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Bei näherer Betrachtung sind Bäume, Unterholz und Felder zu erkennen in der filigranen Fotografik des Bochumers Hagen Apel.

Fotografik von Hagen Apel

Additionen im Kunstpunkt

Unglaublich filigrane und geradezu malerische Fotografik des Bochumers Hagen Apel zeigt die Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes ab Sonntag, 28. Januar 2024, an der Mont-Cenis-Straße 296 in Sodingen. Zur Vernissage, die um 11:30 Uhr beginnt, führt der 1951 in Leipzig geborene Künstler selbst in sein Werk ein. Seine Ehefrau Marita sorgt mit Klangschalen für den musikalischen Rahmen.

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Apel setzt Familientradition fort

Hagen Apel, der als Kind mit seinen Eltern nach Witten kam, ist Fotograf aus Leidenschaft und setzt damit eine Familientradition in dritter Generation fort. Handwerklich ausgebildet im elterlichen Atelier in Witten studierte er Fotodesign und Visuelle Kommunikation an der Essener Folkwang-Hochschule, um anschließend an der Uniklinik Essen die Fotoabteilung der Dermatologie unter Professor Manfred Goos aufzubauen. Um seine zunächst für Hochschul-Vorlesungen gefertigten anspruchsvollen Aufnahmen zu digitalisieren für die KI-unterstützte Diagnose im Krankenhaus, wurde der inzwischen längst pensionierte Hagen Apel, seit knapp einem Jahr Mitglied im Herner Künstlerbund, noch einmal nach Essen geholt.

Ein hölzernes Scheunentor in Münster lieferte die Vorlage für diese Fotografik aus der „Addition“ betitelten Serie.

Apel, der sich auch immer wieder dem Medium Film gewidmet hat und mehrfach beim Festival „Blicke aus dem Ruhrgebiet“ vertreten war, einige seiner Arbeiten können auf YouTube gestreamt werden, beschäftigt sich seit 2020 mit einer sehr speziellen Fotografik-Technik. Ausgangspunkt sind Spaziergänge, bei denen er stets seine Kamera dabeihat. Etwa im Gysenberg und am Kemnader Stausee. Oder im brandenburgischen Bad Wilsnack, wo die Gradierwerke die Inspirationsquelle für die Serie „Osten“ bildeten. Die so entstandenen Aufnahmen, die er „Tagebuch-Fotografie“ nennt, dienen als Grundlage seiner Fotografik.

Chaos verwandelt sich in Strukturen

Aus ihnen wählt er Details aus, die er kopiert, künstlerisch bearbeitet und zu einem neuen, nun weitgehend abstrakten Bild zusammenfügt. Bis zu fünfzig Ebenen legt er übereinander, weshalb er seine Fotografiken auch „Additionen“ nennt: „Mir geht es darum, Ordnung zu schaffen. Beim Betrachten urwüchsiger Natur entdecke ich Chaos und je genauer ich hinschaue, verwandelt sich das Chaos in Strukturen. Dieser Wahrnehmungsprozess spiegelt sich auch in der Entstehungsmethode meiner Grafiken wider: Vom Detail zum strukturierten Bild.“

Die Prozesshaftigkeit der Entstehung will Hagen Apel offenlegen, indem die in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten 18 Arbeiten ohne Rahmen an den Wänden hängen. Die Ausstellung „Additionen – Fotografik von Hagen Apel“ ist nach der Eröffnung noch bis Sonntag, 25. Februar 2024 im Kunstpunkt neben dem Hochbunker zu sehen: Mi und So jeweils von 15 bis 18 Uhr.

Ein Feld am Gysenberg-Park mit Pflanzen, die später zu Pellets verarbeitet werden, inspirierte Hagen Apel zur Serie „Halme“.
Vergangene Termine (1) anzeigen...
  • Sonntag, 28. Januar 2024, um 11:30 Uhr
Vergangene Termine (8) anzeigen...
  • Mittwoch, 31. Januar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 4. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 7. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 11. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 14. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 18. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 21. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 25. Februar 2024, von 15 bis 18 Uhr
| Autor: Pitt Herrmann