Zum Abriss des Hallenbads Eickel

Leserbrief

Wiederöffnung des Freizeitbad Wananas in Herne (NW), am Samstag (15.02.2020).
Wasserflächen für Schwimmer sind in Herne rar. Foto: Stefan Kuhn

Zu dem Abriss des Hallenbads in Eickel schickt unser Leser Walter Müller folgenden Leserbrief: „Als Kurzzeitschwimmer konnte ich unmittelbar erleben, wie mit Beginn der Planung des 'Wananas' die Vernachlässigung des Eickeler Hallenbades betrieben wurde. Ein funktionierendes Sportbad wurde zugunsten eines Spaßbades bewusst außer Stand gesetzt. Die Klagen über fehlende Lehrschwimmbecken sind uralt, ebenso die Forderungen nach mehr Schwimmunterricht und Möglichkeiten für den DSC, die 'Lebenshilfe', die Schwimmvereine Hellas und Wiking, Sport für Senioren, Versehrten-Sport-Gemeinschaft, Schwimmen für muslimische Frauen.

Die Vorstellung, ein schlichtes Schwimmbad für den Breitensport zu erhalten, stieß auf taube Ohren. Ebenso der Vorschlag, Wanne -Süd zu einem Breitensportzentrum auszubauen in Verbindung mit der Sporthalle, dem Sportpark, der Minigolfanlage, der Tanzschule, wurde beiseite geschoben. Die gute Verkehrsanbindung, der Einzugsbereich von fußläufig mindestens 5 Schulen konnte nicht überzeugen, sich um Fördermittel oder andere Trägerschaften zu bemühen. Auch die Aktion 'Denkmalschutz' 2018 hielt den lange geplanten Abriss nicht auf, der Denkmalschutz wurde 2019 wieder aufgehoben. Spätestens in dieser Phase zeigte sich der Mangel an Schwimmflächen mehr als deutlich. Im Status des Denkmalschutzes wären schlichte Instandsetzungen möglich gewesen, nach Aufhebung ist eine Sanierung mit ganz anderen Anforderungen verbunden. Schwimmer und Nichtschwimmer brauchen weder Rutschen, Piratenschiffe noch Babybecken.

Etliche Kurzschwimmer kamen und kommen im 'Wananas' nicht zurecht, da der Einstieg nur über die Leiter oder den Lift möglich ist. Schade, schade, schade....."

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