Wochenendspiele der Mannschschaften
Sieg und Niederlage für die Ruhrpott Baskets
Basketball. Am Samstag (7.2.2026) ging des Spiel in der 2. Regionalliga U16 weiblich gegen den BG Kamp-Lintfort mit 57:65 (29:33) für die Ruhrpott Baskets Herne aus.
Während des Spiels bekamen es die Hernerinnen mit Ajla Musanovic zu tun, der Topscorerin der Liga. Diese bewies von der ersten Sekunde an ihre Qualitäten und führte ihr Team an. In einer ausgeglichenen Partie erzielte sie im ersten Viertel 15 der 16 Punkte für die BG Kamp-Lintfort, während auf RBH-Seite vor allem Leni Niebisch der Partie ihren Stempel aufdrückte, die ihrerseits für 8 der 15 RBH- Punkte im Auftaktviertel verantwortlich war.
Das zweite Viertel ging dann mit 18:13 zu Gunsten der Hernerinnen aus, die so mit einer 33:29 Halbzeitführung den Gang in die Kabine antraten. Besonders schön dabei: Die 18 RBH-Punkte wurden von gleich 8 verschiedenen Spielerinnen erzielt. Bis zur 24. Minute baute dann die auf RBH-Seite überragende Leni Niebisch den Vorsprung bis auf 41:34 aus, doch Ajla Musanovic hielt ihr Team fast im Alleingang in der Partie, am Ende des Spiels hatte sie trotz engagierter RBH-Verteidigung stolze 42 Punkte und 5 erfolgreiche Dreier auf ihrem Konto. Doch die Hernerinnen hatten in dieser Phase als Team die passenden Antworten parat und verteidigten durch Treffer von Lavinia Orszulik (2), Johanna Wolfram und Leni Niebisch bis zum Ende des 3. Viertels eine 49:44 Führung.
Im Schlussabschnitt hatte dann vor allem das U14-Duo Lavinia Orszulik und die nicht mehr zu stoppende Leni Niebisch (traf jetzt aus allen Lagen und erzielte im Schlussabschnitt 10 Punkte!) immer die passenden Antworten parat, egal was Ajla Musanovic noch versuchte. Trotzdem brachte erst das AndOne von Johanna Wolfram in der Schlussminute den 65:57 Sieg der Hernerinnen endgültig in trockene Tücher.
Nicole Moschner-Dittinger und Heiko Dittinger: „Die Mädels haben sich diesen Sieg komplett verdient heute, am Ende hat das bessere Team gegen eine sehr sehr starke Spielerin beim Gegner gewonnen. Dabei hätten wir uns das Leben noch viel leichter machen können, wenn wir im Entscheidungsverhalten noch klüger agieren und uns weniger unnötige Ballverluste leisten. In den entscheidenden Phasen haben wir dann aber als Team agiert, auch wenn Leni Niebisch heute unsere mit Abstand gefährlichste Waffe in der Offensive war. Am Ende der Partie hätte sie vom Parkplatz werfen können und hätte wahrscheinlich immer noch getroffen.“
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: Niebisch (29, 2 Dreier), Orszulik (11), Wolfram (7), A. Pokropowitz (5), Ouattara (4), Öztürk (4), Hain (2), Müssigbrodt (2), Köhler (1). Freiwurfquote: 41 Prozent (9/22).
U12 muss sich dem Titelfavoriten geschlagen geben
Am Sonntag (8.2.2026) war die U12 leider weniger erfolgreich. Gegen die Talents BonnRhöndorf stand es für die Ruhrpott Baskets am Ende 113:41 (Achtelergebnisse: 18:0 / 14:4 / 12:4 / 6:4 / 19:7 / 17:11 / 18:5 / 9:6).
Im Vorfeld nahm man sich vor, sich nicht verunsichern zu lassen und möglichst befreit aufzuspielen. Doch alle Vorsätze warfen die Gäste aus Herne direkt in den ersten Spielsequenzen über Bord und wurden von den Bonner Mädels geradezu überrollt - 32:4 nach zwei Achteln waren das Resultat. Immer wieder war man in der Transition zu langsam, bemühte sich nicht um die Rebounds und zusätzlich war der Korb für die Hernerinnen wie zugenagelt.
Zudem machte die extreme Körperlichkeit den RBH-Girls sehr zu schaffen, was sie aus der bisherigen Oberliga nicht gewohnt waren. Doch statt die Körperlichkeit anzunehmen und alles in die Waagschale zu werfen, hielt man zwar bestmöglich dagegen, betrieb aber das ganze Spiel über eher Schadensbegrenzung anstatt wirklich was zu probieren. Lichtblicke: Carla und Lea kämpften gegen die größeren Gegenspielerinnen unter dem Korb und Senya überzeugte immer wieder im Ballvortrag. Insgesamt ließen die Gäste ab und zu ihr Können durchblitzen und konnten vereinzelt Lücken in der Defense der Gegnerinnen ausspielen. Trotzdem war am Ende für die Hernerinnen nichts zu holen, auch wenn alle viel dazugelernt haben.
„Das war heute unser erster starker Gegner der ganzen Saison, was die Mädels leider komplett aus der Bahn geworfen hat. Keine Frage, Bonn spielt unfassbar guten Basketball, da ist eine Niederlage absolut okay - Respekt an dieser Stelle. Was aber nicht okay ist, ist dass wir uns im Laufe des Spiels aufgegeben haben und entweder stur mit dem Kopf durch die Wand gespielt oder uns der Verantwortung entzogen haben, sobald es schwierig wurde. Da wäre heute mehr drin gewesen, am Ende waren wir einfach nicht bereit um ein besseres Ergebnis zu kämpfen“, so Coach Barbara nach dem Spiel.
Weiter sagt sie: „Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die Mädels vor allem zu lieb spielen. Gegen Bonn wurden über 30 Fouls gepfiffen (was ich in den vielen Mini- Basketballspielen noch nie erlebt habe), während auf unserer Seite grade einmal 10 Fouls standen. Die Gegnerinnen gingen sehr physisch und an der Grenze der „Basketball-Legalität“ ans Werk, aber da müssen wir mehr den Kampf annehmen und vor allem die zugesprochenen Freiwürfe hochprozentiger verwandeln. Keine Frage, so ein Ergebnis als erste Saisonniederlage tut weh - das können wir besser und daran werden wir in den nächsten zwei Wochen arbeiten, um gegen Lippstadt wieder in alter Form zurückzukehren. Trotzdem haben wir heute enorm viel an Erfahrung gewonnen und aus dem Spiel mehr gelernt als aus dem Großteil der bisherigen Oberliga-Spiele.“
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: De Stefano, S. (14), Dannert, C. (12), Nacke, P. (8), Sendzick, S. (5), Glomb, L. (2), Avramoski, S., Fimpeler, M., Labonte, F. Freiwurfquote: 24 Prozent (6/25).