halloherne.de

lokal, aktuell, online.
Ab März 2024 startet das Projekt Arbeitsintegration durch Kompetenzförderung in Wanne-Süd, kurz „AiKo-Süd“, an der Hauptstraße 179.

Bei AiKo-Süd sollen Wanner fit für den Job werden

Neue Arbeitsunterstützung in Herne

Ab März 2024 startet das Projekt Arbeitsintegration durch Kompetenzförderung in Wanne-Süd, kurz „AiKo-Süd“. In den Räumen an der Hauptstraße 179 sollen dort Arbeitssuchende im Stadtteil gezielt beraten und unterstützt werden. Entstanden ist das Projekt durch eine Kooperation von Stadt, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Herne und Wanne-Eickel sowie der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Herne (GBH).

Anzeige: DRK 2024 - Job - Assistenz

Beim Pressegespräch am Mittwoch (21.2.024) wurde das Projekt vorgestellt. Damit es überhaupt realisiert werden konnte, gab es eine Förderung über den Sozialfonds der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von 1,1 Millionen Euro, von denen 10 Prozent aus eigenen Anteilen der Kooperationspartner kommen mussten.

Niederschwelliges Angebot zur Jobvermittlung

Martina Liehr von der städtischen Stabstelle Zukunft der Gesellschaft erläuterte das Projekt. „Wir wollen Arbeitssuchende in Wanne-Süd niederschwellig ansprechen und wieder in die Arbeitswelt vermitteln“, sagt Liehr.

Dazu soll es Jobcoachings, Workshops in Bereichen wie EDV oder auch Gesundheitsmanagement sowie einzelne Beratungen durch vier Coaches geben. Ebenso werde es ein umfangreiches Angebot in verschiedenen Sprachen geben, damit sich niemand aufgrund von möglichen Sprachbarrieren ausgeschlossen fühlt.

Beim Pressegespräch wurden die Ziele erläutert.

Kompetenzen fördern und Probleme lösen

„Es geht jetzt aber nicht nur darum, dass wir gemeinsam eine Bewerbungsmappe anlegen. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Wir wollen Kompetenzen fördern und um auch mit möglichen Problemstellungen bei unseren Klienten auseinandersetzen“, berichtet Ira von Borczyskowski, Chefin der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Herne.

Matthias Henrichsen-Schrembs, Geschäftsführer des DRK Herne und Wanne-Eickel, ergänzt: „Wir wollen im Stadtteil präsent sein, an einer stetigen Verbesserung des Viertels arbeiten und Vertrauen zwischen den Coaches und Arbeitssuchenden schaffen."

Anzeige: Spielwahnsinn 2024

Teilhabe wird ermöglicht

Bezirksbürgermeister Arnold Plickert lobt das große zivilgesellschaftliche Engagement in Wanne-Süd, erkannte aber auch die Herausforderungen, unter anderem in Hinblick auf die hohe Arbeitslosigkeit im Stadtteil, an. Abschließend machte er deutlich: „Das neue Projekt 'AiKo-Süd' ist sehr wichtig, da es auf Wertschätzung basiert und Menschen Teilhabe ermöglicht.“

| Autor: Julia Blesgen