Pest! - Ausstellung im Museum

Mit Pestwarnzetteln wurden im 17. Jahrhundert die Häuser gekennzeichnet, deren Bewohner an der Pest erkrankt waren.
Mit Warnzetteln wurden im 17. Jahrhundert die Häuser gekennzeichnet, deren Bewohner an der Pest erkrankt waren. Foto: Stadtarchiv Duderstadt

Im LWL-Museum für Archäologie stellt die Ausstellung Pest! in mehreren Kapiteln vom 20. September 2019 bis zum 10. Mai 2020 interessante, mitreißende, berührende und informative Geschichten rund um die Seuche vor. Lange Zeit begleitete die Pest das Leben der Menschen, brach immer wieder mit verheerenden Folgen aus, verschwand für Jahrhunderte, bevor sie wieder zurückkehrte. Neueste Forschungen können den Erreger bis in die Steinzeit zurückverfolgen.

Turm der Kreuzkirche über dem Archäologie-Museum.
Turm der Kreuzkirche über dem Archäologie-Museum. Foto: Wolfgang Quickels

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind überlieferte Ausbrüche zu werten? Mit diesen Fragestellungen beginnt die Reise durch die Geschichte dieser Seuche. Sie führt über den ersten gut überlieferten Ausbruch im frühen Mittelalter zunächst bis zum berüchtigten Schwarzen Tod, dem ein großer Teil der europäischen Bevölkerung zwischen 1346 und 1353 zum Opfer fiel.

Über die nächsten Jahrhunderte war die Pest ein stetiger Begleiter der Menschen, sie suchte jede Generation heim. Aus der völlig unerwarteten Katastrophe war nun eine ständige Bedrohung geworden, die jederzeit tödliche Wirklichkeit werden konnte. Im 18. Jahrhundert verschwand die Pest weitgehend aus Europa, um kurz vor 1900 ein weiteres Mal weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten.

Die Ausstellung geht verschiedenen Fragen nach: Wie gingen die Menschen mit dieser Gefahr um? Was taten Ärzte, Politiker und Geistliche im Angesicht dieser existentiellen Krise? Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Wirtschaft, Siedlungen, Gesellschaft, Kunst? Auch heute hat die Pest noch immer tödliches Potential. Aber wie würden moderne Gesellschaften auf einen erneuten Ausbruch reagieren?

In einer Mischung aus etwa 300 archäologischen und kulturgeschichtlichen Objekten etwa aus London, Hong Kong, Straßbourg und Westfalen, zahlreichen Bildern und Medienstationen präsentiert die Ausstellung die unterschiedlichen Aspekte der Pest und ihrer Folgen.

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