Neue Waldfläche im Gysenberg

Informationen zu Aufforstungen

Dudda hat Spaten in Hand
Oberbürgermeister Dr. Dudda pflanzt symbolisch die erste Eiche. Foto: Philipp Stark / Pressebüro Stadt Herne

Am Gysenberg entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes eine neue Waldfläche. Am Mittwoch (27.11.2019) hat dort Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda gemeinsam der AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) dort symbolisch eine erste Eiche gepflanzt. In der kommenden Woche beginnt dann die Forstfirma Knipping nach den Planungen der Landschaftsagentur Plus und in Abstimmung mit der Stadt Herne und dem Regionalforstamt mit der Aufforstung, auf der gut 10.000 Quadratmeter großen Fläche.

Die AGR, beim Termin vertreten durch Geschäftsführer Joachim Ronge und Karlheinz Dingerdissen, hatte für die Errichtung und den Betrieb eines Baustofflagers Anfang 2017 auf ihrem Betriebsgelände an der Stadtgrenze Herne/Gelsenkirchen etwa 25.000 Quadratmeter Wald gerodet. Vom Regionalforstamt Ruhrgebiet wurde in diesem Zusammenhang ein Waldausgleich im Verhältnis 1:2 gefordert. Damit ergab sich eine Waldausgleichspflicht von fast 50.000 Quadratmetern. . Auf Wunsch der bürgerschaftlichen Gremien wird dieser Waldausgleich innerhalb des Herner Stadtgebietes umgesetzt mit dem Ziel, den Waldanteil am Herner Stadtgebiet weiter zu erhöhen. „Wir erhalten anstelle von 25.000 nicht zugänglichem Wald, 50.000 zugänglichen für unsere Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Dr. Dudda bei dem Termin. Die 50.000 Quadratmeter werden auf insgesamt acht Flächen im Stadtgebiet entstehen. Die Fläche am Gysenberg ist die erste.

Wildblumen-Wiese.
Wildblumen-Wiese auf dem ehemaligen Sportplatz im Gysenbergwald. Foto: Carola Quickels

Planung

Vor der Umsetzung dieser Ersatzaufforstungen auf den acht Flächen im Herner Stadtgebiet mussten zunächst die tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen von der Verwaltung sowie von der AGR geschaffen werden.

Diese beinhalteten im Wesentlichen folgende Arbeitsschritte:

  • Suche nach geeigneten Ausgleichsflächen im Herner Stadtgebiet mit verwaltungsinternen Abstimmungsprozessen, Bodenuntersuchungen und Beteiligung der bürgerschaftlichen Gremien.
  • Ermittlung der relevanten Daten zur Berechnung der Höhe des zu zahlenden Wertverlustes für die bereitgestellten Flächen
  • Vertragsverhandlungen und Vertragsabschluss zwischen Stadt und AGR
  • Bodenvorbereitungsarbeiten zur Ermöglichung der Aufforstung auf dem ehemaligen Sportplatz im Gysenberg
  • Genehmigung der Aufforstungsanträge durch das Regionalforstamt Ruhrgebiet im Oktober 2019

Aufforstung des ehemaligen Sportplatzes im Gysenberger Wald

Insgesamt werden rund 8500 aufgeforstet. Zirka 2000 Quadratmeter verbleiben als Waldlichtung/ Waldwiese, um Vereinen, Schulen und anderen Freizeitgruppen einen offenen Bereich für Veranstaltungen, Durchführung von schulpädagogischen Kursen und anderen Zusammenkünften bieten zu können.

Vorbereitende Arbeiten, die durch Finanzierung durch die AGR von der Stadt Herne durchzuführen waren.

  • Abtrag und Entsorgung der Sportplatzdeckschicht in einer Größenordnung von ca. 800 Tonnen.
  • Aufbrechen der Tragschicht zum Zweck der Herstellung einer Wasserdurchlässigkeit der Fläche
  • Transport und Einbau von ca. 4000 Kubikmetern geprüften unbelasteten Boden
  • Einsaat von Leguminosen zur Verbesserung der Bodenstruktur als Pflanzvorbereitung

Die Aufforstungsplanung in Bezug auf die Baumarten setzt sich wie folgt zusammen:

Rotbuchen, Stieleichen, Hainbuchen, Wildkirschen, Bergahorn stellen als heimische standortgerechte Baumarten den Hauptbestand der Neuaufforstung dar. Die Pflanzgrößen betragen überwiegend 120 bis 150 cm.

Im Rahmen eines Monitorings wird vom Regionalforstamt der Anwachserfolg überwacht.

Weitere Neuanlagen von Wald im Herner Stadtgebiet

Die weiteren Aufforstungsmaßnahmen verteilen sich auf das Herner Stadtgebiet und werden sukzessive in den Jahren 2020/2021 umgesetzt. Als flächenmäßig bedeutsamsten sind die Grünlandflächen an der Pöppinghauser Straße (11.567 Quadratmeter) und an der Südstraße (11.796 Quadratmeter) zu nennen.

Quelle: