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Auf zur ersten Stadionrunde: Die Sportanlage im Stadion Eickel wurde renoviert, der Umbau ist abgeschlossen und wurde übergeben.

Neue Laufbahn und Leichtathletiksegmente

Umbau im Stadion Eickel abgeschlossen

In der Vergangenheit schwelgten einige der Verantwortlichen am Mittwoch (29.11.2023) im Stadion Eickel. Hier haben Frank Busemann (Zehnkämpfer, Silber 1996 in Atlanta, USA) und Sabine Braun (Siebenkampf, Bronze 1992 in Barcelona) schon ihre Runden gedreht oder Kugeln gestoßen. Zuletzt war die Anlage aber sehr in die Jahre gekommen. Ab sofort gelten nun aber wieder „olympische“ Bedingungen: Der Umbau der Laufbahn und der Leichtathletiksegmente ist abgeschlossen.

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„Das war keine Wettkampfbahn mehr“, erinnerte Oberbürgermeister Dr. Dudda an den schlechten Zustand des Stadions Eickel, dessen letzte große Modernisierung im Jahr 1985 stattgefunden hatte. „Nun haben wir sie aber wieder so hinbekommen, dass überregionale Leichtathletikveranstaltungen stattfinden können.“

20 Bombenverdachtspunkte, fünf Bomben

Daran haben auch über 20 Bombenverdachtspunkte, fünf gefundene Blindgänger (drei davon mit Zünder, einer direkt unter dem Mittelpunkt im Anstoßkreis) und schlechtes Wetter im Sommer nichts ändern können. Innerhalb von sechs Monaten wurden die Bauarbeiten abgeschlossen, erst Anfang des Jahres waren die politischen Beschlüsse gefasst. Für beides gab es ein Lob vom Verwaltungschef.

Hat nun wieder die Wettkampfbahn Typ B: Das Stadion Eickel.

Künftiger Nutzer der Anlage sind die Vereine TV Röhlinghausen, der TV Wanne und der Stadtsportbund Herne (SSB). Zur offiziellen Eröffnung wurden beschriftete Staffelstäbe an die Vereine überreicht. Ebenso werden bald wieder die Fußballer vom DSC Wanne-Eickel auf dem Rasenplatz auf Torejagd gehen - der Rasen wird bis Februar 2024 noch ausgebessert, die Bombensuche hat zu viele Spuren hinterlassen. Abendspiele wird es aber weiterhin nicht geben, schließlich fehlt eine Flutlichtanlage.

Weitsprung, Stabhochsprung und mehr

Das Hauptziel des Umbaus war die Modernisierung der Laufbahn und der Leichtathletiksegmente zur Wettkampfbahn „Typ B“. Diese umfasst sechs Kurz- und Rundlaufbahnen (400 m), eine Weitsprunganlage, einen Einstichkasten für den Stabhochsprung, einen Wassergraben für den Hindernislauf, einen Diskus- und Hammerwurfring, eine Kugelstoßanlage sowie eine Anlaufbahn für den Speerwurf.

Die Gesamtkosten für den Umbau betrugen 870.000 Euro. 500.000 davon stammen aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“, der übrige Eigenanteil kommt aus dem Sportetat.

Bei der Eröffnung waren unter anderem Burkhard Ladewig (TV Wanne, li.), Peter Achilles (Geschäftsführer SSB Herne), Martin Kortmann (Sportausschussvorsitzender), Hans Peter Karpinski (SSB Vorstand) und OB Dr. Frank Dudda.

Der Sportausschussvorsitzende Martin Kortmann (SPD) sieht drei Jahre nach den ersten Überlegungen, die Anlagen zu modernisieren, eine tolle Entwicklung. Zusammen mit weiteren Vertretern aus der Politik und von Vereinen startete er zu einer 400-Meter-Stadionrunde, die Kortmann allerdings nach wenigen Metern abbrach. Gesundheit geht schließlich vor.

Antrag musste nochmal geändert werden

Hans Peter Karpinski, Vorsitzender beim SSB Herne, erzählte bezüglich der Landesförderung, dass er nach einem Anruf aus der Staatskanzlei in Düsseldorf kurzfristig zusammen mit dem zuständigen Fachbereich den Antrag der Verwaltung nochmal überarbeiten musste - sonst hätte es keine finanzielle Unterstützung gegeben. Die Entscheidung, die 500.000 Euro aber komplett ins Stadion Eickel zu stecken, sei aber die richtige und schnell entschieden gewesen.

Burkhard Ladewig, Vorsitzender vom TV Wanne, freut sich gegenüber halloherne über erweiterte Trainingsmöglichkeiten - obwohl der Verein schon eine eigene Anlage hat. „So können wir noch mehr Leichtathletik anbieten und vielleicht neue Mitglieder gewinnen. Ich würde mir aber auch wünschen, wenn sich noch mehr Leute im Ehrenamt betätigen würden.“

| Autor: Marcel Gruteser