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An der Robert-Brauner-Schule finden die Aufführungen von

Theaterprojekt an der Robert-Brauner-Schule zur Prävention sexualisierter Gewalt

Stark werden, Grenzen schützen

Im März 2026 wird die Robert-Brauner-Schule zur Bühne für ein wichtiges Präventionsprojekt: Die theaterpädagogische Werkstatt präsentiert zwei interaktive Theaterstücke, die Kinder und Jugendliche im Umgang mit Grenzverletzungen stärken und für das Thema sexualisierte Gewalt sensibilisieren.

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Mit „Lilly und Leo“ 4., 11. und 18. März 2026 richtet sich das Angebot gezielt an jüngere Schülerinnen und Schüler. Das Stück „Ja und Nein! und Lass das sein!“ (19. und 24. März) spricht vor allem Jugendliche und junge Erwachsene an.

Begleitet von erfahrenen Theaterpädagoginnen und -pädagogen erleben die Zuschauer Szenen, die nah an ihrer Lebenswelt sind. Die Aufführungen setzen bewusst auf Interaktion: Kinder und Jugendliche werden einbezogen, dürfen Position beziehen und eigene Handlungsmöglichkeiten erproben. Ziel ist es, ein sicheres Gespür für persönliche Grenzen zu entwickeln und ein inneres „Ja“ oder „Nein“ wahrzunehmen.

Das Recht 'Nein' zu sagen

Gerade für Schüler mit Förderbedarf seien solche Projekte besonders wichtig, da sie häufiger von Grenzverletzungen betroffen seien und es ihnen oft schwerer falle , sich mitzuteilen und Hilfe zu holen. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, jungen Menschen zu vermitteln: Sie haben das Recht, „Nein“ zu sagen. Dieses Nein zu spüren, auszusprechen und sich in schwierigen Situationen Hilfe zu holen, ist ein wesentlicher Schritt in der Präventionsarbeit.

Neben neuen Eindrücken und stärkenden Erfahrungen erhalten die Teilnehmenden auch konkrete Hinweise auf Hilfsangebote – etwa die „Nummer gegen Kummer“, an die sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene anonym wenden können. Ermöglicht wird das Projekt durch die Finanzierung des Vereins Menschen gegen Kindesmissbrauch e. V., der sich seit Jahren für Aufklärung und Prävention sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen engagiert.

Dienstag, 10. Februar 2026 | Quelle: Michael Kensy