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Am Westring, Ecke Forellstraße, wurden am Dienstag (19.9.2023) der neue Fahrradschutzstreifen Protected Bike Lane und der neue Radweg vorgestellt: Den Schutzstreifen testen (v.li.) Jessica Meyer (Schnittstelle Planung Konzeption Radverkehr), Lea Gemmeke (Radverkehrsbeauftragte) und Melina Albrecht (Mobilitätsmanagerin).

Fahrradschutzstreifen, Radweg erneuert und Verkehrsinsel

Westring: Höhere Sicherheit für Radfahrer

Radfahrer stehen nicht erst seit Kurzem im Fokus der Mobilitätsplaner der Stadt. So sieht man jetzt am Westring, Ecke Forellstraße, erste Veränderungen, um die angestrebte Mobilitätswende zu erreichen (halloherne berichtete).

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Seit April ist zwischen der Forellstraße und der Bahnhofstraße in beiden Richtungen ein rund 400 Meter langer Fahrradschutzstreifen entstanden – in der Fachsprache „Protected Bike Lane“ genannt (halloherne berichtete).

Ein Meter breite Markierung mit Warnbaken

Neben den Fahrzeugspuren ist eine ein Meter breite Markierung entstanden, auf der mehrere Warnbaken platziert wurden. So ist die Fahrradspur daneben deutlich abgegrenzt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste dürfen im Notfall über diese Spur fahren, ansonsten ist sie den Radfahrern vorbehalten.

Der neue Radweg am Westring in Richtung Bahnhof: Er wurde neu gepflastert und verbreitert.

„Von den Radfahrern erhalten wir hier positive Rückmeldungen, weil sie sich nicht mehr so bedrängt fühlen“, berichtet Jessica Meyer, bei der Stadt zuständig für die Schnittstelle Planung und Konzeption vom Radverkehr. Das unterstreicht auch Thorsten Rupp, Leiter des Fachbereiches Tiefbau und Verkehr: „Das Sicherheitsempfinden wird so höher, die Attraktivität steigt und die Visualisierung wird besser.“

Früherer Radweg war zu schmal

Das merkt man auch nur wenige Meter weiter südlich. Da die Fahrbahn des Westrings an dieser Stelle saniert wurde, hat auch direkt der Radweg eine Frischzellenkur erhalten. Das war auch nötig, erläutert die Radverkehrsbeauftragte Lea Gemmeke: „Der frühere Radweg war zu schmal und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen.“

Hier verläuft also nun die rot gepflasterte Strecke auf dem Gehweg, der wie üblich in grau gehalten ist – auf rund 270 Metern Länge. Somit muss keiner mit seinem Drahtesel auf der Straße fahren.

Soll für mehr Sicherheit für Radfahrer sorgen: Der geschützte Radfahrstreifen (

Wenige Meter weiter südlich wird noch gearbeitet. Die Ampel wird ausgetauscht, in Richtung Bahnhof soll die Schaltung für Zweiradfahrer mit den Autos gleich sein, dazu kommt eine neue Querung über den Westring – die Verkehrsinsel hier wird deutlich vergrößert und mit Pöllern ausgestattet, damit kein Pkw drüber fahren kann.

Arbeiten planmäßig bis Ende Oktober 2023

Die bereits vorhandene Fahrradstraße, parallel zum Westring, bekommt eine neue Asphaltdecke. Seit Beginn der Sommerferien wird hier gearbeitet, die Arbeiten sollen bis Ende Oktober 2023 abgeschlossen sein.

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Bleibt noch die Frage, wann denn weitere Radwege, die heutigen Normen nicht mehr entsprechen und auch in größerer Kilometerlänge im Stadtgebiet vorhanden sind, ausgebessert werden? Nach und nach werde dies geschehen, betont Thorsten Rupp. Wenn entsprechende Bauarbeiten für Straßen anstehen würden, werden die Wege für Radfahrer direkt mit ausgebessert.

Grau und Rot: Der neue Radweg am Westring, hier Blickrichtung Kreisverkehr.
| Autor: Marcel Gruteser