Mondritter spenden für das Frauenhaus

Erlös des Mondweihnachtsmarktes kommt neuem Gebäude zugute

Die Mondritter übergeben ihre Spende an Frauenhaus-Mitarbeiterin Beate Gaupen.
Die Mondritter übergeben ihre Spende an Frauenhaus-Mitarbeiterin Beate Gaupen. Foto: Julia Blesgen

Seit nun zehn Jahren veranstalten die Mondritter ihren Mondweihnachtsmarkt auf dem Gelände des Heimatmuseums Unser Fritz und in jedem Jahr wird der Erlös des Marktes für einen guten Zweck gespendet. Dieses Mal haben die Wanner Mondritter Spenden gesammelt, um den Umzug des Frauenhauses in ein neues Gebäude zu unterstützen (halloherne berichtete). Am Donnerstag (30.7.2020) übergaben die Mondritter eine Spende von 1.500 Euro an Frauenhaus-Mitarbeiterin, Beate Gaupen.

Und diese Spende kann das Frauenhaus derzeit gut gebrauchen. „Durch die Corona-Krise sind die Anzahl der Spenden verständlicherweise zurückgegangen. Denn ob Firmen oder Vereine, alle wurden von Corona hart getroffen. Deshalb freuen wir uns nun auch umso mehr über die Spende der Mondritter", so Beate Gaupen.

„Für uns war es eine Ehrensache, das Frauenhaus wegen des Umzuges in diesem Jahr zu unterstützen", so Graf Hotte.

Dennoch sorgen sich die Mondritter, wie es in diesem Jahr mit dem Mondweihnachtsmarkt weitergehen wird. „Durch Corona wissen wir nicht, ob es in diesem Jahr überhaupt einen Weihnachtsmarkt geben kann. Aber wir hoffen das Beste", so Gerd Herzog von den Mondrittern.

Umzug im September

Das neue Frauenhaus wird im Spätsommer 2020 bezogen werden. Ende August ist die Schlüsselübergabe für das neue Frauenhaus. Der eigentliche Umzug findet im September statt.

Im neuen 550 Quadratmeter großen Gebäude werden Frauen und Kinder Schutz vor häuslicher Gewalt finden. Es entstehen vier voneinander abgetrennte Wohneinheiten, die den Frauen und Kindern mehr Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre bieten. Außerdem wird es einen Garten geben, in dem die Kinder viele Spielmöglichkeiten haben werden.

Erhöhte Nachfrage nach Lockdown

Weiterhin berichtete Gaupen davon, dass nach dem Lockdown die Nachfrage auf Plätze im Frauenhaus zugenommen hat: „Wahrscheinlich konnten sich viele Frauen während des Lockdowns nicht melden, so hatten wir jetzt eine erhöhte Nachfrage. Vor kurzer Zeit hatten wir zwei Zimmer frei, die innerhalb von drei Stunden weg waren."

In ganz NRW sei es derzeit schwer, einen Frauenhausplatz zu bekommen. Dies sei besonders schlimm für Gaupen und ihre Kolleginnen, weil sie wissen, dass der Bedarf da ist, aber nicht genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund ist das Team des Frauenhauses nun auch froh, dass der Umzug vorangeht und demnächst die neuen Räumlichkeiten bezogen werden können. Da dort nun mehr Platz und mehr Komfort für Frauen und Kinder vorhanden sein wird.

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