Parkmöglichkeiten am Altstadt-Markplatz und am Viehmarkt zu nutzen. Für den eigenen Komfort können die Besucher Sitzkissen mitbringen, für das leibliche Wohl während der drei Tage sorgt das Parkbad Süd – mit Ruhrpott-Klassikern wie Currywurst und Bratwurst, aber auch Flammkuchen und Pasta aus dem Parmesanlaib gehören zum Angebot. „Es gibt Erdbeerbowle, Feuerstellen auf der Wiese, Biergarten und Lounge-Möbel, sodass die Gäste den Abend ausklingen lassen können“, so Marlen Kempf, Geschäftsführerin des Parkbads Süd.

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Die Tickets für „Bühne raus …!“ sind erhältlich an der Theaterkasse des WLT unter Tel 02305-97 80 20, per E-Mail unter: tickets@westfaelisches-landestheater.de sowie online auf der Homepage westfaelisches-landestheater.

Montag, 10. Juni 2024 | Autor: Pitt Herrmann