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Hunde frei laufen und in einem eingezäunten Bereich spielen lassen: Das soll am Hiberniagelände passieren, jedoch ist der Zeitpunkt unklar (Symbolbild).

Finanzierung muss erst geklärt werden, Kritik von Bloch (FDP)

Umzäunte Hundewiese verzögert sich

Herner Hundebesitzer müssen sich noch gedulden, bis sie die erste umzäunte Hundewiese mit ihren Vierbeinern nutzen können. Diese soll nun erst im Jahr 2024 entstehen.

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Im September 2023 entschied der Rat der Stadt, dass in der Nähe vom Gasometer auf dem ehemaligen Hiberniagelände in Holsterhausen ein Zaun für den Auslauf der Hunde gebaut werden soll (halloherne berichtete). Vorausgegangen war ein Antrag vom Stadtverordneten Bernd Blech (Unabhängige Bürger), nach einer Änderung der Ratskoalition aus SPD und CDU stimmte der Rat schließlich zu.

Leserin: 'Das ist sehr enttäuschend'

Nun meldete sich mit Roswitha Loffeld eine halloherne-Leserin und beschwert sich: „Wir waren dort und haben den Zaun gesucht. Natürlich ist er nach wie vor nicht vorhanden. Danke an die Stadt Herne für nichts, das ist sehr enttäuschend.“

Auf Anfrage von halloherne antwortet Stadtsprecher Christoph Hüsken: „Die Einzäunung der Wiese wird einen fünfstelligen Betrag kosten. Die Kosten waren im Haushalt für das laufende Haushaltsjahr nicht eingeplant. Daher wird gegenwärtig die Finanzierung geklärt.“ Zusätzlich verweist er, wie oben erwähnt, darauf, dass die Umsetzung im Jahr 2024 erfolgen soll. Genauere Angaben zum Zeitpunkt oder zu den Kosten werden nicht gemacht.

Im Bereich des Gasometers auf dem ehemaligen Hiberniagelände soll die umzäunte Hundewiese entstehen.

Die ursprüngliche Idee einer eingezäunten Hundewiese geht auf Anträge der Herner FDP zurück, die bereits in den Jahren 2021 und 2022 im Planungsausschuss (halloherne berichtete) sowie in der Bezirksvertretung Eickel (halloherne berichtete) besprochen wurden – ohne Erfolg.

Einigung nach unzähligen Diskussionen

Nachdem schließlich der Rat dann doch grünes Licht gegeben hat, zeigte sich Thomas Bloch, Stadtverordneter der Freien Demokraten, glücklich: „Wir freuen uns, dass der Wunsch nach einer umzäunten Hundewiese endlich eine Mehrheit in der Politik gefunden hat. So haben sich die unzähligen Diskussionen in den vergangenen Jahren letztendlich für alle Hundebesitzer ausgezahlt.“

Angesprochen auf die neuen Gegebenheiten, antwortet er mit Kritik. „Das ist eine peinliche Nummer. Eigentlich erwartet man, dass man so einen Betrag schneller zur Verfügung stellt. Vielleicht kann man da mal umpriorisieren oder die Mittel anders nutzen“, wird Bloch gegenüber halloherne deutlich. „Wenn man nach diesen Maßstäben arbeitet, kann man kurzfristig gar nichts mehr umsetzen.“

'Schlechte Außenwirkung' für die Bürger

Weiter führt er aus: „Da hat man mal einen politischen Konsens und einen Beschluss und wird trotzdem lange vertröstet. Nach einer solchen langen Zeit, die bis zur Entscheidung führte, kann man auch mal Gelder umschichten. So hat es auf jeden Fall eine schlechte Außenwirkung für die Bürger.“

Wann genau der Fachbereich Stadtgrün mit dem Zaunbau startet, bleibt also einigermaßen offen. Bloch hofft auf den kommenden Frühling, das würde er begrüßen. Aber: „Wenn es erst zum Herbst oder noch später im Jahr 2024 passiert, ist das inakzeptabel.“

| Autor: Marcel Gruteser