'Zoom nach Sieben' bewährt sich

Im digitalen Talk lässt die gfi Herne Zuschauer und Experten zu Wort kommen

15 Jahre gfi Herne: Feier auf dem Schulhof und im Begegnungszentrum
Die gfi Herne bietet zwei Online-Talks an. Foto: Stefan Kuhn

Die Corona-Pandemie lässt weiterhin kaum soziale Kontakte zu. Da die Gesellschaft zur Förderung von Integrationsarbeit in Herne, kurz gfi Herne, aber das Motto „Wir verbinden Menschen“ vertritt, kam im November 2020 die Idee auf, regelmäßige Videokonferenzen zu verschiedenen Themen anzubieten. Kurz danach ging mittwochs der „Zoom nach Sieben“ los, zusätzlich gibt es dienstags „Muss! Und selbst?“. Moderatorin ist jeweils Andrea Darwiche. Mit ihr sprach halloherne über die Erfahrungen der ersten Zoom-Meetings.

„Die erste Sendung haben wir Anfang Dezember veranstaltet. Dabei war von Anfang an unser Ziel, diese Form regelmäßig anzubieten. An jedem zweiten Mittwoch sollte zudem der Frauentreff sein, der aufgrund der Pandemie derzeit nicht vor Ort stattfinden kann“, erläuterte Andrea Darwiche. „Aber wir haben gemerkt, dass solche Sendungen viel Vorbereitung brauchen. Wir müssen uns Themen überlegen, dazu nach Talkgästen Ausschau halten und mit ihnen die Termine abklären.“

Um die Feiertage rum war etwas Pause, doch am Mittwoch (30.12.2020) gab es dann nochmal ein Corona-Spezial. Eva-Maria Kröger (Hausärztin in Herne), Dr. Martin Krause (Gescchäftsführer des DRK Herne) und Prof. Dr. Kaid Darwiche (Lungenfacharzt in der Ruhrlandklinik Essen) beantworteten Fragen rund um das neue Impfzentrum (halloherne berichtete) und den Impfstoff. Knapp unter 40 Teilnehmer wählten sich ein, manch einer saß auch zu zweit vor Laptop oder Tablet.

Regelmäßige Alternativen anbieten

Die generelle Idee zur Talkreihe entstand aus der gegenwärtigen Situation. „Wir wollen das social distancing unterstützen und daher in dieser Zeit regelmäßige Alternativen anbieten. Da immer mehr Personen mit Videokonferenzen vertraut werden, boten sich die Zoom-Meetings an“, sagte Andrea Darwiche, die beruflich mit Veranstaltungsorganisation zu tun hat. „Fest steht aber auch: Wenn wir merken, dass die Qualität sinkt, werden wir auch die Quantität verringern und seltener die Sendungen anbieten.“

Doch vorerst sei das Feedback gut, außerdem rechnet Darwiche damit, dass die realen Treffen bis zum Sommer hin wohl nicht stattfinden können. „Wir wollen auch das Thema Integration nicht außen vor lassen, denn während Corona bleibt das etwas auf der Strecke. Daher wollen wir auch die Menschen mit Migrationshintergrund einbinden.“

Andrea Darwiche.
Die Moderatorin des Talks, Andrea Darwiche. Foto: Privat

Im Dienstag-Talk können daher Einzelgespräche geführt werden, ebenso hilft die Moderatorin der Talks Technikanfängern dabei, mit Zoom zurecht zu kommen: „Da ich ausgebildete Moderatorin bin, helfe ich als gfi-Mitglied gerne ehrenamtlich mit.“

Angebot bekannter machen

Derzeit sei man noch damit beschäftigt, das Angebot bekannter zu machen, auch wenn bereits viele Zuschauer regelmäßig einschalten. Dabei lebt das Format auch von Fragen der Teilnehmer sowie konstruktiver Kritik. „In der Corona-Sendung konnten wir viele Fragen beantworten. Ebenso haben einige geschrieben, dass sie vorher gegen das Impfen waren, nach den guten Erläuterungen der Experten aber nun von einer Impfung überzeugt sind“, berichtete die Moderatorin.

Sie selbst sei Berufsoptimist, auch wenn sie, wie erwähnt, mit einer längeren Phase der Onlinetreffen rechnet. Bis dahin bietet die gfi Herne zumindest ein wenig Abwechslung am PC oder Tablet.

Alle Termine sind auf der Homepage https://www.gfi-herne.de/ unter auf der Facebook-Seite zu finden, ebenso nehmen die Verantwortlichen per Telefon 02325 / 65 89 313 oder Mail gfi@herne.de Vorschläge für weitere Themen und Kritik an.

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