BI Stadtwald mit Zwischenresümee

Die Bürgerinitiative Stadtwald nimmt zur aktuellen Lage zur Blumenthal-Brache wie folgt Stellung:

Es wurde über „Ideen für die Blumenthal-Brache“ und die Arbeit eines Seminars der TU Dortmund unter Prof. Dietwald Gruehn berichtet. Bereits am Mittwoch (15.7.2020) veröffentlichte die Herner FDP eine Kritik dazu und bewertete die Arbeiten, die der Öffentlichkeit noch gar nicht vorgestellt sind.

Die Bürgerinitiative Stadtwald Herne wird hingegen inhaltlich erst Stellung nehmen, wenn der Abschlussbericht der TU Dortmund auch tatsächlich zugegangen ist. Alles andere halten wir für wenig seriös. Jedoch ist heute bereits festzustellen:

  • Die Bemühungen der Bürgerinitiative Stadtwald haben Früchte getragen
  • Das Thema „Zukunft der Blumenthal-Fläche“ ist im öffentlichen Bewusstsein angekommen
  • Die Diskussion ist öffentlich geworden.

Das Thema kann im Rat nicht mehr im Wege einer vertraulichen Vorab-Besprechung erledigt und dann in den Gremien durch gewunken werden - wie große Koalitionen das schon mal gerne machen. Die Abstimmung im Rat vom 23. Juni 2020 scheint zwar etwas anderes nahezulegen. Dieses nahezu einstimmige Ergebnis ist jedoch nicht Ausdruck einer starken Stellung im Rat. Es ist vielmehr wie das Pfeifen im Keller: Die eher ratlosen Fraktionen im Rat versuchen, sich gegenseitig Mut zu machen, weil sie alle Angst vor ihrer eigenen „Courage“ haben.

Sie wissen nicht, wie sie inhaltlich entscheiden sollen – pro Natur oder pro „Wirtschaft“. Sie hoffen zwar, dass die sog. wirtschaftlichen Gründe tragfähig sein möchten, sie ahnen aber, dass sie es nicht sein werden, und dass die Entscheidung für den Wald die richtige wäre. Deswegen stimmt jeder mit dem anderen, ohne überzeugt zu sein. Im Grunde sind sie alle nur Mitläufer, man weiß nur nicht, wer voran geht.

Nur eine Diskussion hat es nicht gegeben. Im Rat nicht. Das ändert sich jetzt. Die Diskussion ist öffentlich geworden. Die öffentliche Diskussion ist die Stärke der Demokratie, nicht die Besprechung im Hinterzimmer.

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