Kampfmittel an Kastanienallee entschärft

Stand 23:20 Uhr: Stadt erläutert die Evakuierung

Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022).
Das Kampfmittelräumteam war vor Ort und hat um 22:30 Uhr die Bombe entschärft. Foto: Maximilian Nettler

Bei der Überprüfung eines Verdachtspunktes an der Kastanienallee sind Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Am Donnerstag (23.6.2022) entdeckten die Kampfmittelexperten an einem Verdachtspunkt eine 500-Kilogramm-Bombe mit Zünder. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Herne informiert nun die Anwohner, dass sie ab 16 Uhr ihre Häuser verlassen müssen. Wer sein Haus nicht selbstständig verlassen kann, kann unter Telefon 0 2323/16 9320 Hilfe anfordern.

Polizei, Feuerwehr und die Stadt Herne sperren anschließend den Gefahrenbereich ab. Dieser umfasst die Dorneburger Straße, einen Großteil der Bielefelder Straße, bis zur Hausnummer 69, die Holsterhauser Straße vom Kreisverkehr bis zur Nummer 70e, einen Teil der Königstraße und die dazwischenliegenden Straßen. Betroffen sind etwa 3.500 Personen, die ihre Häuser vorerst nicht betreten können. Der Bereich darf erst wieder betreten werden, wenn das Kampfmittel geräumt ist. Bis dahin werden Bürger gebeten, sich an einem anderen Ort aufzuhalten, möglichst bei Familie oder Freunden. Wer keine andere Möglichkeit hat, kann in die Sporthalle Im Sportpark 20 kommen.

Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022). Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022). Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022). Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022).

Bombenfund Kastanienallee

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Wenn die Gebäude wieder freigegeben sind, wird die Stadt über die städtische Internetseite, den städtischen Facebook-Kanal, die lokalen Medien und die Warn-App NINA informieren. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Update, 19:30 Uhr

Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022).
Hier wurde die Bombe gefunden. Foto: Maximilian Nettler

Die Evakuierung läuft noch weiter.

Update, 20:40 Uhr

Es laufen derzeit noch die letzten Patientenevakuierungen, sprich von Leuten, die nicht eigenständig ihre Häuser und Wohnungen verlassen können, sagt Stadtsprecherin Nina-Maria Haupt auf halloherne-Nachfrage. Gegen 21 Uhr könnte es das nächste Update geben.

Update, 22:03 Uhr

Der Gefahrenbereich rund um den Kampfmittelfund an der Kastanienallee ist um 22 Uhr vollständig evakuiert. Bei der Vorbereitung von Umbauarbeiten an einem Wohnhaus in der Kastanienallee ist eine 500-Kilogramm-Bombe mit Zünder entdeckt worden.

Kampfmittelfund an der Kastanienallee am Donnerstag (23.6.2022).
Die Polizei sperrte die Zufahrten der umliegenden Straßen. Foto: Maximilian Nettler

Etwa 3500 Menschen mussten am Donnerstag (23.6.2022) ab 16 Uhr ihre Häuser verlassen. Einige Personen brauchten dabei Hilfe und wurden mit Krankentransporten in Sicherheit gebracht. Polizei, Feuerwehr und die Stadt Herne haben den Gefahrenbereich gesperrt. Betroffen sind die Dorneburger Straße, einen Großteil der Bielefelder Straße, bis zur Hausnummer 69, die Holsterhauser Straße vom Kreisverkehr bis zur Nummer 70e, einen Teil der Königstraße und die dazwischenliegenden Straßen.

Der Bereich darf erst wieder betreten werden, wenn die Bombe abtransportiert wurde. Bis dahin werden Bürger gebeten, sich an einem anderen Ort aufzuhalten, möglichst bei Familie oder Freunden. Wer keine andere Möglichkeit hat, kann in die Sporthalle Im Sportpark 20 kommen. Wenn die Gebäude wieder freigegeben sind, wird die Stadt über die städtische Internetseite, den städtischen Facebook-Kanal, die lokalen Medien und die Warn-App NINA informieren.

Update, 22:35 Uhr

Die 500-Kilogramm-Bombe an der Kastanienallee ist erfolgreich entschärft worden. Das meldeten die Kampfmittelexperten um 22:30 Uhr. Die Sperrungen werden aufgehoben und die Menschen können in ihre Häuser zurückkehren.

Update, 23:20 Uhr

Etwa 200 Personen haben in der Sporthalle im Sportpark Eickel darauf gewartet. Die amerikanische 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist unschädlich gemacht und abtransportiert worden. Die Entschärfung selbst verlief problemlos, allerdings hatte die Evakuierung von rund 3.500 Personen viel Zeit in Anspruch genommen.

Dafür gab es mehrere Gründe: Von den 3.500 Betroffenen konnten rund 300 Menschen ihr Haus nicht selbstständig verlassen, weil sie gehbehindert oder pflegebedürftig sind. Sie alle wurden mit Krankentransporten in Sicherheit gebracht. Da keine 300 Krankenwagen auf einmal zur Verfügung standen, mussten die Wagen mehrere Stunden lang fahren, bis alle Personen versorgt waren.

Ärger machten zehn Anwohner, die zwar erkennbar zuhause waren, sich aber weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen. Sie mussten mit Hilfe der Polizei aus den Häusern geholt werden. Das ist nötig, da im Evakuierungsbereich Gefahr besteht.

Dazu kam eine große Anzahl von Personen, die zwar nicht die Tür geöffnet hatten, aber plötzlich im Gefahrenbereich auftauchten und teilweise dicht an der Fundstelle des Blindgängers vorbei liefen. Auch sie mussten erst den Gefahrenbereich verlassen, bevor die Entschärfung beginnen konnte.

Schon die Überprüfung des Verdachtspunktes war nicht unkompliziert, denn um den Blindgänger zu erreichen, musste das Grundwasser an dieser Stelle über zwei Wochen lang abgesenkt werden. Aus diesem Grund konnte erst am Donnerstagnachmittag (23.6.2022) festgestellt werden, dass die Bombe einen Zünder hatte und somit eine Evakuierung notwendig war.

Der Evakuierungsradius.
Der Evakuierungsradius rund um die Kastanienallee. Foto: Stadt Herne
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