Berufe durch VR-Cardboard-Brillen kennen lernen

Schüler erhalten über 3.4000 Exemplare

Die Schülersprecher Etienne und Emilia an der Realschule Sodingen mit den zusammengebauten VR-Brillen.
Die Schülersprecher Etienne und Emilia an der Realschule Sodingen mit den zusammengebauten VR-Brillen. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Wie sieht es wirklich aus, in einer Werkstatt zu stehen? Wie anders ist es im Büro? Oder in einem Krankenhaus? Jugendliche aus dem mittleren Ruhrgebiet können ab sofort in die Welt verschiedener Berufe eintauchen, mit Virtual-Reality-Cardboard-Brillen (VR-Brillen).

Schnell sind die Brillen aus stabilem Karton zusammengesetzt, dann wird das Smartphone hineingesteckt und Film ab. Über 3.400 dieser VR-Brillen werden in den kommenden Wochen an Schüler sowie interessierte Jugendliche in der Berufsberatung verteilt. Die jungen Menschen, die demnächst ihren Schulabschluss machen und sich für eine Ausbildung entscheiden müssen, können so einen ersten Eindruck bekommen, ob ihnen ein Beruf liegt. Insbesondere, da im Lockdown zahlreiche Praktika ausfallen mussten, bieten die VR-Cardboard-Brillen für die Schüler eine wichtige Chance.

Denn eine abgeschlossene Ausbildung eröffnet Perspektiven: Wer einen Berufsabschluss hat, wird seltener arbeitslos, verdient oft mehr Gehalt als jemand Ungelerntes und kann auch noch weitere Karriereschritte draufsetzen. Das kann die Meisterschule sein, eine Weiterbildung zum Techniker oder auch ein Studium ohne vorher Abitur machen zu müssen.

Am Donnerstag (30.9.2021) haben die ersten Schüler der Realschule Herne-Sodingen die neuen Brillen getestet. Auch in Bochum, Witten und Hattingen bekommen junge Menschen die insgesamt Brillen geschenkt – und können einen Blick in ihre berufliche Zukunft wagen. Finanziert wird die Aktion unter anderem aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Landes NRW unter dem Motto „Ausbildung Jetzt!“.

4.000 Euro steuert das Ministerium zur Stärkung der Beruflichen Ausbildung in 2021 bei. Außerdem beteiligen sich die Agenturen für Arbeit Bochum und Hagen, die Jobcenter Bochum, EN-Kreis und Herne, die Kommunalen Koordinierungsstellen „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) von Bochum und Herne, die Handwerkskammer Dortmund, die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen sowie die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet.

Wer mehr über die Chancen mit einer Ausbildung erfahren möchte und Veranstaltungen oder Beratungsangebote sucht, wird unter www.wirbildenaus.ruhr fündig

Quelle: