Video mit Lichtkunst zur Extraschicht

Conorare Kultur in der Kulturbrauerei Eickel

Video der Lichtkunst.
Video der Lichtkunst. Foto: Privat

Seit 2016 nimmt die Kulturbrauerei Eickel an der Extraschicht teil – der langen Nacht der Industriekultur. Das historische Gebäude der ehemaligen Exportbierbrauerei Hülsmann ist sowohl von außen mit der Fassade aus dem Jahr 1869, als auch innen, mit den Sudkesseln und dem Gewirr aus Leitungen, Pumpen und Ventilen attraktiv. Aber das Gebäude ist recht klein und kann es nicht mit Extraschicht-Standorten wie Zollverein oder Jahrhunderthalle aufnehmen. Also kam die Idee, die Industriekulisse der Brauerei mit einer audiovisuellen Lichtshow in Szene zu setzen. Und mit dem jungen Nachwuchskünstler Lennard Lüning war jemand gefunden, der das umsetzte.

Im Jahr 2016 begann Lennard Lüning mit einer „Kaleidea“ genannten Show, die die komplexe Komposition „Songs From Liquid Days“ von Philip Glass ‎durch Lichtinstallationen und Videoprojektionen der lyrischen Texte auf die Sudkessel visualisierte. 2017 folgte eine Show zum Thema „Energie“ zur Musik der Elektronik-Rock-Band Kraftwerk, in der visualisierte Roboter-Menschen auftraten. „Ich bin Ihr Diener und Ihr Herr zugleich. Deshalb hütet mich gut, mich, den Genius der Energie.“ – Das war eine zentrale Botschaft dieser Show. Mit „Dreaming“ im Jahr 2018 wurden die Avatare lebhafter, und 2019 thematisierte „Speed“ das Tempo der modernen Welt durch die Symbiose von Videosequenzen, fast-beat-Musik und Lichteffekten.

Lennard Lüning.
Lennard Lüning. Foto: Privat

Jetzt hat Lennard Lüning ein Video produziert, das Ausschnitte aus diesen vier Extraschicht-Shows kombiniert. Dazu spricht der Künstler über das „Making of“. Interessierte sehen einen Jugendlichen, der in einem Keller LED-Beleuchtungselemente selber zusammenmontiert und mit einem halben Dutzend spezialisierter Programme die Elemente Licht, Video und Musik miteinander synchronisiert. Zuseher erfahren die Komplexität der künstlerischen Produktion.

Mit der Kombination aus Licht, Video, Musik und historischer Industriekulisse sei eine vollkommen neue Kunstform geschaffen worden, die während der Extraschicht und auch darüber hinaus einmalig sei, sagt Volker Eichener von der Kulturbrauerei.

Das 15 Minuten lange Video ist ab sofort auf der Website der Kulturbrauerei Eickel abrufbar, wo sich unter dem Reiter „Kultur“ Videoproduktionen finden, die die coronare Kultur in Zeiten der Pandemie anbietet – auch mit dem Ziel, Künstler sowie Spielstätten in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Alternativ findet man das Video direkt hier. Ermöglicht werden die Produktionen zur coronaren Kultur durch die Förderung des Fachbereichs Kultur der Stadt Herne und der Kulturinitiative Herne.

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