Virtueller Kinosaal eröffnet

Filmmuseum Potsdam

Friedrich Hölderlin (Ulrich Mühe), Hauslehrer der Bankiersfamilie Gontard, liebt die Hausherrin Susette Gontard (Jenny Gröllmann).
Friedrich Hölderlin (Ulrich Mühe), Hauslehrer der Bankiersfamilie Gontard, liebt die Hausherrin Susette Gontard (Jenny Gröllmann). Foto: Filmmuseum Potsdam/Progress-Verleih

Zum 15. Januar 2021 ergänzt das Filmmuseum Potsdam sein derzeit im Lockdown befindliches monatliches Kinoprogramm im Marstall durch ein Online-Angebot. Von Stummfilmraritäten bis zu aktuellen Produktionen – Kino2online bietet Seitenblicke und Kommentare zu den Reihen und Themen des Programms. Somit stehen Inhalte des Hauses auch Menschen offen, denen der Besuch von Ausstellungen und Kinoveranstaltungen vor Ort nicht uneingeschränkt möglich ist (Menschen mit Behinderungen, Angehörige von Risikogruppen und andere).

Das Kino2online des Filmmuseums Potsdam ist als Video-on-Demand-Plattform bundesweit erreichbar und wurde nicht nur für die Zeit des Lockdowns sondern als dauerhafte Erweiterung des Kinoangebots konzipiert. Das Programmangebot wechselt monatlich, eine Anmeldung ist erforderlich. Einzelne Filme können zu Preisen zwischen einem und vier Euro geliehen werden und stehen dann 48 Stunden lang zur Sichtung bereit. Kostenlose Beiträge wie Einführungen, Filmgespräche oder Trailer ergänzen das Angebot.

Sergej Eisensteins Revolutions-Klassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ gehört zum Auftaktprogramm des neuen Streaming-Portals Kino2online des Filmmuseums Potsdam.
Sergej Eisensteins Revolutions-Klassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ gehört zum Auftaktprogramm des neuen Streaming-Portals Kino2online des Filmmuseums Potsdam. Foto: Filmmuseum Potsdam

Für Filmfreunde empfiehlt sich das Freundschaftsabo. Es bietet Zugang zu allen Filmen online und berechtigt zum ermäßigten Eintritt an der Kinokasse im Potsdamer Marstall. Das Freundschaftsabo kostet einmalig 36 Euro, ist ab Kaufdatum ein Jahr lang gültig und verlängert sich nicht automatisch. Die bei Anmeldung und Benutzung der Plattform übermittelten Daten sind anonym und verbleiben ausschließlich beim Filmmuseum Potsdam.

Das Kino2online wird ermöglicht durch die Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam e.V. und durch Cinemalovers als gemeinsames Projekt des Bundesverbands kommunale Filmarbeit und des Hauptverbands Cinephilie. Die technische Umsetzung erfolgt durch die Potsdamer Firma Filmwerte, welche u.a. die DVD-Edition „Historische Filmschätze“ produzierte, die 2008 mit den gemeinsam mit dem Filmmuseum Potsdam herausgegebenen DVDs „Potsdam Wiederentdeckt I und II“ ihren Anfang nahm und inzwischen 15 Titel umfasst.

Kino2online ist unter filmmuseum-potsdam.cinemalovers.de erreichbar, dort erfolgt auch die Registrierung. Das Angebot vom 15. Januar bis zum 14. Februar 2021 bietet neben Sergej Eisensteins Klassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925 zum 20. Jahrestag der Russischen Revolution u.a. Filme von zwei Geburtstagskindern dieser Tage: „Jadup und Boel“ von Rainer Simon, ein kritischer, lange verbotener Spielfilm über den real existierenden DDR-Sozialismus der 1970er Jahre mit Theaterstar Kurt Böwe und Michael Gwisdek. Sowie „Hälfte des Lebens“ von Christa Kožik (Buch) und Herrmann Zschoche mit Ulrich Mühe als Friedrich Hölderlin und Jenny Gröllmann als Susette Gontard.

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