Vermisster Bjarne ist tot

Traurige Gewissheit

Unter dem Fördergerüst im Kunstwald Teutoburgia wurde am Montag (4.10.2021) eine Leiche gefunden, deren Identität zunächst unklar war (halloherne berichtete). Am heutigen Dienstag (12. 10.2021) gab es eine gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bochum und des Polizeipräsidiums Recklinghausen, darin heißt es:

„Der seit rund zwei Monaten vermisste 18-jährige Bjarne ist tot. Vergangene Woche wurde auf einem ehemaligen Zechengelände in Herne eine Leiche gefunden. Die durchgeführte Obduktion hat ergeben, dass es sich dabei um den Vermissten handelt. Der 18-Jährige war Mitte August von einem Rastplatz an der A42 bei Castrop-Rauxel weggelaufen. Die Polizei suchte unter anderem mit Hubschraubern und Mantrailer-Hunden nach ihm. Es gibt keine Hinweise, die auf ein Fremdverschulden hindeuten."

Mitte August 2021 verschwand der 18-jährige Bjarne von einem Autobahnrastplatz der A42, den seine Eltern gemeinsam mit ihm angesteuert hatten, als Bjarne in die angrenzende Grünanlage verschwand. Die Eltern wandten sich damals auch an halloherne und appellierten über unser Portal an ihren Sohn, sich bei ihnen zu melden. Sein Verschwinden konnten sie sich nicht erklären, gleichwohl war ihr Sohn auf der Urlaubs-Rückfahrt sehr ruhig.

Nun also die traurige Gewissheit, dass alle Hoffnungen der Eltern umsonst waren.

In der Regel berichtet halloherne nicht über Suizide, da dadurch bei suizidgefährdeten Menschen ebenfalls suizidale Handlungen ausgelöst werden können. Ist Suizid zum Beispiel die Folge einer Erkrankung (z.B. Depression) und könnte diese erfolgreich behandelt werden, so wollen wir auf keinen Fall einen Anreiz zur Nachahmung geben. Vielmehr möchten wir allen eventuell Betroffenen aufzeigen, wo sie Hilfe erfahren können:

Da ist einmal das Info-Telefon Depression 0800 / 33 44 533 zu nennen, oder die Telefonseelsorge 0800 / 111 0 111 oder 111 0 222, oder die Stiftung Deutsche Depressionshilfe / Deutsches Bündnis gegen Depression e.V mit ihrer Ansprechpartnerin Susanne Baldauf Tel 0341-97-24 493 mit der Homepage auf der Betroffene Hilfe und weitere Adressen finden.

Signale bei gefährdeten Jugendlichen können laut oder leise sein. Zum Beispiel erfährt man auf der der Homepage der Krisenhilfe Münster mehr darüber.

Quelle: