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Die Gewerkschaft ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet ruft zu Warnstreiks auf.

Bogestra, HCR und Vestische betroffen

ver.di ruft erneut zu Warnstreiks auf

In der Tarifrunde für den kommunalen Nahverkehr ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Nordrhein‑Westfalen am Mittwoch und Donnerstag, 18./19. März 2026, erneut zu Warnstreiks auf.

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Am ersten Streiktag sind in ganz Nordrhein‑Westfalen die Beschäftigten in den Werkstätten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen betreffen vor allem die Fahrzeug- und Instandhaltungsteams, die einen zentralen Beitrag zum sicheren und zuverlässigen Betrieb leisten. Auch bei der Bogestra, der Vestischen und der HCR beteiligen sich Beschäftigte der Werkstätten an den Arbeitsniederlegungen. Es kann dadurch vereinzelt zu Beeinträchtigung im Linienverkehr kommen.

Am zweiten Streiktag schließt sich NRW dem bundesweiten Aktionstag an. Damit werden Busse und Straßenbahnen auch in Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Bottrop und im Kreis Recklinghausen ganztägig weitgehend stillstehen. Der Betrieb von S‑Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.

'Werden hier nicht nachlassen, bis wir ein Angebot vorliegen haben'

„Die Ausweitung unserer Streiks hat vor allem mit der Blockadehaltung der Arbeitgeber zu tun“, berichtet Michael Hortig, zuständiger Gewerkschaftssekretär im ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet. „Wir wollen diese Verhandlungen zum Abschluss bekommen und sind gesprächsbereit. Die Arbeitgeber lassen diese Haltung aber komplett vermissen. Wir werden hier nicht nachlassen, bis wir endlich ein Angebot vorliegen haben.“

Da die Arbeitgeberseite in NRW bislang keine ausreichenden Angebote vorgelegt hat, ist der Druck durch Arbeitsniederlegungen notwendig. Während in einzelnen Bundesländern bereits Einigungen erzielt wurden, liegt auch nach zwei Verhandlungsrunden in NRW kein verhandlungsfähiges Angebot vor.

Von der Tarifrunde betroffen sind in Nordrhein-Westfalen über 30 kommunale Verkehrsunternehmen. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden.

Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.

Vergangene Termine (2) anzeigen...
  • Mittwoch, 18. März 2026, um 6 Uhr
  • Donnerstag, 19. März 2026, um 6 Uhr
Montag, 16. März 2026 | Quelle: ver.di