Ausstellung: 'material memories'

Susanne Schmidt stellt in Städtischer Galerie aus

Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie.
Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt. Foto: Carola Quickels

Als Susanne Schmidt 1992 während ihres Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie zum ersten Mal in der Städtischen Galerie an einer Gruppenausstellung teilnehmen durfte, wusste sie nicht, dass sie ihr Weg als Künstlerin fast 30 Jahre später erneut in die Galerie am Schlosspark Strünkede führen sollte. „Es ist ein bisschen so, als würde sich nun ein Kreis schließen", sagte Schmidt am Dienstag (19.5.2020) auf dem Pressegespräch anlässlich ihrer Ausstellung material memories, die von Mittwoch, 20. Mai 2020, - Sonntag, 2. August 2020, in den Räumen der Städtischen Galerie zu sehen sein wird.

Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie.

material memories – Skulptur und Malerei

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Museumsdirektor Dr. Oliver Doetzer-Berweger ist erleichtert, dass die Ausstellung doch noch starten kann: „Eigentlich sollte die Ausstellung am Anfang April 2020 starten, aber leider war dies durch die Corona-Pandemie nicht möglich. Umso mehr freuen wir uns, dass die Ausstellungs-Eröffnung doch noch möglich ist, auch wenn es aus gegebenem Anlass keine Vernissage geben wird". Kuratorin Andrea Prislan und Susanne Schmidt kennen sich durch ein gemeinsames kunst-pädagogisches Projekt. „Es ist der Gedanke: Wir machen etwas gemeinsam. Ich freue mich sehr, dass ich die Ausstellung als Kuratorin begleiten darf", so Prislan.

Sehnsucht nach Natürlichkeit

Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. im Bild die Künstlerin Susanne Schmidt.
Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt. Foto: Carola Quickels

Zur Ausstellung material memories gehören lebensgroße Skulpturen, Wachsmalereien und Gemälde. Die gezeigten Werke sind nicht eigens für die Ausstellung entstanden, sondern umfassen eine Spanne von über 20 Jahren Arbeit. „Wir haben ausgewählt, was zusammenpasst und nicht auf die Entstehungszeit geachtet", so Prislan und Schmidt ergänzt: „Es ist eine kleine Rückschau meiner bisherigen Arbeiten." Die gezeigten Werke können von Kunstliebhabern erworben werden.

Schmidts bevorzugte Materialien sind Acryl, Wachs, Pappmache, Draht oder auch Ton. Sie stellt damit Menschen oder auch Tiere dar. Als Inspiration dienen Erinnerungen - auch in Form von Tagebüchern und Fotografien. So finden sich unter den Werken beispielsweise ein Familienporträt aus lebensgroßen Skulpturen wider aber auch zwei Esels-Köpfe aus Ton. „Für mich ist es die Sehnsucht nach Natürlichkeit. Materie ist mir wichtig, in der zunehmend digitalisierten Welt geht das Ursprüngliche immer weiter zurück", so Schmidt: „Während meines Studiums war abstrakte Kunst gefragter, das Bildliche war nicht so en vogue. Mir ist es wichtig, dass die Betrachter von meiner Kunst abgeholt werden."

Begegnung und Dialog mit Besuchern

Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie.
Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. Foto: Carola Quickels

Mittlerweile widmet sich die im Jahr 1969 geborene Künstlerin auch der Literatur. Sie schreibt nun selbst, transkribiert zum Beispiel alte Dialoge von Tonbandaufnahmen. Ihre Kunst entwickele sich immer weiter. Dies habe sie auch während ihres Studiums bei Tony Cragg gelernt. Es gehe darum sein eigenes Ding zu machen und nicht krampfhaft nach Erfolg zu streben, so die Künstlerin.

Da es keine Vernissage geben wird, wurde Schmidt ein Raum als Atelier zur Verfügung gestellt. Die Künstlerin wird an festen Terminen, die noch bekannt gegeben werden, anwesend sein und sich mit Besuchern über ihre Werke austauschen. „Es ist eine Notlösung, die aber super für mich passt", erzählte Schmidt: „So habe ich die Möglichkeit Besuchern zu begegnen und mit ihnen in einen Dialog zu kommen." Sollte sich die Lage bis August 2020 etwas entspannen, hoffen die Beteiligten, wenigstens zu einer Finissage zum Ausklang der Ausstellung einladen zu können.

Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. im Bild die Künstlerin Susanne Schmidt der Gruppe aus Draht und Ton, die ihre Mutter Hannelore mit den drei Töchtern Ulrike, Ursel und Susanne im Jahr 2004 zeigen.
Susanne Schmidt in der Gruppe aus Draht und Ton, die ihre Mutter Hannelore mit den drei Töchtern Ulrike, Ursel und Susanne im Jahr 2004 zeigen. Foto: Carola Quickels
Mai
20
Mittwoch
Mittwoch, 20. Mai, um 10 Uhr bis Donnerstag, 20. August 2020 Städtische Galerie , Karl-Brandt-Weg 2 , 44629 Herne Öffnungszeiten: Di-Fr von 10-13 Uhr und von 14-17 Uhr. Sa von 14-17 Uhr und So sowie an Feiertagen von 11-17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie. Ausstellung „material memories – Skulptur und Malerei“ der Bildhauerin und Malerin Susanne Schmidt in der Städtischen Galerie.

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