Stationen auf dem Trauerweg

Die evangelische Matthäus-Kirche an der Bismarckstraße im Stadtteil Baukau in Herne (NW). Aufnahme vom Freitag (30.10.2020).
Die evangelische Matthäus-Kirche an der Bismarckstraße. Foto: Stefan Kuhn

Das Trauernetzwerk Herne lädt am Sonntag, 27. März 2022, dazu ein, sich unter dem Thema „Stationen auf dem Trauerweg“ mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Gemeindezentrum Matthäuskirche, Bismarckstraße 98a, in Herne. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Trauer gehört zum Leben. Jeder Mensch trauert anders und muss seinen eigenen Weg finden, um mit der Lücke, die der Verlust eines geliebten Anderen hinterlassen hat, leben zu können.

Karola Rehrmann.
Karola Rehrmann. Foto: Ambulanter Hospizdienst Herne

Bei „Stationen der Trauer“ handelt es sich um einen Trauerparcours, den das Netzwerk für diesem Sonntag in der Matthäuskirche aufbauen wird. „Der Parcours orientiert sich an dem vielschichtigen Erleben von Trauer. Er ermutigt, die unterschiedlichen Gefühle zuzulassen und zu durchleben“ sagt die Seelsorgerin Karola Rehrmann, Sprecherin des Trauernetzwerkes. Bei der letzten der neun aufgebauten Stationen können die Trauernden erfahren, dass eine Zeit kommen wird, in der der Verlust nicht mehr als so schmerzhaft empfunden wird. Der Verlust bleibt aber Teil des Lebens. Karola Rehrmann: „Ankommen, Innehalten und Weitergehen - darum geht es.“

Hoffnung auf Neuorientierung und Akzeptanz

Die Gäste treffen sich zunächst im Gemeindehaus der Matthäuskirche bei Kaffee und Kuchen. Anschließend werden sie von den Netzwerk-Mitgliedern in Kleingruppen durch den Trauerparcours geleitet. Die einzelnen Stationen thematisieren Trauerphasen wie Schock, Gefühlschaos, Angst, Rückzug und Suche. Die Teilnehmenden lesen die dazugehörigen Texte. Sie bewegen sich durch den Altarraum, balancieren auf einem Seil, steigen hinauf zur Empore oder können ihre Wut frei herauslassen. Der Parcours endet mit einem Blick auf Kreuz, Osterkerze und Blumen in der Hoffnung auf Neuorientierung und Akzeptanz. Danach gibt es bei einem erneuten Zusammenkommen im Gemeindehaus die Möglichkeit zur Reflexion des Erlebten.

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  • Sonntag, 27. März 2022, um 15 Uhr
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