Was ins Klo darf und was nicht

Zeitungspapier als Ersatz für Toilettenpapier (Themenbild) in Herne (NW), am Dienstag (17.03.2020).
Zeitungspapier als Ersatz für Toilettenpapier (Themenbild) in Herne (NW), am Dienstag (17.03.2020). Foto: Stefan Kuhn

Nichts erhitzt die Gemüter in Zeiten der Corona-Pandemie so sehr wie Toilettenpapier, oder wie ein Kollege es neulich betitelte das weiße Gold. Da in einigen Läden auf Grund von Hamsterkäufen die Regale, in denen ansonsten Hygieneartikel wie Klopapier lagern komplett verwaist sind oder pro Kunde nur noch ein beziehungsweise zwei Pakete Toilettenpapier gekauft werden dürfen, werden die Menschen kreativ.

Also was tun, wenn das weiße Gold zu Neige geht. „Auf keinen Fall zu Haushalts-Rollen, feuchten Waschlappen, Handpapier-Tüchern, Kosmetik- oder Reinigungstüchern greifen", rät Stefan Bader von der Firma Bader Sanitär: „Andernfalls drohe Verstopfungen in den Leitungen." Verstopfte Abflussleitungen tragen nicht nur dazu bei, dass das Wasser nicht mehr abläuft. Im schlimmsten Fall kommt das Abwasser an einer anderen Stelle wieder heraus und das will bestimmt niemand.

Küchenpapier und Feucht-Tücher zersetzen sich, anders als Toilettenpapier, nach dem Spülvorgang nicht. Sie gelangen vollständig in die Pumpwerke der regionalen Wasserverbände. Das gestaute Papier und die Verzopfungen können den Motor der Pumpen überlasten oder zum Stillstand bringen. Dies kann im schlimmsten Fall einen Ausfall von Pumpwerken zur Folge haben. Deshalb appellieren nun auch die Emschergenossenschaft und der Lippeverband, nur Klopapier in der Toilette zu entsorgen.

Wem also das Toilettenpapier einmal ausgeht, der sollte seine alternativen Reinigungs-Materialen im Müll entsorgen.

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