AGR plant Reifenwaschanlage auf der ZDE

So könnte die neue Reifenwaschanlage auf der Zentraldeponie aussehen.
So könnte die neue Reifenwaschanlage auf der Zentraldeponie aussehen. Foto: www.mobydick.com

Vor rund zwei Wochen hatte die SPD-Ratsfraktion mit Bürgern über die geplante Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) diskutiert. Am Ende stand das Versprechen der Politik, die vorgebrachten Probleme mit der Geschäftsführung der Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH (AGR) zu erörtern. Dieses Gespräch fand nun statt: Udo Sobieski, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion: „Ich freue mich, dass wir bereits nach so kurzer Zeit positive Ergebnisse vermelden können.“ Die AGR wird auch weiterhin an ihren Erweiterungsplänen für die ZDE festhalten.

Der Geschäftsführer der AGR, Joachim Ronge hatte dennoch sofort seine Bereitschaft erklärt, die in der Bürgerinformationsveranstaltung angesprochenen Probleme zeitnah anzugehen: Das wichtigste Signal ist sicherlich, dass die AGR bereits für das erste Halbjahr 2020 die Installation einer neuen, modernen Reifenwaschanlage plant. Damit einhergehen soll eine neue Verkehrsführung auf dem Deponiegelände, die sicherstellt, dass jeder Lkw vor Verlassen der Deponie die Waschanlage nutzen muss. „Ich bin zuversichtlich, dass sich mit dieser Maßnahme zumindest einige der geschilderten Missstände deutlich verbessern. Dennoch halten wir natürlich an unserer Ablehnung der Erweiterungspläne fest“, so Sobieski.

Darüber hinaus prüft die AGR, ob das von ihr eingesetzte Straßenreinigungsfahrzeug über die Wiedehopfstraße hinaus regelmäßig auch die Dorstener Straße bis zur Kreuzung Recklinghauser Straße reinigt. Für den Fall, dass die ZDE, wie von der AGR beantragt, noch bis maximal 2030/31 weiter betrieben wird stellte die Geschäftsführung jedoch eine weitere Verbesserung in Aussicht: In ca. vier bis fünf Jahren soll die Schlackeaufbereitung, die sich zur Zeit noch auf dem Deponiegelände befindet, an einen anderen Standort verlagert werden. „Dann würde sich der Lkw-Verkehr um rund ein Drittel verringern“, verspricht Joachim Ronge.

Die SPD-Ratsfraktion hatte bereits im Vorfeld des Gesprächs einen weiteren Aspekt aus der Bürgerversammlung aufgegriffen: „In der Bezirksvertretung Wanne stehen die Möglichkeiten für eine Verkehrsberuhigung auf der Wiedehopfstraße auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung“, kündigt der stellv. Fraktionsvorsitzende Volker Bleck an.

Weiteres Thema: Ersatzpflanzungen

In dem Gesprächstermin kam auch noch einmal das Thema der Ersatzpflanzungen für die Umnutzung von Wald in andere Nutzungsarten zur Sprache. Aus vergangenen Verfahren hatte sich die AGR verpflichtet, für die Umnutzung von rund 2,5 ha die Kosten für Ersatzpflanzungen auf einer Fläche von 5 ha auf Herner Stadtgebiet zu übernehmen. Die hierfür erforderlichen Genehmigungen liegen nun vor, sodass mit der ersten Maßnahme – auf dem ehemaligen Sportplatz im Gysenberg – noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Besonders erfreulich ist, dass die gesamten 5 ha neuer Waldflächen zukünftig für die Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Die ursprünglichen Flächen waren für die Bevölkerung nicht nutzbar.

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